LAKOTA American Pale Ale

Bei BrewBoard geht es nie nur um das Bier, sondern es ist immer ein Gesamtkonzept, dass sich darbietet. Beim LAKOTA ist das nicht anders. Die Dose ist geziert von einem Indianer-Häuptling, wahrscheinlich einem Lakota selbst, der mit einem Adler posiert. Die Lakota sind die westlichste Gruppe der Sioux-Indianer in Nordamerika. Gemeinsam mit den Dakota-Stämmen und einigen anderen leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die vorrückenden Amerikaner, die die Indianer in Reservate sperren wollten. Das LAKOTA von BrewBoard spielt auf den freien Geist der Indianer an. Hierfür werden vier Malze und vier Hopfen herangezogen, die alle ihre besten Eigenschaften einbringen sollen. Heraus kommen 5,1% Alkoholgehalt und 39 IBU-Bittereinheiten. Ob das Bier eines Häuptlings würdig ist oder an der Marterpfahl gehört? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und prickelnd strömt es einem nur so aus der Öffnung entgegen. Man könnte fast denken, dass man sich im Regal vergriffen und an eine Dose gelangt sei, aber weit gefehlt. Entlässt man das Bier ins Glas, steigt zwar die Gewissheit, dass man es tatsächlich mit einem Hopfenprodukt zu tun hat, jedoch überrascht auch die intensive und recht dunkle Farbe des Bieres, das ganz minimal eingetrübt scheint. Der Schaum ist nicht ganz feinporig, aber relativ haltbar.

Einstieg
Setzt man das Bier ein erstes Mal an, dann ist man zunächst von der Textur erstaunt. Sie lässt das Bier fast schon etwas dickflüssig wirken. Ansonsten ist das Bier von Anfang an – vielleicht auch gerade wegen dieser Textur, sehr präsent.

Körper und Geschmack
Dieses Bier braucht weder An- noch Vorlauf, um sich in ganzer Fülle zu präsentieren. Dabei orientiert es sich immer an der Gratscheide zwischen fruchtig und bitter. Nach jedem Schluck bahnen sich zunächst fruchtige und süße Aromen ihren Weg. Diese sind vor allem im Bereich Beerenobst und tropische Früchte zu verorten. Bald darauf setzen sich aber schon herbe Noten durch, die dem Bier eine markante und sehr bittere Art geben, die sich aus dem Geschmack zum Abgang hin fortsetzt. Auch hier macht sich die besondere Textur bemerkbar, die dem Bier im Mund genug Zeit gibt, das volle Aroma zuu entfalten.

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Abgang
Wie bereits angesprochen, wird der Abgang von bitteren Aromen dominiert, die die fruchtigen Noten ablösen. Am Hopfen wurde hier definitiv nicht gespart und dass Pilsner eine der Sorten ist, unterstreicht nochmals den grundsätzlich herben Charakter dieses britischen Bieres.

Kohlensäure
Zwar ist von der Kohlensäure nicht so unglaublich viel zu merken, aber sie würde auch etwas im Kontrast zur Textur stehen oder noch schlimmer: den Effekt der Textur aufheben. Von daher ist so wie es ist alles gut.

Süffigkeit
Hier handelt es sich doch eher um ein schwereres Bier, von dem man sich nicht so schnell mehrere zuführt.

Fazit
Das LAKOTA ist ein schönes Beispiel dafür, dass tüchtige Brauer nicht nur mit den Aromen, sondern auch mit den Texturen der Biere spielen können. Dieses Bier ist geschmacklich super und bietet auch sonst viel zu entdecken.

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zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.

RIPCHORD Session Pale Ale

Schon beim Anblick der Dose stellt sich die Erwartung ein, dass hier ordentlich Musik drin ist: eine wilde und futuristische Abbildung mit Base und Gitarre geben dem Bier aus Camebridge ein rockiges Image. Für den Geschmack sorgen vier verschiedene Malz- und fünf verschiedene Hopfensorten. Insgesam bringt es das Bier auf 4,3% Alkoholgehalt und verspricht laut Homepage 41 (IBU-)Bittereinheiten. Der Name des Bieres könnte – gerade auch aufgrund des musikalischen Auftritts – als Hommage an die ehemalige britische Rockband gleichen Namens aus Wolverhampton verstanden werden. Ob das Bier auch rockt? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Der umwerfende Duft lässt einen schon fast aus den Latschen kippen. Das Bier verzaubert durch sehr fruchtige Noten und eine starke Note von Pfefferminze bis Mandarine. Traumhaft! Im Glas überzeugt das Ripchord mit seiner intensiv gelb-orangenen Farbe und der gleichmäßigen Eintrübung. Der Schaum wirkt recht fein, ist aber eher in homöopathischen Dosen vorhanden und nicht mit der längsten Lebensdauert gesegnet.

Einstieg
Ab dem ersten Moment ist das Session Pale Ale sehr präsent und spendiert einen Haufen Geschmack. Hierbei wirkt es deutlich markanter, als es der süße Duft hätte vermuten lassen. Es wird gleich der gesamte Mund angesprochen.

Körper und Geschmack
Insgesamt wartet das Bier mit einer Fülle von Geschmacksanteilen auf. Es finden sich sowohl die fruchtigen Aromen wieder, die sofort mit dem Duft bemerkt wurden, als herb anmutende Anteile. Insgesamt ist das Bier in seinem Geschmack sehr ausgewogen und mit jedem neuen Schluck wird der Bogen, der von den verschiedenen Aromen gespannt wird, neu vermessen und abgeschritten. Das Bier hat zudem eine sehr weiche und fast schon cremige Struktur, die einfach Spaß macht.

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Abgang
Gerade zum Ende hin setzen sich eher herbe Noten durch, die einen markanten Abschluss für das Session Pale Ale darstellen. Hier kommen die fünf verschiedenen Hopfen, die offenbar mit größter Sorgfalt ausgesucht wurden, voll zur Geltung.

Kohlensäure
Was den Schaum angeht, so könnte man an dieser Stelle nach einer Erhöhung der CO²-Dosis schreien. Allerdings zeigt die cremige Struktur, dass offenbar schon genug Kohlensäure vorhanden ist. Sie wirkt nur an einer anderen Stelle 😉

Süffigkeit
Durchaus ein süffiger Tropfen, bei dem nach einiger Zeit jedoch die süßlichen Anklänge zu dominant erscheinen könnten.

Fazit
Das Ripchord Session Pale Ale ist ein richtiger Knaller! Fruchtig und dennoch markant herb. Schaumarm und trotzdem cremig. Die Gegensätze machen das Bier zu dem, was es ist: ein sehr gelungener Vertreter seiner Art und eine große Bereicherung für die Bierwelt!

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zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.