Finne Pale Ale

Von der Brauerei wird das Pale Ale als ein Bier bezeichnet, das gegen den Strom schwimmt. Dafür steht sinnbildlich auch der Kran, der den Münsteraner Hafen symbolisieren soll. Im Bier steckt auch einiges gutes drin – und alles ist bio. Insgesamt tummeln sich vier verschiedene Hopfensorten und nochmals vier verschiedene Malzsorten im Pale Ale. Fertig gebraut bringt es das Bier so auf 68 IBU-Bittereinheiten und 6,1% Alkoholgehalt. Wendet man seinen Blick abschließend nochmal auf das liebevoll gestaltete Etikett, dann erblickt man sogar die Schwäne des Münsteraner Aasees. Ein Bier, das viel auf seine Heimatstadt hält. Und der Inhalt der Flasche? Lest dafür hier weiter!

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Duft und Farbe
Eine wahre Fruchtexplosion schlägt einem olfaktorisch entgegen, sobald sich der Kronkorken von der Flasche löst. Es ist wirklich so, als würde man eine Flasche Tropicana öffnen, aber ein vergewissender Blick auf die Flasche bestätigt: es ist ein Pale Ale. Im Glas zeigt sich das Bier leicht trüb und von etwas rötlich angehauchter Farbe. Der Schaum hat eine annehmbare Konsistenz und eine recht gute Haltbarkeit.

Einstieg
Nimmt man den ersten Schluck, legt das Finne Pale Ale gleich auch ordentlich los und entfaltet seinen klarkantigen Geschmack.

Körper und Geschmack
Der Geschmack hält im Vergleich zum Körper eine ziemliche Überraschung bereit. Denn das Pale Ale wirkt lange nicht so fruchtig, wie es im ersten Moment schien. Viel mehr dominieren herbe Aromen die Szenerie. Der Geschmack setzt vor allem im hinteren Mund an und geht ordentlich in die Breite. Das bringt einen gleich auch schon zu Frage des Körpers. Das Bier hat einen recht dominanten Körper, der gerade mit den sich zügig entwickelnden herben Noten an Breite gewinnt. Interessante, wenn auch unverhoffte Entwicklung.

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Abgang
Die herben Noten dominieren auch den Abgang. Hier kommen diese starken Anklänge nochmal so richtig zur Geltung und lassen einen noch lange an das Bier denken.

Kohlensäure
Die Kohlensäure reicht allemal aus, um einen soliden Schaum zu produzieren. Beim Trinken dürfte es durchaus eine Prise mehr sein, aber vielleicht macht dies so auch gerade den Charakter des Pale Ales aus.

Süffigkeit
Die herben Aromen verhindern eine Bestnote im Bereich Süffigkeit, aber gerade an warmen Sommertagen kann man sich schon mehrere Fläschchen hiervon vorstellen.

Fazit
Ein sehr prägnantes Bier mit sehr eigenem Charakter, dem man besonders den Hopfen sehr anmerkt. Ein Pale Ale, dem man locker abnimmt, wirklich handwerklich hergestellt worden zu sein.

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zur Brauerei
Diese Brauerei, die sich selbst das Label „Craft Beer“ aufdrückt, stammt aus dem Kreuzviertel der westfälischen Fahrradmetropole Münster. Alle Biere werden nach Bio-Standard gebraut und die Auswahl kann sich sehen lassen: Helles, Weizen, Pils, Pale Ales und auch einige fruchtige Experimente. Der Name stammt übrigens aus der Münsteraner Lokalsprache „Masematte“ und bedeutet schlicht und ergreifend ‚Flasche‘. Diese werden in der Brauerei auch fleißig gefüllt!

Atlantik-Ale

Frisch von der Küste packt dieses Ale gleich alles auf den Tisch. Aus der Hansestadt Stralsund zaubert die Störtebeker Braumanufaktur ein Bier hervor, das seinen Namen vom großen Teich, dem Atlantik, erhalten hat. Doch dieses Bier ist nicht nur mit einem großen Namen bedacht. Vier verschiedene Malze, darunter auch Weizenmalz, sowie vier Hopfensorten sollen für ein ausgetüfteltes Geschmackserlebnis sorgen. Bei einem Stammwürzegehalt von 11,4°P kommt das Atlantik-Ale gerade noch mal so um das Prädikat „Schankbier“ drumherum und darf sich noch „Vollbier“ schimpfen. Dabei wird ein Alkoholgehalt von 5,1% erreicht – gar nicht mal so wenig. Ob sich all diese Werte auch im Geschmack widerspiegeln, das haben wir für euch getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und erhaben strömt der Duft des Ales aus der Flasche. Man hat das Gefühl, dass der Duft des Bieres so intensiv ist, dass die Vollmundigkeit schon so richtig in der Luft liegt. Gleichzeitig wirkt das Bier geruchlich gesehen dennoch leicht und weckt Assoziationen zu sanft blühenden Blumenwiesen. Im Glas präsentiert sich das Atlantik-Ale als schwachgelb mit minimaler Eintrübung. Die Brauerei beschreibt das als strohgelb. Der Schaum ist grob, aber den muss man sich eh nicht lange ansehen.

Einstieg
Der erste Schluck überrascht – und das gleichzeitig auf viele Arten und Weisen. Er ist ganz anders als erwartet und dennoch überraschend gut.

Körper und Geschmack
Zunächst wirkt das Bier sehr weit hinten im Mund und bildet kaum fruchtige Noten aus. Hier gibt es zunächst einen krassen Bruch zum Duft, den man vorher wahrgenommen hat. Auch im weiteren Verlauf wollen sich so richtig fruchtige Noten nur sehr zaghaft, quasi auf Nachfrage, einstellen. Das Bier wirkt recht herb und dieser Eindruck verstärkt sich zusehends. Bemerkenswert ist auch, wie sanft sich das Bier im Mund anfühlt. Wirklich cremig, was bei Bieren tatsächlich selten ist. Dabei punktet das Ale massiv in Sachen Vollmundigkeit. Hier kann ihm so schnell keiner was vormachen.

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Abgang
Hinten raus dominieren vor allem herbe Noten, die das Bild jedoch nicht stören, sondern einen runden Abschluss bieten. Und sogar das Bäuerchen macht Freude (hier wirkt das Bier dann sogar fruchtiger als beim Trinken selbst 😉 ).

Kohlensäure
Beim Ale muss man diese Kategorie wohl etwas vernachlässigen. Fakt ist, dass die Kohlensäure, die vorhanden ist, das tut, was sie tun soll.

Süffigkeit
Nicht das süffigste Bier, das je erfunden wurde, aber ein solider Vertreter seiner Art. Teilweise wirkt es so, als sei das Bier etwas schwerfällig beim Trinken, was die Süffigkeit hemmt.

Fazit
Ein spannendes Ale mit vielen Facetten, das sowohl Nase, Mund und Auge etwas bietet. Da sehnt man sich an Deck eines alten Atlantik-Liners, wo nach getaner Arbeit dann verdient die ein oder andere Flasche Ale geöffnet wurde….hach!

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zur Brauerei
Die Störtebeker Braumanufaktur geht auf die Stralsunder Vereinsbrauerei und ihre lange Geschichte zurück, die alles in allem bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Der direkte Vorgängerbetrieb wurde 1827 gegründet, vergrößerte sich stetig, wurde aber schließlich in der ehemaligen DDR zu einem volkseigenen Betrieb umgebaut. Nach der Wende stand die Produktion zunächst noch still, lief aber schließlich 1997 wieder an. Seit 2012 ist der aktuelle Name gebräuchlich. Heute gibt es eine große Vielfalt an Bieren, die unter verschiedenen Markennamen vertrieben werden.

14er Maroon Bells Guava

Dieses Bier kommt aus Colorado und ist verdammt stolz darauf. Dass in diesem amerikanischen Bundesstaat, der an sich schon sehr hoch gelegen ist, die Berge dominieren, sieht man dem Bier dezent an. Überall sind Berge abgebildet und der Hashtag der Brauerei lautet #howweclimb. Als wäre das nicht schon alles aufregend genug, ist der Strichcode in Form des US-amerikanischen Star-Spangled Banner abgebildet und der Alkoholgehalt wird mit 5,25% auf die zweite Nachkommastelle angegeben. Und noch etwas ganz besonderes: Dieses Bier ist mit frischem Guaven-Püree gebraut, was eine besondere Fruchtigkeit und Frische verleihen soll. Wie sehr es uns erfrischt habt, erfahrt ihr in dieser Rezension!

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Duft und Farbe
Der Duft, der der Dose entweicht, ist zunächst gar nicht so sehr fruchtig, wie man sich das nach den einführenden Worten zum Püree hätte denken können. Dennoch wirkt das Bier auf Anhieb sehr frisch und man hat mächtig Lust gleich loszulegen. Im Glas zeigt sich das Bier leicht eingetrübt mit einer mattgelben Farbe. Der Schaum ist mittelporig und von annehmbarer Haltbarkeit.

Einstieg
Hier kommt die Guave schon ein bisschen mehr heraus. Von Anfang an ist das Bier sehr präsent und bringt seine Aromen zur Geltung.

Körper und Geschmack
Der Geschmack ist höchst markant. Auf der einen Seite nicht wirklich fruchtig-süß, sondern eher auf eine absurde Art erfrischend bitter. Das scheint wohl das Guaven-Püree zu bewirken, das sich hier in gekonnter Weise durchsetzt. Der Geschmack spielt sich vor allem in der oberen Mundhälfte ab, wo sich auch der Geschmacksbogen entwickelt, der auch noch dann nicht abreißt, wenn das Bier schon lange der Schwerkraft nachgegeben hat.

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Abgang
Bis zur letzten Sekunde entwickeln sich immer neue Anklänge dieses Bergbieres. Zum Schluss scheinen die meisten bitteren Noten verschwunden und ein diffuser leicht süßlicher Geschmack lässt einen schon vom nächsten Schluck träumen.

Kohlensäure
Zwar kommt nicht übermäßig viel Kohlensäure zum Einsatz, aber dennoch ist das Bier bestens mit Blubberblasen versorgt. Oder sagen wir mal so: es ist nicht sprudelig aber dem Biere durchaus angemessen.

Süffigkeit
Man hat das Gefühl, dass das Püree dem Bier ein wenig seine Leichtigkeit nimmt und es dadurch nicht ganz so einfach durch den Rachen schwingt. Das gibt leider kleine Abzüge bei der Süffigkeit.

Fazit
Zwar darf man dieses Bier bei Strafe nicht in einem Satz mit dem deutschen Reinheitsgebot nennen, dennoch ist es eine Bereicherung für die Bierwelt und gerade für den amerikanischen Markt, auf dem man ja fast alles ausprobieren darf.

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zur Brauerei
Die 14er Brewing Company ist das Baby von Andrew Kaczmarek und Nato Francescato. Zusammen haben die beiden schon so einiges in der Bierbranche angestellt. Sie arbeiteten schon in Brauereien, als sie selber noch keinen Alkohol trinken durften und führten gemeinsam eine Hopfenfarm. Mit der eigenen Brauerei verwirklichen sie sich nun ihren Traum. Neben abgefahrenen Biersorten legen sie großen Wert auf Nachhaltigkeit und so geht pro verkaufter Dose eine Spende an eine Naturschutzorganisation. Da macht das Bier gleich doppelt Spaß!

LAKOTA American Pale Ale

Bei BrewBoard geht es nie nur um das Bier, sondern es ist immer ein Gesamtkonzept, dass sich darbietet. Beim LAKOTA ist das nicht anders. Die Dose ist geziert von einem Indianer-Häuptling, wahrscheinlich einem Lakota selbst, der mit einem Adler posiert. Die Lakota sind die westlichste Gruppe der Sioux-Indianer in Nordamerika. Gemeinsam mit den Dakota-Stämmen und einigen anderen leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die vorrückenden Amerikaner, die die Indianer in Reservate sperren wollten. Das LAKOTA von BrewBoard spielt auf den freien Geist der Indianer an. Hierfür werden vier Malze und vier Hopfen herangezogen, die alle ihre besten Eigenschaften einbringen sollen. Heraus kommen 5,1% Alkoholgehalt und 39 IBU-Bittereinheiten. Ob das Bier eines Häuptlings würdig ist oder an der Marterpfahl gehört? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und prickelnd strömt es einem nur so aus der Öffnung entgegen. Man könnte fast denken, dass man sich im Regal vergriffen und an eine Dose gelangt sei, aber weit gefehlt. Entlässt man das Bier ins Glas, steigt zwar die Gewissheit, dass man es tatsächlich mit einem Hopfenprodukt zu tun hat, jedoch überrascht auch die intensive und recht dunkle Farbe des Bieres, das ganz minimal eingetrübt scheint. Der Schaum ist nicht ganz feinporig, aber relativ haltbar.

Einstieg
Setzt man das Bier ein erstes Mal an, dann ist man zunächst von der Textur erstaunt. Sie lässt das Bier fast schon etwas dickflüssig wirken. Ansonsten ist das Bier von Anfang an – vielleicht auch gerade wegen dieser Textur, sehr präsent.

Körper und Geschmack
Dieses Bier braucht weder An- noch Vorlauf, um sich in ganzer Fülle zu präsentieren. Dabei orientiert es sich immer an der Gratscheide zwischen fruchtig und bitter. Nach jedem Schluck bahnen sich zunächst fruchtige und süße Aromen ihren Weg. Diese sind vor allem im Bereich Beerenobst und tropische Früchte zu verorten. Bald darauf setzen sich aber schon herbe Noten durch, die dem Bier eine markante und sehr bittere Art geben, die sich aus dem Geschmack zum Abgang hin fortsetzt. Auch hier macht sich die besondere Textur bemerkbar, die dem Bier im Mund genug Zeit gibt, das volle Aroma zuu entfalten.

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Abgang
Wie bereits angesprochen, wird der Abgang von bitteren Aromen dominiert, die die fruchtigen Noten ablösen. Am Hopfen wurde hier definitiv nicht gespart und dass Pilsner eine der Sorten ist, unterstreicht nochmals den grundsätzlich herben Charakter dieses britischen Bieres.

Kohlensäure
Zwar ist von der Kohlensäure nicht so unglaublich viel zu merken, aber sie würde auch etwas im Kontrast zur Textur stehen oder noch schlimmer: den Effekt der Textur aufheben. Von daher ist so wie es ist alles gut.

Süffigkeit
Hier handelt es sich doch eher um ein schwereres Bier, von dem man sich nicht so schnell mehrere zuführt.

Fazit
Das LAKOTA ist ein schönes Beispiel dafür, dass tüchtige Brauer nicht nur mit den Aromen, sondern auch mit den Texturen der Biere spielen können. Dieses Bier ist geschmacklich super und bietet auch sonst viel zu entdecken.

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zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.

RIPCHORD Session Pale Ale

Schon beim Anblick der Dose stellt sich die Erwartung ein, dass hier ordentlich Musik drin ist: eine wilde und futuristische Abbildung mit Base und Gitarre geben dem Bier aus Camebridge ein rockiges Image. Für den Geschmack sorgen vier verschiedene Malz- und fünf verschiedene Hopfensorten. Insgesam bringt es das Bier auf 4,3% Alkoholgehalt und verspricht laut Homepage 41 (IBU-)Bittereinheiten. Der Name des Bieres könnte – gerade auch aufgrund des musikalischen Auftritts – als Hommage an die ehemalige britische Rockband gleichen Namens aus Wolverhampton verstanden werden. Ob das Bier auch rockt? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Der umwerfende Duft lässt einen schon fast aus den Latschen kippen. Das Bier verzaubert durch sehr fruchtige Noten und eine starke Note von Pfefferminze bis Mandarine. Traumhaft! Im Glas überzeugt das Ripchord mit seiner intensiv gelb-orangenen Farbe und der gleichmäßigen Eintrübung. Der Schaum wirkt recht fein, ist aber eher in homöopathischen Dosen vorhanden und nicht mit der längsten Lebensdauert gesegnet.

Einstieg
Ab dem ersten Moment ist das Session Pale Ale sehr präsent und spendiert einen Haufen Geschmack. Hierbei wirkt es deutlich markanter, als es der süße Duft hätte vermuten lassen. Es wird gleich der gesamte Mund angesprochen.

Körper und Geschmack
Insgesamt wartet das Bier mit einer Fülle von Geschmacksanteilen auf. Es finden sich sowohl die fruchtigen Aromen wieder, die sofort mit dem Duft bemerkt wurden, als herb anmutende Anteile. Insgesamt ist das Bier in seinem Geschmack sehr ausgewogen und mit jedem neuen Schluck wird der Bogen, der von den verschiedenen Aromen gespannt wird, neu vermessen und abgeschritten. Das Bier hat zudem eine sehr weiche und fast schon cremige Struktur, die einfach Spaß macht.

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Abgang
Gerade zum Ende hin setzen sich eher herbe Noten durch, die einen markanten Abschluss für das Session Pale Ale darstellen. Hier kommen die fünf verschiedenen Hopfen, die offenbar mit größter Sorgfalt ausgesucht wurden, voll zur Geltung.

Kohlensäure
Was den Schaum angeht, so könnte man an dieser Stelle nach einer Erhöhung der CO²-Dosis schreien. Allerdings zeigt die cremige Struktur, dass offenbar schon genug Kohlensäure vorhanden ist. Sie wirkt nur an einer anderen Stelle 😉

Süffigkeit
Durchaus ein süffiger Tropfen, bei dem nach einiger Zeit jedoch die süßlichen Anklänge zu dominant erscheinen könnten.

Fazit
Das Ripchord Session Pale Ale ist ein richtiger Knaller! Fruchtig und dennoch markant herb. Schaumarm und trotzdem cremig. Die Gegensätze machen das Bier zu dem, was es ist: ein sehr gelungener Vertreter seiner Art und eine große Bereicherung für die Bierwelt!

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zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.

Bishops Finger

Nach eigenen Angaben aus der ältesten Brauerei Britanniens stammend, wartet das Bishops Finger mit 5,4% Alkohol auf. Interessant ist in jedem Fall das Etikett dieses Ales, das neben einem stilisierten Bischofsstab und einem Wegweiser auf der Vorderseite auch eine genaue Geschmacksbeschreibung auf der Rückseite enthält. Ob die dort genannten Eigenschaften wirklich auch so zutreffen, haben wir getestet.

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Duft und Farbe
Wow! Dieser Duft lässt das Herz von Bierliebhabern höher schlagen. Herrlich malzig und intensiv duftet es unter dem gelupften Kronkorken hervor. Das Bier ist recht dunkel, aber weitestgehend klar. Die Farbe erinnert am ehesten an sehr dunklen Bernstein. Der Schaum ist feinporig, jedoch von magerem Ausmaß und von spärlicher Ausdauer.

Einstieg
Der erste Schluck birgt einen ganzen Batzen an Geschmack, der den Mund im Sturm erobert. Kräftige Aromen lassen sofort ein prägnantes Bild des Bieres entstehen. Weiter hinten bilden sich auch von Anfang an bitterere Noten, die von einem gewissen Hopfenanteil zeugen.

BishFinger1Körper und Geschmack
Zwar ist der Körper dieses Bieres recht kräftig, jedoch keinesfalls mit der Fülle eines herkömmlichen Dunkelbieres vergleichbar. Das starke Auftreten dieses Ales, das auf der Flasche als „Strong Ale“ angepriesen wird, manifestiert sich im markanten Geschmack und weniger im Alkoholgehalt. Die starken Malznoten dominieren dieses Bier. Starke Röstaromen erinnern phasenweise auch ein klein wenig an Kaffee. Dies sind wohl auch die bitteren Nuancen, die man weiter hinten am Gaumen erkennt.

Abgang
Die malzigen und röstigen Aromen dominieren den Abgang und den Nachgeschmack. Ungewöhnlich ist in dieser Kombination der geradezu flotte Abgang dieses Ales die Kehle hinunter. Es bleibt eine bittere Note – bis zum nächsten Schluck.

Kohlensäure
Die Kohlensäure tritt nicht prominent in Erscheinung. Das gilt zumindest für Glas und Flasche. Im Mund kommt das Ale dann doch etwas spritziger daher. Dieses Gefühl entwickelt sich direkt von der Lippe weg. Ein fast schon aufregendes Gefühl!

Süffigkeit
Für ein Ale dieser Körperfülle kommt das Bishops Finger ziemlich locker daher. Die dezente Kohlensäure leistet ihr übriges und so wirkt dieses Bier deutlich süffiger als anfangs erwartet.

BishFinger3Fazit
Dieses Ale ist wirklich eine Bereicherung für die Biervielfalt. Die Kombination aus einem markanten Geschmack, einer guten Süffigkeit und einem überraschend schlanken Körper machen das Bishops Finger zu einer wirklich interessanten Biervariation.

 

zur Brauerei
Seit 1698 wird bei Shepherd Neame Bier gebraut – und somit betitelt sich diese Brauerei aus dem Südosten Englands als älteste Brauerei Britanniens. Spezialisiert hat man sich auf die Produktion verschiedener Ales, für die der gesamte britische Raum schließlich bekannt ist. Heute bieten die Braumeister aus der Grafschaft Kent eine Vielzahl von Ale- und Lagerbieren an. Großer Wert wird hierbei auch auf die aufwendige und hochwertige Gestaltung der Etikette gelegt.

 

Stone Cali-Belgique IPA

Seinen Bruder haben wir schon verkostet. Doch was unterscheidet das IPA Cali-Belgique aus dem Teufelshaus vom normalen IPA? Ist es der belgische Twist, der auf der Dose angepriesen wird? Die harten Fakten sind erstmal gleich. 6,9% Alkoholgehalt schlagen zu Buche. Der Rest muss sich im Mund bewähren. Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Intensiv und fruchtig ergießt sich das leicht trübe IPA ins passende Bierglas. Die Duftnote erinnert an reife Mangos. Man möchte zugleich losschlürfen! Der Schaum macht noch mehr Appetit. Nicht nur, dass er sich in ausreichender Menge bildet, nein, auch die Konsistenz überzeugt sofort. So beginnt der Genuss schon vor dem ersten Schluck.

Einstieg
Vollmundig breitet sich das Bier direkt mit dem ersten Schluck im Munde aus. Hierbei überwiegen allerdings nicht die mit der ersten Nase wahrgenommenen Mangoaromen, sondern vermehrt herbe Stoffe. Ein feiner Kontrast, den das Bier von Anfang an herausstellt. Im ersten Moment werden besonders die Geschmacksräume im unteren Mundbereich angesprochen. Ein guter Start.

Körper und Geschmack
Nachdem sich der Körper in seiner ganzen Massigkeit schon beim ersten Schluck eingenistet hat, schlagen nun mehr und mehr auch die restlichen Aromen durch. Es lohnt sich, das Bier im gesamten Mund zirkulieren zu lassen, damit alle Geschmacksbereiche stimuliert werden. So kommen auch die fruchtigeren Momente zum Vorschein, wobei jedoch stets die herben Aromen dominieren. Etwas negativ fällt eine Dezente Alkoholnote auf, die am ehesten in dieser Form beim russischen Baltika bemerkt wurde.Stone_Cali3

Abgang
Gerade auch im Abgang zeigt sich die große Diskrepanz zwischen dem fruchtigen Duft und dem herben Geschmack. Ist das Bier erst einmal aus dem Mund verschwunden, dann weiß man sehr genau, dass man gerade keinen Saft, sondern ein starkes Brauereierzeugnis genossen hat.

Kohlensäure
Hier ist noch etwas Luft nach oben. Etwas mehr Schuss könnte dieses IPA schon vertragen. Die Minimalanforderungen sind aber allemal erfüllt. Und sollte das Ziel des Kohlensäureportionierers darin bestanden haben, einen perfekten Schaum zu produzieren, dann ziehen wir unseren Hut. Chapeau!

Süffigkeit
Ein Genießer Bier, das auch so getrunken werden will. Nichts zum Stürzen, nichts für einen ganzen Kasten.

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Fazit
Was jetzt den großen Sprung im Vergleich zum Standard IPA aus der gleichen Brauerei macht, wissen wir noch immer nicht. Trotzdem ein gelungenes Bier, das Sommerwütige mit Früchten und Eiswürfeln auch gut zu einem Bier-Cocktail verhunzen könnten.

 

zur Brauerei
Die Geschichte von Arrogant Brewing reicht in das Jahr 1995 zurück. Beim Herumexperementieren mit einem Bierrezept wurde per Zufall eine neue Kreation erschaffen, welche die beiden Brauer dermaßen faszinierte, dass sie ihre Entdeckung der Welt nicht weiter vorenthalten wollten. Zwei Jahre später ging Arrogant Brewing schließlich auf den Markt heraus und bietet heute eine große Anzahl verschiedener Biervariationen an – darunter auch viele saisonale Spezialitäten.

 

Stone IPA

Ein IPA aus der Dose? Kein Problem für den Teufel, der sich im Cover an einem ordentlichen Bierkrug vergnügt. Als „kultiges Bier nach Westküstenart“ wird dieses Bier vor allem Hopfenfanatikern ans Herz gelegt. Kein Wunder also, dass wir uns dieses teuflische Bräuerzeugnis mit seinen 6,9% Alkoholgehalt genauer angeschaut haben. Sogar der passende Hashtag wird mit #stoneipa von Brauerei aus geliefert. Hilft das beim Geschmack? Wir haben gekostet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und mild fällt erstmal die Geruchsnote des IPAs auf. Eine leicht bittere Note lässt hierbei jedoch auch sofort erahnen, dass es sich keinesfalls um einen (Frucht-)Saft handelt, sondern -um in dieser Terminologie zu bleiben- um einen exquisiten Hopfensaft! Das Bier an sich ist minimal eingetrübt, was eine entfernte Assoziation zu einem Weizenbier erlaubt. Der Schaum sieht konsistent aus und bildet sich in ausreichender Menge als Krone.

Einstieg
Der Einstieg ist kräftig und das IPA liegt von Anfang an recht schwer in der Mundhöhle. Die fruchtigen Noten, die beim Duft dominiert haben, wandeln sich hier sofort in einen stark herben Geschmack. Der Schaum hält dabei, was die Optik versprochen hat. Interessant ist auch der Fakt, dass sich dieses Bier nicht schnell trinken lässt, was wohl den schweren und bitteren Aromen zuzuschreiben ist.

Stone_IPA3Körper und Geschmack
Ein prachtvoller Körper mit einem knackig-herben Geschmack. Schon beeindruckend, wie sich Duft und Geschmack dann doch unterscheiden können. Bei allen Unterschieden korrespondieren die beiden jedoch ausgezeichnet. Die fruchtigen Noten bleiben der Nase weiterhin erhalten, während sich die stark-bitteren Hopfenaromen im Mund austoben. Mit der Zeit gewöhnen sich die Geschmacksnerven freilich an die Bitterkeit dieses Bieres, sodass es zunehmend milder erscheint. Ein wirklich fruchtiger Durchbruch, wie bei anderen IPAs, bleibt jedoch aus.

Abgang
Auch im Abgang bleibt der schwere Charakter des Bieres bestehen und dominant. Es erreicht mit seiner behäbigen Art jeden Winkel des Mundes und entfaltet seinen starken Geschmack. Von diesem Bier hat man auch nach dem Trinken noch etwas.

Kohlensäure
Das Stone IPA zeichnet sich über nur recht wenig Kohlensäure aus. Eine beißendere Menge stünde auch in einem Widerspruch zum schweren und behäbigen Geschmack und Körper. Da haben sich die Braumeister was dabei gedacht!

Süffigkeit
Nicht direkt süffig, sondern eher etwas für Biergenießer. Gut vorstellbar für die Übergangszeiten im Frühjahr und Herbst, wo man nicht direkt zum Schwarzbier greifen möchte, aber dennoch Lust auf ein voluminöseres Bier hat.

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Fazit
Starkes IPA, das sich so gar nicht in eine Form pressen lassen möchte. Der starke Geschmack beeindruckt – vor allem in dem krassen Kontrast zum Duft des Bieres. Wirklich ein Bier für Genießer, die sich mal einen Moment Zeit nehmen und zur Ruhe kommen wollen.

zur Brauerei
Die Geschichte von Arrogant Brewing reicht in das Jahr 1995 zurück. Beim Herumexperimentieren mit einem Bierrezept wurde per Zufall eine neue Kreation erschaffen, welche die beiden Brauer dermaßen faszinierte, dass sie ihre Entdeckung der Welt nicht weiter vorenthalten wollten. Zwei Jahre später ging Arrogant Brewing schließlich auf den Markt heraus und bietet heute eine große Anzahl verschiedener Biervariationen an – darunter auch viele saisonale Spezialitäten.

Eick Bräu: India Pale Ale

Aus Indien? Nee, aus Groß Gievitz. Ein echtes mecklenburgisches Original mit 7,9% Alkoholgehalt. Dieses India Pale Ale mit einem Stammwürzegehalt von 14,8 °P ist wahrlich nichts von der Stange, sondern etwas ganz besonderes. Auf die liebevolle Handarbeit verweist schon der Name „Gievitzer Braumanufaktur“ und dass es sich um eine Bierspezialität handelt, erkennt man sogleich am pragmatisch gestalteten Etikett, das mit allerhand Informationen aufwartet. Dabei bleibt es sich jedoch treu und dient schnörkellos dem Genuss des Bierliebhabers.eickbrauipa4-01

Farbe
Der frisch-fruchtige Duft betört einen direkt nach dem Lupfen des Kronkorkens. Hach! Das Herz geht auf und mit größter Vorfreude beobachtet man, wie sich das dunkel-bernsteinfarbige IPA den Weg aus der Flasche ins Glas bahnt. Feinperlig und edel steigen die Bläschen der Kohlensäure auf und der Schaum ist von recht haltbarer Konsistenz, was man tatsächlich nicht all zu oft schreiben kann.

Einstieg
Der erste Schluck schließt nahtlos an das erhabene Gefühl beim Einschenken an. Fruchtig und lecker breitet sich das Bier im Mund aus, wobei sich eine dezente Note von Schokolade ausbreitet. Insgesamt fühlt sich das Bier sehr weich und etwas träge im Mund an, fast etwas wie bei einem Weizenbier. Im Geschmacksverlauf kommen später jedoch auch Bitterstoffe zur Geltung, die das Gesamtbild komplettieren.

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Eine volle Ladung Hopfen bringt dieses Bier mit. Der Körper ist recht voluminös und trägt mit seiner Fülle dem recht hohen Alkoholgehalt Rechnung. Diese Eigenschaft stört jedoch keinesfalls, sondern unterstreicht vielmehr die einzelnen Aromen und Geschmacksnuancen, die dieses mecklenburgische Bier zu bieten hat. Die stark fruchtige Note bleibt die gesamte Zeit über bestehen, wobei man immer wieder den Eindruck hat, dass sich Nuancen von Schokolade einschleichen. Die Wende hin zu den bittereren Aromen geschieht nicht abrupt, sondern geordnet und wie perfekt komponiert.

Abgang
Hat der letzte Tropfen die Mundhöhle verlassen, so ist von Bitterkeit nicht lange etwas zu spüren. Der Nachgeschmack kommt wieder ausgewogen fruchtig daher, was auch für die Süffigkeit deutliche Pluspunkte einbringt. Der Spannungsbogen wird bei jedem Schluck perfekt von Anfang bis Ende gehalten, bevor man erneut zum Glase greift.

Kohlensäure
Zwar ist dieses Bier nicht überschwänglich mit Kohlensäure bestückt, allerdings würde dies den Aromen auch nicht zu weiterer Entfaltung verhelfen. Für die fruchtige Note reicht die feinperlige Kohlensäure allemal aus und passt geradezu perfekt zu diesem IPA.

eickbrauipa5-01Süffigkeit
So fruchtig-frisch kommt dieses Bier daher, dass man gar nicht mit dem Trinken aufhören möchte. Angesichts des erhöhten Alkoholgehalts sollte man jedoch aufpassen, dass einem dieses Bier nicht irgendwann in den Kopf steigt. Besser sparsam genießen und sich an den deftigen Hopfenaromen erfreuen!

Fazit
Gebt dem Braumeister einen Orden! Dieses Bier ist wirklich extraklasse und überzeugt mit seinen grandios komponierten Aromen und der weitgespannten Geschmacksentwicklung. Die extra Ladung Hopfen rundet das Bild ab und zaubert wirklich jedem Bierliebhaber ein Lächeln ins Gesicht.

 

zur Brauerei
Die Gievitzer Braumanufaktur, die ihre Biere unter dem Namen Eick Bräu herstellt, ist ein Ein-Mann-Betrieb aus Meclenburg-Vorpommern. Umso beeindruckender die Produktvielfalt und der Pragmatismus. Vom Doppelbock übers IPA bis hin zum Pils gibt es eine große Auswahl und stets ist für die interessierten Biertrinker viele Informationen direkt auf dem Etikett der Flasche festgehalten. Hinzu kommt die Homepage, die zwar nichts bis ins letzte Detail durchdesigned ist, jedoch mit vielfältigen Einblicken in den Brauprozess und die Bierherstellung besticht. Toll, dass es solche Brauerein noch gibt!

Arrogant Bastard Ale

Dieses teuflische Gebräu weckt Interesse! Ein gehörnter Beelzebub lädt uns bereits auf der Dose dazu ein, von seinem hopfigen Inhalt zu kosten. Nicht gerade positiv konnotiert die Wörter „Arrogant“ und „Bastard“. Die Kombination der beiden macht es nicht besser. Der zweite Satz auf der Brauereihomepage über dieses Bier fügt noch hinzu: „You probably won’t like it.“ Dann wollen wir mal hoffen, dass die 7,2% Alkohol dieses US-amerikanischen Ales schnell ihre Wirkung tun.arrogantbastardale3

Farbe
Nach dem Öffnen der Dose entweicht ein herrlich hopfiger Duft. Gleich fängt man an zu träumen….hach! Dann der Schock! Was kommt da aus der Dose? Kräftig in der Farbe, im allerersten Moment an Blut erinnernd, sprudelt das Bier ins Glas hinein. Dabei bildet sich eine gute Menge Schaum, die überraschend stabil daherkommt. Die Spannung steigt!

Einstieg
Wegen des vielen Schaums wird davon erstmal ein wenig abgenippt. Das Gesicht versteinert für einen kurzen Augenblick. Das bittere Aroma sprengt die Vorstellungskraft. Klar, der Schaum ist immer etwas herber als das Bier an sich, aber das lässt schon einiges auf das eigentlich Ale schließen. Der erste Schluck bestätigt dann vieles. Vollmundig und stark im Geschmack. Herrlich hopfig und stark, mit viel bitterem Aroma hinten raus.

arrogantbastardale1Körper und Geschmack
Der erste Eindruck bleibt bestehen. Dieses obergärige Bier hat genug Volumen um mehrere Münder gleichzeitig auszufüllen. Man knabbert sich beinahe durch die einzelnen Geschmacksnuancen und so bitter es auch schmeckt: man ist immer wieder gespannt auf den nächsten Schluck. Nach und nach arbeiten sich auch fruchtigere Noten durch un die bitteren Aromen treten in den Hintergrund und verschieben sich eher auf den Nachgeschmack.

Abgang
Trotz der starken Aromen verhält sich das Bier im Abgang sehr geschmeidig und angenehm. Man möchte sich gar nicht vom Bier verabschieden und schiebt es lieber noch ein letztes Mal von links nach rechts und zurück. Am Ende bleibt es bitter, doch beim Eruktieren zeigen sich die angenehmen Hopfenaromen und man fängt wieder an zu träumen….hach!

Kohlensäure
Denkt man am Anfang bei der ganzen Schaumbildung, dass das Ale vor Kohlensäure sicher nur so strotzen würde, wird man eines besseren gelehrt. Fast frei von den kleinen Bläschen genießt man dieses charakterstarke Bier. Vermisst man die Kohlensäure? Nein!

arrogantbastardale2Süffigkeit
Nicht gerade eine Bestnote in Süffigkeit, denn dafür ist das Arrogant Bastard Ale einfach zu speziell und im Endeffekt dann auch zu bitter. Für Biergenießer aber gerade in der Winterzeit kann man durchaus einige Flaschen zu schwereren Gerichten genießen.

Fazit
Ein Bier, dass voller Überraschungen steckt. Vollmundig und grandios an geschmacklichen Nuancen. Dieses Ale ist in jedem Fall zu empfehlen und langsam zu genießen. Vielleicht sollte man aber anfangs nur eine Flasche zu kaufen. Denn am Ende sagt schon der Name, dass dieses Bier sehr, sehr speziell ist.

zur Brauerei
Die Geschichte von Arrogant Brewing reicht in das Jahr 1995 zurück. Beim Herumexperementieren mit einem Bierrezept wurde per Zufall eine neue Kreation erschaffen, welche die beiden Brauer dermaßen faszinierte, dass sie ihre Entdeckung der Welt nicht weiter vorenthalten wollten. Zwei Jahre später ging Arrogant Brewing schließlich auf den Markt heraus und bietet heute eine große Anzahl verschiedener Biervariationen an – darunter auch viele saisonale Spezialitäten.