Ayinger Bräuweisse

Die Bräuweisse aus der Brauerei Aying hat wie so einige andere Biere aus diesem Hause schon manch Auszeichnung gewinnen können. Das unterstreicht grundsätzlich natürlich die hohe Qualität, die allen Bieren der Privatbrauerei innewohnt, bietet aber dennoch keine Garantie dafür, dass auch die Rezensionen der einfachen Biergenießer das Urteil der hohen Jurys teilen. Umso klarer, dass auch dieses Weißbier mit seinen 5,1% Alkoholgehalt aus 11,8°P Stammwürze erst den harten Test des Hopfenblogs durchlaufen muss, bevor grünes Licht gegeben werden kann. Wie es uns geschmeckt hat? Hier gibt’s die Rezension!

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Duft und Farbe
Herrlich kräftig steigt der Duft der Hefe aus der Flasche. Da braucht es niemanden, der einem sagt, dass man ein Weißbier trinkt. Im Glas zeigt sich die Bräuweisse dann trüb und recht hell mit einer angenehm intensiven Farbe. Der Schaum ist feinporig und von angemessener Haltbarkeit.

Einstieg
Das Bier strömt in den Mund und hat ab dem ersten Moment eine sehr starke Präsenz. Allerdings zeigt sich hierbei auch die Kohlensäure deutlich und macht das Bier etwas scharf im Gefühl.

Körper und Geschmack
Wie es bei einem Weißbier sein soll, wirkt die Bräuweisse vom Gefühl her sehr vollmundig und angenehm schwer. Dies wird zusätzlich durch die sanfte Art des Bieres unterstrichen, die sich permanent wie cremiger Schaum anfühlt. Fruchtige Noten sind genauso vertreten wie das herrlich hefige Aroma, das dieses Bier ganz besonders auszeichnet. Insgesamt wirkt der Körper sehr ausgewogen, wenn auch die Kohlensäure eine ganz leichte Acht ins Rad schlägt.

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Abgang
Insbesondere im Abgang tritt die Kohlensäure für unser Dafürhalten etwas zu stark hervor. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen und das Bier könnte noch runder und smoother auftreten. Der Nachgeschmack ist dennoch grandios!

Kohlensäure
Wie bereits angemerkt, wurde hier definitiv nicht gespart. Das Bier tritt so etwas zu scharf auf und könnte hier noch minimal perfektioniert werden.

Süffigkeit
Die Bräuweisse strotzt vor Süffigkeit. Da ändert auch die Kohlensäure nichts.

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Fazit
Die Bräuweisse ist ein starkes Weißbier mit einem runden Geschmack, das beim Trinken einfach Freude bereitet. Wenn jetzt noch etwas weniger Kohlensäure im Spiel wäre, dann hätte man gar nichts, was man kritisieren könnte.

 

zur Brauerei
Im Winter 1877/1878 braute Johann Liebhard das erste Bier der Brauerei Aying. Diese ging aus einer von ihm aus dem Familienbesitz übernommenen Wirtschaft mit angeschlossener Metzgerei hervor. Seitdem befindet sich auch die Brauerei im Familienbesitz. Interessant ist, dass mehrmals in der Brauerei kein männlicher Erbe zur Stelle war, sodass die Tochter -unüblicherweise- mit ihrem Mann die Brauerei weiterführte. Heute ist die Brauerei ein Zugpferd der bayerischen Braukultur, was die vielfältigen Auszeichnungen der Ayinger Biere eindrucksvoll belegen. Derzeit gibt es insgesamt 14 Biere im Sortiment. Besonders heraus sticht das „Kirtabier“, das speziell zur bayerischen Kirchweih im Oktober gebraut wird. Eine weitere Besonderheit ist der Freundeskreis der Brauerei, deren Mitgliedschaft sich Liebhaber erwerben können und dann vielfältige Vorteile genießen.

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