Schimpf Spezial

Ein ganz spezieller Klassiker. Das Spezial aus der Kronenbrauerei Schimpf ist das große Hausbier und Aushängeschild. Das Rezept ist so alt wie die Brauerei selbst und das zeichnet auch den Charakter dieses traditionellen Exportbieres aus. Eingebraut wird es mit 12,7°P Stammwürze, die schlussendlich zu 5,2% Alkoholgehalt führen. Ob der Geschmack des Bieres auch etwas speziell oder doch ganz klassisch ist, haben wir getestet!

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Duft und Farbe
Mit einer durchaus würzigen Note steigt der Duft des Bieres aus der Flasche. Im Glas präsentiert sich das Bier ganz und gar prächtig. Mit mächtiger Krone und intensiv goldener Farbe glaubt man fast, dass man es bei Stromausfall ohne Taschenlampe finden könnte.

Einstieg
Vollmundig startet man mit dem ersten Schluck in den Biergenuss. Die Geschmacksknospen scheinen im ersten Moment etwas überfordert zu sein bei den ganzen verschiedenen Eindrücken, die da auf einen einprasseln.

Körper und Geschmack
Die Textur des Bieres ist sehr dicht, was ein angenehm dichtes Gefühl im Mund mit sich bringt. Im Geschmack gibt es einen recht hohen Anteil an bitteren Stoffen, was gerade auch beim Einstieg für einige Verwirrung sorgen könnte. Im Trinkverlauf nehmen aber immer mehr die würzigen Anteile zu, sodass man bald zu einem ausgeglichenen Geschmackserlebnis kommt.

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Abgang
Im Abgang ist dieses Bier unkomplizierter als im Antrunk. Ohne große Allüren, allerdings auch ohne größere Highlights, verabschiedet sich das helle Lager und hinterlässt einen passend leichten würzigen Nachgeschmack.

Kohlensäure
Die Kohlensäure ist hier gut dem Bier angepasst. Das Bier kommt überall hin und kann seinen Geschmack gut entfalten.

Süffigkeit
Trotz der schwereren Struktur kann man diesem Bier ohne schlechtes Gewissen eine gute Süffigkeit attestieren. Ist es einmal in der Kehle, hält es nichts mehr auf!

Fazit
Ein sehr gelungenes Lagerbier, das seiner langen Tradition alle Ehre macht. Lediglich der Antrunk mit den hohen Bitteranteilen ist etwas gewöhnungsbedürftig.

dav

zur Brauerei
Die Kronenbrauerei Schimpf wurde im Jahr 1870 von der Familie Ohngemach gegründet. Acht Jahre nach der Gründung, trat die bis heute brauende Familie Schimpf in Erscheinung und kaufte die Brauerei. Inzwischen befindet sich die der Traditionsbetrieb in der fünften Generation und ist somit zu einem Kulturträger von Remmingsheim geworden. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Brauerei von einem Kleinbetrieb zu einem richtigen Gewerbebetrieb umgebaut. Heute umfasst das Angebot neun reguläre Biere, die um saisonale Extras ergänzt werden. Am besten genießt man diese Spezialitäten direkt in der Brauereigaststätte!

Gruibinger Saukalt

Hier haben die Grafiker ganz tief in die Trickkiste gegriffen und direkt Eiskristalle auf das Etikett aufgedruckt. Dazu passend natürlich der Name „Saukalt“, der sich auch aus der speziellen Lagerung bei 0°C ergibt. Um einen passenden Konsum zu garantieren, ist im Etikett ein Kältecheck integriert – eine ziemlich coole Idee! Was dieses helle Lager Bier mit seinen 4,8% Alkoholgehalt bei 11,8°P Stammwürze noch so auf dem Kasten hat, haben wir getestet!

sdr

Duft und Farbe
Ein tolles Gadget ist natürlich auch der Bügelverschluss. Nach einem ordentlichen *plopp* bahnt sich eine leicht fruchtige aber auch etwas teigige Geruchsnote den Weg aus der Flasche in die Nase. Im Glas zeigt sich das Bier leicht trüb und vor allem sehr, sehr sprudelig. Es bildet sich viel grobporiger Schaum, der allerdings auch zum größten Teil recht schnell wieder verschwindet.

Einstieg
Ein recht interessanter Einstieg mit leicht säuerlichen Noten. Das Bier wirkt recht dünn vom Körper her und braucht etwas Zeit, um seinen Geschmackskörper zu entwickeln. Leicht hopfige Aromen kommen nur zögerlich durch.

davKörper und Geschmack
Nach und nach gewinnt der Körper des Bieres an Maße, kommt hierbei jedoch nur so zögerlich aus dem Pott, dass man beim Fussball von Zeitspiel gesprochen hätte. Schlussendlich wird aus dem dünnen Gerstensaft aber noch ein richtiges Bier mit guten Geschmacksanteilen von Malz und Hopfen, die sich angenehm die Waage halten. Fruchtige Anteile, die anfänglich im Geruch wahrnehmbar waren, tauchen jedoch so gut wie keine auf.

Abgang
Im Abgang zeigt sich das Saukalt als ein sehr unkomplizierter Zeitgenosse. Es flutscht ganz locker die Kehle runter und hinterlässt einen leicht herben Nachgeschmack. Da gibt’s nichts zu meckern.

Kohlensäure
An Kohlensäure wurde offenbar nicht gegeizt. Bei anderen Bieren würde dies zu einem Problem führen, doch beim Saukalt passt es erstaunlicherweise. Das Bier ist nicht zu sauer und sprudelt auch nicht zu sehr.

Süffigkeit
Dieses Bier ist durchaus süffig. Gerade auch durch das kleine Flaschenformat kann man durchaus die ein oder andere Flasche einplanen.

Fazit
Ein solides Bier mit witzigen Extras. Der Kälte-Check sollte definitiv Pflicht bei allen Bieren geben und auch die extra kalte Lagerung hat dem Bier offenbar nur gut getan. Hier wird die Bierwelt auf jeden Fall um ein paar kleine Ideen erweitert.

dav

zur Brauerei
Bei dieser Brauerei kann man mit Fug und Recht sagen, dass es sich um eine fast 300 jährige Familiengeschichte handelt. Seit 1728 ist die Lammbrauerei Hilsenbeck nämlich schon im Besitz der Familie Hilsenbeck, bzw. im Besitz der Vorfahren. Doch natürlich gingen auch an dieser Brauerei die Spuren der Zeit nicht ohne Einflüsse vorüber. Immer wieder wurde umgebaut und erneuert, doch diese Innovationen und Anpassungen haben nur dazu beigetragen, dass die Brauerei noch heute besteht und mit einem breiten Spektrum an klassischen Bieren und einer Craftbeercollection die Kunden im Umkreis erfreut.

Hirsch Helles

Da röhrt doch der Hirsch! So sehr freut sich der behörnte Etikettschmuck der Flasche, dass man gleich gespannt ist, was wirklich hinter den auch zu sehenden Attributen „mild & süffig“ steckt. Das fast schon retro gestaltete Etikett für dieses untergärige Bier, das mit einer Stammwürze von schmalen 11,4°P und einem Alkoholgehalt von 4,8% daherkommt, steigert zudem den Wunsch, den Geist dieses Hellen näher zu erkunden. Wir haben es gemacht!

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Duft und Farbe
Frisch und mild – das sind die ersten beiden Assoziationen, die einem in den Sinn kommen, nachdem man den Kronkorken gelupft hat und den Duft des kühlen Gerstensaftes einatmet. Im Glas zeigt sich die Gestalt des Hellen als glasklar filtriertes Bier mit intensiv gold-gelber Farbe und einer respektablen Schaumkrone, die so cremig aussieht, dass man direkt hineinbeißen möchte.

davEinstieg
Das Bier sucht sich nur so den Weg in den Mund. Ein wirklich explosiver Start, der direkt von starken Aromen begleitet wird, jedoch ohne aufdringlich oder übertrieben daher zukommen. Viel mehr ist der erste Einstieg eine gelungene Mischung aus fruchtigen Noten und feinherbem Biergenuss.

Körper und Geschmack
Dieser Bier ist kein Reh. Das merkt man auch am Körper des Bieres, der sich selbstbewusst seinen Platz sucht und die Geschmackssinne verzaubert. Dieses Bier liefert nicht nur blumig-fruchtige Noten, sondern kombiniert diese auf angenehmste Art und Weise mit einer feinen Nuance von Heu-Aroma, das einen von saftigen Sommerwiesen träumen lässt. Dennoch wirkt das Bier angenehm mild und keineswegs überbordend kräftig.

Abgang
Mild und zärtlich verabschiedet sich der helle Hirsch und hinterlässt feine Aromanoten, die einen noch einige Zeit von diesem Biergenuss träumen lassen – hach!

Kohlensäure
Ziemlich spritzig startet das Bier und bleibt auch dabei. Vielleicht wäre eine Priese weniger Kohlensäure auch schon genug. Dieses Bier ist jedenfalls nichts für Befürworter von stillem Wasser.

Süffigkeit
Prächtig süffig – anders kann man dieses Bier nicht beschreiben. Das milde Arome mit seinen fruchtigen Aspekten macht dieses Bier zu einem herausragenden Partner für mehr als nur eine Runde.

dav

Fazit
Perfekt rundes Bier, dass einerseits durch sein angenehmes Aroma überzeugt, andererseits aber vom Geschmack auch nicht zu dominant ist, um süffig zu bleiben. Insgesamt ein sehr gelungenes Trinkerlebnis im Retro-Design.

edf

zur Brauerei
Seit 1782 gibt es die Hirsch-Brauerei, die ursprünglich lediglich zur Deckung des Bedarfs der örtlichen Gaststätte „Zum Hirschen“ dienen sollte. Nach einem Eigentümerwechsel im Jahr 1861 ist die Familie Honer, die sich heute auch im Namen der Brauerei wiederfindet, die bestimmende Kraft über die Geschicke am Braukessel. Noch heute setzt die Privatbrauerei auf Tradition und hat ihre Philosophie in drei Punkte zusammengefasst: Bier braucht Heimat. Bier braucht Zeit. Bier braucht Charakter.

Falcon Export

Das wachsame Auge des Falken späht einen schon aus dem Regal heraus an. Mit der goldenen Schrift auf dunkelblauem Grund wirkt das Bier edel und erhaben. Das Bild des Falken selbst dominiert das äußere der Dose, aber kann das Export mit seinen 5,2% Alkoholgehalt auch die Sinne des geneigten Biertrinkers beflügeln? Wir haben dieses schwedische Bier getrunken.

dav

Duft und Farbe
Ein Schwall würziger Duft strömt einem direkt aus der Dose entgegen, sobald man diese geöffnet hat. Herrlich frisch und intensiv fliegt der Falkenduft schonmal in die Nase. Das macht einen guten ersten Eindruck. Im Glas zeigt sich das Bier sehr klar und mit schöner goldgelber Farbe. Der Schaum ist cremig und feinporig, sodass man gerne reinbeißen möchte. Yummi!

Einstieg
Allein schon das Gefühl des Schaums auf den Lippen macht schon ein tolles Gefühl. Das Export knüpft dann beim ersten Schluck genau da an, wo vorher die Nase aufgehört hat: bei einem intensiven und würzigen Geschmack.

davKörper und Geschmack
Vom ersten Schluck an bildet das Bier einen intensiven und recht breiten Körper aus, der vor allem von würzigen Aromen dominiert wird. Im Verlauf des Genusses breiten sich mehr und mehr auch bittere Nuancen heraus und die Fülle des Körpers zieht sich zurück. Hinten raus wird der Falke dann fast ein bisschen zu bissig und das Bier wirkt nicht mehr besonders rund.

Abgang
Das Bier selbst verzieht sich recht unauffällig, hinterlässt aber nach einiger Zeit einen interessanten Nachgeschmack, der an sehr hefereiches Brot erinnert. Das ist wirklich mal eine Besonderheit!

Kohlensäure
Hier gibt es einen akuten Mangel! Mehr Sprudeligkeit würde diesem Bier definitiv gut tun. So muss man selber schon ordentlich nachhelfen, um den Geschmack des Bieres vollkommen entwickeln zu können.

Süffigkeit
Die Süffigkeit hält sich bei diesem Bier eher in Grenzen. Zu unrund ist der Gesamteindruck und zu bissig entwickelt sich der Geschmack.

edf

Fazit
Für Schweden wohl ein Klassiker, mehr aber auch nicht. Der Abgang mit seinem Nachgeschmack ist eine Erfahrung wert. Ansonsten macht die Dose von außen mehr her als der Inhalt.

 

zur Brauerei
Seit 1896 besteht die Tradition der Brauerei aus dem schwedischen Falkenberg, einer Stadt an der Westküste des Königreichs irgendwo zwischen Göteborg und Malmö. Der Falke gewinnt schnell die Herzen der Schweden und kann sich innerhalb eines Jahrhunderts kräftig ausbreiten. 1996 wird die Brauerei vom dänischen Bierriesen Carlsberg aufgekauft und ist heute seine stärkste schwedische Marke. Insgesamt werden 10 verschiedene Biertypen gebraut.

Schwarzbräu Exquisit

Bayerische Braukultur in reiner Form. So präsentiert sich das Exportbier „Exquisit“ aus dem Hause Schwarzbräu aus dem schwäbischen Zusmarshausen. Neben den Standardwerten von 5,4% Alkoholgehalt und 12,5°P Stammwürzegehalt, sticht beim Besuch der Homepage besonders der sogenannte Bier-Kompass ins Auge. Demnach ist dieses Vollbier ein wahrlich ausgeglichenes Getränk. Ob das stimmt? Wir haben es probiert!

SchwarzExquisit1

Duft und Farbe
Fruchtig, aber durchaus bereits mit herben Nuancen strömt der Duft des Exports aus der Flasche. Ins Glas ergießt sich sogleich ein fast ganz klares Bier, auf dem sich schließlich eine recht grobporige Krone bildet, die mit durchschnittlicher Haltbarkeit aufwartet.

Einstieg
Der erste Schluck ist sehr prägnant und durchaus würzig. Hier steckt richtig was dahinter und man leckt sich sofort die Lippen nach dem zweiten Schluck. Auch bei diesem wird der vollmundige Charakter des Bieres deutlich. Man hat wirklich das Gefühl, auch etwas im Mund zu haben. Das Bier ist sehr präsent!

Körper und Geschmack
Der Körper des Bieres nimmt sich enorm viel Platz und untermauert dies mit einem sehr würzigen und durchaus herben Geschmack, den man vor allem in den Backen wahrnehmen kann. Beim genaueren Hinschmecken, entdeckt man auch wieder die leicht fruchtigen Einschläge, die man schon mit der ersten Nase erschnüffelt hat. Im Verlauf wird das Bier zunehmend intensiver und bietet so auch noch beim achten und neunten Schluck ein spannend-prägnantes Geschmackserlebnis.

SchwarzExquisit3Abgang
Von Anfang bis Ende bietet das Schwarzbräu Exquisit eine runde Veranstaltung. Vor allem die hopfigen Endrücke gewinnen im Abgang nochmal an Präsenz. Das lässt dieses schwäbische Bier in guter Erinnerung erscheinen.

Kohlensäure
Hier wurde eher gespart, was dem Geschmackserlebnis jedoch in keiner Weise einen Abbruch tut. Mehr Sprudelei hätte bei diesem Bier, das nur so vor verschiedener Geschmacksaspekten strotzt, wohl eher geschadet als genützt.

Süffigkeit
Ein durchaus süffiger Vertreter seiner Zunft – auch begünstigt durch den geringen Kohlensäureanteil! Sicherlich wird sich der Geschmack auch noch mit der zweiten Flasche weiterentwickeln. Also: Her mit dem Kasten!

SchwarzExquisit2

Fazit
Starkes Bier mit würzigem Charakter, von dem man so schnell nicht genug kriegt. Auf den Punkt gebraut, sodass man die Qualität des Handwerks auch erschmecken kann. Das gefällt dem Bierkenner außerordentlich!

 

zur Brauerei
Kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Brauerei das erste Mal erwähnt als ausgezehrte schwedische Truppen der Legende nach die Gaststube verwüsteten und alle Fässer leer tranken. Der Fahnenträger, der Bierflaschen und Krüge der Brauerei ziert, geht hierauf zurück. Heute ist Schwarzbräu aktives Mitglied der Initiative „Die Freien Brauer“, einem Zusammenschluss unabhängiger Privatbrauereien.

Kirin Ichiban

Ein feuriger Drache ziert das Etikett dieses japanischen Bieres. Eines japanischen Bieres? Wirklich? Nun ja, die Rückseite der Flasche verrät sogleich, dass ihr Inhalt im bayerischen Freising im Haus Weihenstephan gebraut wurde. Aber das muss ja absolut nichts schlechtes sein! 5,0% bringt das Lagerbier auf der Alkoholwaage. Ob der bayerische Japaner auch schmeckt? Wir haben’s probiert!

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Duft und Farbe
Da kommt sogleich ein recht hopfiger Duft aus der Flasche, wenn man den Kronkorken lupft. Zwar nicht besonders fruchtig, aber dennoch mit einer breiten Facette an Geruchsnuancen gewinnt man nochmal einen letzten Schub an Probierlust. Im Glas zeigt sich das Vollbier glasklar und blass gelb. Kohlensäure ist zunächst nur wenig zu sehen. Der Schaum ist recht feinporig und von durchschnittlicher Beständigkeit.

Einstieg
Der erste Schluck ist direkt sehr intensiv und schlägt sich geschmacklich vor allem im Rachenbereich nieder. Hier kommt der Hopfen mit ganzer Macht zum Ausdruck. Intensiv und würzig wird man hier direkt angefüttert.

KirinIchiban2Körper und Geschmack
Insgesamt ist das Kirin Ichiban ein recht ausgewogenes Bier. Im Antrunk ist das Bier, wie oben beschrieben, recht stark. Mit weiteren Schlücken nimmt diese prägnante Art etwas ab, bleibt aber geschmacklich durchaus interessant. Dominant bleiben stets die Hopfenaromen. Es lohnt sich, das Bier im Mund etwas umherzuspülen, damit sich noch weitere Geschmacksteile entwickeln können.

Abgang
Im Abgang ist dieser japanische Vertreter weniger charakteristisch als im Antrunk. Durchschnitt reicht hier aber vollkommen aus. Immerhin besser, als wenn der Abgang den Wunsch auf ein zweites Bier komplett abwegig macht.

Kohlensäure
Hiervon bringt das Bier recht wenig mit. Aber auch wenig kann in diesem Fall genug sein. Schließlich kommt alles dahin, wo es hingehört.

Süffigkeit
Hier kommen viele positive Aspekte für das Bier zusammen. Der recht geringe Anteil an Kohlensäure, der durchschnittliche Abgang und der sich entwickelnde Charakter. Hier kann man gut noch eine zweite Flasche aufmachen!

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Fazit
Ein durchschnittliches Bier mit dem Glanz der großen, weiten Welt – zumindest solange, bis man weiß, dass diese Flasche in Bayern abgefüllt wurde. Das Bier schmeckt trotzdem ganz annehmbar.

 

zur Brauerei
Die Brauerei Kirin wurde 1885 von britischen und japanischen Unternehmern gegründet. Der Name Kirin, der sich von einem japanischen Fabelwesen ableitet, das auch die Flaschen ziert, erhielt die Brauerei im Jahr 1888. Heute ist die Brauerei eines der führenden Unternehmen Japans und an der Börse notiert. Neben dem japanischen Biermarkt, ist das Unternehmen durch zahlreiche Joint-Ventures heute auch in anderen Getränkesparten in Japan aktiv.

Clemens Spezial

Dieses Bier ist ein wahrer Dinosaurier. Seit 1897 wird es nach dem Originalrezept des Brauerei-Gründers Clemens Härle eingebraut. So rustikal und bodenständig wird es auch auf der Homepage der Brauerei beschrieben. Dort steht auch, dass dieser Gerstensaft mit seinen 5,4% Alkoholgehalt vor allem auch Frauen besonders gut schmecken würde. Was das heißt wissen wir nicht, aber ob es gut schmeckt, haben wir getestet!

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Duft und Farbe
Schnuppert man direkt nach dem Öffnen der Flasche am Bier, so kann man den aromatischen und rustikalen Charme des Bieres direkt in sich aufsaugen. Ähnlich lässt sich auch die Farbe im Glas beschreiben. Hier tritt das Bier, das als dunkelblond beschrieben wird, mit einem fast schon rötlichen Stich auf. Aber man fragt sich schon, warum das Bier so glasklar filtriert ist? Hätte ein naturtrübes Bier hier nicht besser gepasst?

Einstieg
Kräftig aromatisch schlägt das Bier direkt mit dem ersten Schluck auf. Intensiv bilden sich die Malzaromen auf Anhieb aus und sprechen den gesamten Mund an. Das alles jedoch auf eine sehr sympathischen Art und Weise, ohne den geneigten Trinker zu überrumpeln.CleSpezial3

Körper und Geschmack
Das Clemens Spezial hat einen kräftigen Körper, der mit kräftigen Malzaromen und würzigen Geschmacksaspekten aufwartet, die sich schon beim Einstieg klar in Stellung bringen. Es ist fast so, als würde man in ein würziges Brot beißen, das mit einer Spur süß verfeinert wurde. Die Geschmacksnuancen verdrehen einem nur so den Kopf und bilden sich immer weiter aus. Generell macht das Bier trotz seines aromatisch-rustikalen Auftritts einen milden und gemächlichen Eindruck.

Abgang
Ganz geschmeidig verabschiedet sich das Clemens Spezial und hinterlässt einen fast schon samtigen und würzigen Geschmack sowie den Wunsch nach mehr.

Kohlensäure
Nicht besonders spritzig, aber das ist bei diesem Bier auch nicht gefragt. Der Anteil der Kohlensäure passt definitiv zum Bier.

Süffigkeit
Dieses Bier ist wirklich grandios süffig! Herrlich, wie hier der relativ geringe Anteil an Kohlensäure und der würzige Geschmack ineinandergreifen.CleSpezial2

Fazit
Ein starkes Bier mit mächtiger Tradition. Die würzigen Aromen hauen einen um und die samtige Art machen das Clemens Spezial zu einem wahren Trinkgenuss. Ob das Bier besonders auch Frauen schmeckt, wissen wir noch immer nicht. Das zeigt wohl nur die Empirie im Gasthaus.

 

zur Brauerei
Die Geschichte der Brauerei geht in das Jahr 1897 zurück. Da gründete Clemens Härle, nachdem er selbst bei verschiedenen Brauereien gearbeitet hatte, seine eigene Wirk- und Braustätte. Bis heute wird im gleichen Gebäude gebraut, das 1896 erbaut wurde und auch heute noch wird die Brauerei von Nachkommen des guten Clemens geführt. Heute freilich mit deutlich mehr Sorten und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, wofür die Brauerei mehrfach ausgezeichnet wurde.

 

Wolfscraft Super Lager

Aus dem Hause Wolfscraft kommt auch ein Lagerbier. Ein Super Lager sogar. Ist das also das große Geheimnis von Super-man und den anderen Super-helden? Die 5,3% Alkoholgehalt lassen erstmal auf nichts super ungewöhnliches schließen. Aber es zählen ja die inneren Werte und nicht das äußere Etikett. Was das als „ausgewogen und fruchtig“ angepriesene Bier wirklich kann, haben wir getestet!

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Duft und Farbe
Herrlich fruchtig und aromatisch strömt der Duft aus der Flasche. Hier hält das Super-Lager schonmal, was das Etikett verspricht. Besonders auffallen sind die Litschi-Noten, die herausstechen. Die Farbe im Glas zeigt sich leicht eingetrübt, aber gleichmäßig. Das Bier ist hierbei sehr hell. Schaum bildet sich nur spärlich und verschwindet im Handumdrehen.

Einstieg
Sofort ist das Bier mit voller Geschmackspower da. Fruchtige Noten schlagen gleich an, ebenso ein breite aber feine Malznote. Allerdings merkt man dem Bier auch eine leichte Nuance an, die einen alkoholischen Geschmack durchscheinen lässt, was ungewöhnlich ist.

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Nach dem Paukenschlag zu Beginn wirkt der Körper auf den zweiten Schluck recht mager und fast schon wässrig. Einzelne alkoholische Noten schmecken immer wieder durch und fruchtige Noten verschaffen sich gar keinen rechten Platz. Geht man ganz tief in sich, dann kann man eine recht kräuterlastige Note entdecken, die entfernt an die alpenländische Kräuterlimonade erinnert.

Abgang
Ohne großes Tamtam und Rumtatatum verzieht sich das schmale Lager an andere Orte. Es bleibt der Hauch von einem Bier, das sonst nur recht wenige Eindrücke hinterlässt.

Kohlensäure
Einen kleinen Tacken mehr Kohlensäure hätte den Körper eventuell noch etwas aufgebläht. Im Großen und Ganzen kommt aber alles dahin, wo es hingehört.

Süffigkeit
Diesem Bier kann man keine besondere Süffigkeit andichten. Dafür ist es zu kantig und zu unangepasst.

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Fazit
Nicht gerade das, was man von einem Lager erwarten würde. So steht dieses Bier sicher in einem starken Kontrast zu anderen bayerischen Lagerbieren, aber das ist ja auch der Anspruch von Wolfscraft. Die alkoholischen Noten machen allerdings einiges kaputt…leider.

 

zur Brauerei
Eigentlich sollte gerade in Bayern alles immer seinen gewohnten Gang gehen. Doch diese Brauerei hat sich auf die Fahne geschrieben, anders zu sein.  Seit 2016 schleicht Wolfscraft auf den Fährten der traditionellen Braukunst umher und braut mit Bio-Zutaten handwerkliche Biere. Neben dem beachtlichen Bierangebot unterstützt die Brauerei aus Freising Projekte zum Wolfsschutz.

Irseer Kloster-Urtrunk

Fast drei Monate wird der Urtrunk weggesperrt, bevor man ihn verkosten darf. So preist es direkt die Homepage der Brauerei an! Und gewaltig kommt er auch daher mit seinen 12,5 °P und stolzen 5,6% Alkoholgehalt. Dem Herr auf der Flasche scheint es jedenfalls zu schmecken. Und auch wir konnten uns diesem Exportbier nicht entziehen und haben es mal probieren müssen.

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Duft und Farbe
Kräftig und würzig entströmt der Duft des Irseer Kloster-Urtrunks dem gerade gelupften Kronkorken. Das regt direkt die Geschmackssinne an. Ein traumhafter Start! Im Glas zeigt sich das Bier nahezu klar. Einige Kohlensäurebläschen zeigen an, dass hier einiger Wumms das Bier schon an seinen richtigen Platz bringen wird. Der Schaum bildet sich etwas zaghaft und hat leider -wie bei so vielen Bieren- nur eine mäßige Halbwertszeit.

IrseerKlostertrunk3Einstieg
Etwas sauer kommt dieses Bier beim ersten Schluck im Rachen an. Direkt im Anschluss entfalten sich sehr fruchtige Noten, die an ein IPA erinnern. Der zweite Schluck ist im Antrunk bereits etwas milder, jedoch bleibt zunächst das Gefühl, dass eine leicht saure Note vorhanden ist. Allgemein zeigt sich das Bier jedoch sehr wohlwollend und passt sich mit seinem Körper gut ein.

Körper und Geschmack
Nach der ersten kurzen Irritation durch die sauere Note am Anfang, präsentiert sich der Urtrunk aus dem Allgäu als angenehm würziges Bier mit rundem Körper und viel Charakter. Die feinen Malzaromen machen dieses Exportbier zu einem geselligen Begleiter zur Bekämpfung des Durstes. Mit jedem neuen Schluck glaubt man neue Nuancen im Geschmack zu erkennen und schon recht bald hat man den ersten Schluck ganz vergessen.

Abgang
Zunehmend locker fließt das Irseer Bier den Rachen hinunter. Dabei schlagen vor allem würzige Aromen durch, die fast an einen kleinen Gewürzladen erinnern.

Kohlensäure
Wie anfangs schon vermutet, reicht die zugesetzte Menge Kohlensäure locker aus, um dem Urtrunk den nötigen Drive zu geben, um in jede Ecke des Mundes zu gelangen. Das Lob geht an den Baumeister!

Süffigkeit
Nach der Irritation des ersten Schluckes ist man selbst etwas überrascht, wenn einem nach dem Ende der ersten Flasche schon nach dem zweiten dürstet. Dieses Bier ist durchaus für längere Abende geeignet.

IrseerKlostertrunk1

Fazit
Dieser Kloster-Urtrunk aus dem Allgäu schmückt sich nicht mit falschen Lorbeeren. Als „urbelassen“ und „urwürzig“ wurde er angepriesen und so tritt er auch in Erscheinung. Ein feines Exportbier, bei dem man sich vom ersten Schluck keineswegs den Geschmack verderben lassen sollte.

 

zur Brauerei
Die Geschichte des Klosters reicht bis in das Jahr 1182 zurück. Etwas später kam dann auch die erste Braustätte hinzu. Mit der Auflösung des Klosters 1803 ging allerdings auch die Brautradition verloren. Erst in den 1970er Jahren kam die Idee auf, sich wieder auf die Ursprünge des Klosters zu besinnen und das Bierbrauen wieder aufzunehmen. Resultat ist ein Braubetrieb, der traditionell arbeitet und seinen Bieren die Zeit gibt, die sie zum Reifen brauchen. So entstehen Allgäuer Spezialitäten!

Union Nefiltrirano

Was fällt bei diesem Bier sofort ins Auge? Nichts! Denn die Flasche und somit auch das Bier ist erstmal gar nicht zu sehen. Schließlich ist es durch eine Papierhülle umwickelt unter der sich erstaunlicherweise kein Etikett verbirgt. Nun denn. Es soll ja nicht ums Äußere gehen, sondern um die inneren Werte dieses slowenischen Bieres. Die 4,9% Alkoholgehalt stehen zumindest für ein solides Lagerbier. Alles andere zeigt unsere genauere Betrachtung!

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Farbe
Hellgelb und trüb ergießt sich dieses ungefilterte slowenische Bier ins Glas. Da wir es vorher, wie auf der Verpackung gezeigt, mehrfach hin und her gewendet haben, erwarteten wir eigentlich eine explosive Überraschung. Diese blieb beim Öffnen der Flasche jedoch aus. Dennoch ergab sich ein angenehmer Schaum, der jedoch ein kleines wenig grobporig wirkte. Der Duft ist dabei leicht fruchtig, aber wirklich auch nur ein Nötchen.

UnionNefiltriano3Einstieg
Schnell ergießt sich das Bier im ganzen Mund. Der erste Effekt ist trotzdem ein wenig enttäuschend. Wirklich aromastark tritt dieser slowenische Vertreter auf Anhieb nicht in Erscheinung. Fruchtige Noten bleiben aus und das Bier wirkt insgesamt sehr schaumig, da sich auch im Mund viele kleinen Kohlensäurebläschen bilden.

Körper und Geschmack
Der Körper wirkt sehr leicht, so wie ein echtes Sommerbier. Der wirkliche Knaller bleibt jedoch auch nach dem mäßigen Einstieg leider aus. Weitere Geschmacksnuancen bilden sich nur höchst zögerlich heraus, wobei man jedoch hinten am Gaumen ein wenig mehr Bittere erahnen kann. Im Großen und Ganzen ein Bier, das ohne wirkliche Ecken und Kanten daherkommt – was wir diesmal nicht unbedingt im Positiven verstehen.

Abgang
Hier zeigt sich dann doch noch etwas mehr, dass es sich um ein echtes Bier handelt. Der Nachgeschmack wird von herben Aromen dominiert und bildet somit einen versöhnlichen Abschluss.

Kohlensäure
Da steckt mehr drin, als man am Anfang vermutet. Eine Spur weniger Kohlensäure würde das Trinkerlebnis eventuell noch ein wenig besser gestalten. Der Laie hilft sich selbst und lässt das Bier einfach ein wenig offenstehen.

Süffigkeit
Geht rein wie nix. Dieses Bier trinkt sich dermaßen leicht, dass man schon den Nachgeschmack bemühen muss, um sich an das gerade erst getrunkene Bier zu erinnern. Oder man lässt als Erinnerung einfach die Flasche auf dem Tisch oder einen Schluck im Glas.

UnionNefiltriano1

Fazit
Ein leichtes Bier, das einfach zu trinken und zu vergessen ist. Besonders dürfte es für heiße Sommertage und Bierneulinge interessant sein. Echte Genießer suchen sich aber vielleicht dann doch eher etwas anderes. Zumindest manchmal.

zur Brauerei
Die Geschichte dieser Brauerei aus der slowenischen Hauptstadt Ljubljana reicht bis in das Jahr 1864 zurück und firmiert seit 1909 unter dem Namen Union. Während der sozialistischen Herrschaft wurde die Brauerei verstaatlicht und erlangte erst nach dem Fall des Eisernen Vorhangs wieder Selbstständigkeit. Heute gehört die Brauerei zur Heineken Gruppe – welch tragisches Ende.