Ayinger Altbairisch Dunkel

Das Dorf Aying im Süden der bayerischen Hauptstadt ist für exzellentes Bier bekannt. Eine besondere Spezialität ist das Altbairisch Dunkel, das mit 12,8°P Stammwürzegehalt eingebraut wird und es schlussendlich auf 5,0% Alkoholgehalt bringt. Auf der Webseite der Brauerei wird das Bier in den besten und lobvollsten Worten beschrieben und es wäre schließlich auch komisch, wenn dies anders wäre. Aber auch die Jurys zahlreicher Bierwettstreite mochten offensichtlich dieses Gebräu aus Oberbayern: sechs Auszeichnungen kann das Bier bereits verbuchen. Können wir diese Einschätzung teilen?

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Duft und Farbe
Süßlich und karamellig drängt sich der Duft dieses Bieres aus der Flasche. Sofort merkt man, dass man es hier mit einem Bier mit hohem Malzanteil zu tun hat. Entlässt man das Bier schließlich ins Glas, so zeigt es sich durchweg klar und mit einer intensiven braunen Farbe, die fast schon strahlend wirkt. Der Schaum wirkt außerdem feinporig und cremig und entwickelt eine magische Anziehungskraft.

Einstieg
Einmal im Mund schlägt dieses Bier ein wie eine Granate. Sofort ist das Bier sehr präsent und entfaltet angenehm sanfte Geschmacksaromen. Man merkt schon zu Beginn beim Überströmen der Zunge, dass einige Kohlensäure vorhanden ist.

Körper und Geschmack
Dieses Bier spricht den Mund und seine Geschmacksnerven ganzheitlich an und kommt dabei überraschend leicht daher, was man bei einem dunklen Bier nicht in dieser Art erwarten würde. Die Kohlensäure, die man am Anfang bemerkt, wirkt sich nicht negativ auf das Geschmackserlebnis aus, wie man eventuell anfangs hätte denken können. Insgesamt merkt man schon, dass hier karamellige Noten mit hineinspielen, jedoch ist dies nie in einem zu süßen Maße oder gar störend der Fall. Stattdessen hat man es mit einem runden und sehr ausgewogenen Bier zu tun, dessen Nuancen fast schon zur Schokolade tendieren.

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Abgang
Hier merkt man dann doch nochmal minimal, dass die Ladung Kohlensäure zu einer unterschwelligen Aggressivität des Bieres führt. Diese ist aber so minimal, dass sie definitiv zu vernachlässigen ist. Ansonsten verkriecht sich das Altbairisch Dunkel zart und sanft.

Kohlensäure
Hier wurde nicht gegeizt, aber das wurde ja auch nicht verlangt. Die Kohlensäure tritt durchaus präsent hervor und ist deutlich wahrnehmbar, wobei sie allerdings nie zu einem aufdringlichen Faktor wird. Viel mehr gibt sie dem Bier den letzten Schliff.

Süffigkeit
Für ein dunkles Bier kann man diese Ayinger Produktion als durchaus süffig bezeichnen, wobei sie auf Dauer etwas schwer sein könnte.

Fazit
Mit dem Altbairisch Dunkel hat Ayinger ein Bier hervorgebracht, das in spannender Art und Weise die Brücke zwischen schwerem Dunkelbier und süffigem Hellen schlägt. Insgesamt eine sehr runde Sache, die besonders gut im Winter zu Desserts passen dürfte.

sdr

zur Brauerei
Im Winter 1877/1878 braute Johann Liebhard das erste Bier der Brauerei Aying. Diese ging aus einer von ihm aus dem Familienbesitz übernommenen Wirtschaft mit angeschlossener Metzgerei hervor. Seitdem befindet sich auch die Brauerei im Familienbesitz. Interessant ist, dass mehrmals in der Brauerei kein männlicher Erbe zur Stelle war, sodass die Tochter -unüblicherweise- mit ihrem Mann die Brauerei weiterführte. Heute ist die Brauerei ein Zugpferd der bayerischen Braukultur, was die vielfältigen Auszeichnungen der Ayinger Biere eindrucksvoll belegen. Derzeit gibt es insgesamt 14 Biere im Sortiment. Besonders heraus sticht das „Kirtabier“, das speziell zur bayerischen Kirchweih im Oktober gebraut wird. Eine weitere Besonderheit ist der Freundeskreis der Brauerei, deren Mitgliedschaft sich Liebhaber erwerben können und dann vielfältige Vorteile genießen.

Jäger Spezial

Ein Bier extra für Jäger? Etwa eins, das richtig knallt? Für einen ordentlichen Abschuss vorgesehen? Dieses Bier lädt jedenfalls zu so manchem Wortwitz ein. Das schlichte Etikett verrät hingegen zunächst nur sehr wenig über das, was einen bei diesem Bräu erwartet. „Vortrefflich“ liest man gleich oben am Flaschenhals, aber das kann natürlich auch nur eine Finte sein. Eingebraut ist das Jäger Spezial mit Wiener und Pilsner Malz sowie Hallertauer Hopfen. Die Stammwürze bringen insgesamt 5,5% Alkoholgehalthervor. Ob einen das Bier vom Hochsitz haut, haben wir in sicherer Umgebung getestet!

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Duft und Farbe
Ein zartes Düftlein entsteigt der Flasche und findet seinen Weg in die Nase. Hierbei dominieren leicht würzige Anteile mit einem fein-süßlichen Einschlag. Im Glas zeigt sich das Bier klar und von intensiver Farbe. Der Schaum ist von herrlich feinporiger Qualität und macht Lust auf Anknabbern.

Einstieg
Auf Anieb spricht das Bier viele Bereich im Mund an. Der erste Eindruck ist allerdings nicht so überragend. Hier wirkt das Bier etwas fad. Doch direkt hieran knüpfen sich bessere Momente an. Zum Glück!

Körper und Geschmack
Nach erster geschmacklicher Verwirrung stellt sich ein sehr angenehmes und sanftes Gefühl im Mund ein. Das Bier schmeckt leicht würzig und vereint dennoch auch etwas süßliche, fast schon vannilige Aromen. Unterstrichen werden muss in jedem Fall, dass das Bier in hervorragender Weise den gesamten Mund anspricht und hierbei verschiedenste Geschmacksaspekte kombiniert.

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Abgang
Sanft und zart verabschiedet sich der Jäger, fast ein bisschen zärtlicher, als er sich angeschlichen hat. Eine runde Sache, die auch noch im Nachgeschmack Spaß macht.

Kohlensäure
Hier ist eher wenig Kohlensäure vorhanden, aber das tut dem Genuss bei diesem Bier keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil wirkt es hier einfach perfekt komponiert!

Süffigkeit
Ein durchaus süffiges Bier, das man auch für längere Pirschen ins Visier nehmen kann. Ein zuverlässiger Begleiter für entspannte Abende.

Fazit
Dieses Bier schmeckt nicht nur Jägern. Es ist smooth im Gefühl und sanft im Geschmack. Ein Begleiter, den man wohl auf keiner Jagd missen sollte. Hier hat die Brauerei wirklich eine runde Sache zusammengebraut, die die Bierwelt bereichert.

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zur Brauerei
Diese Brauerei aus Böblingen bei Stuttgart ist inzwischen der älteste Betrieb der Stadt und noch dazu seit der Gründung im Jahr 1823 in Familienbesitz. Die Geschichte ist eng verbunden mit der, der Brauerei Dinkelacker aus Stuttgart, entstammt also regelrecht einer Brauerfamilie. Inzwischen bietet Schönbuch, wie auch der angrenzende Naturpark heißt, eine ganze Reihe von Bieren im Dauersortiment an und braut zusätzlich zu besonderen Veranstaltungen noch Spezialbiere.

Meckatzer Hell

Das Meckatzer Hell ist ein echtes Original aus dem Allgäu. Dabei vereintes es, wie es auf dem Etikett zu lesen ist, die Zünftigkeit bayerischer Biere im Allgemeinen mit der Besonderheit der Meckatzer Brauerei. Das hört sich ja schonmal prächtig an, mag man da denken. Eingebraut wird dieses helle Vollbier mit einem Stammwürzegehalt von 11,6°P und kommt damit im Endprodukt auf einen Alkoholgehalt von 4,9%. Wie der Geschmack des Inhalts der klassischen Halbliterflasche ist, haben wir für euch gekostet!

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Duft und Farbe
Der erste Eindruck dieses Bieres, wenn man seinen Zinken über die gerade geöffnete Flasche hält, kommt einer Mélange aus würzigen und dennoch milden Aromen gleich. Lässt man das Bier dann schließlich aus seinem Flaschenverließ in ein Glas entgleiten, zeigt sich seine herrlich intensive goldene Farbe! Nur der Schaum ist leider etwas grob und verabschiedet sich schnell wieder.

Einstieg
Sanft gebährdet sich das Bier beim ersten Schluck. Es dominieren getreideartige Eindrücke, was durchaus angenehm wirkt. Eine leicht metallische Note bildet jedoch einen Unterton.

Körper und Geschmack
Ingesamt wirkt das Bier, naja, unspektakulär. Der Geschmack ist rund und stimmig, besticht aber weder durch kräftige Aromen noch durch einen augefuchsten Spannungsbogen. Über dieses Bier kann man daher tatsächlich recht wenig schreiben, was jedoch ausdrücklich nicht negativ verstanden werden sollte.

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Abgang
So unversehen wie es kam und wirkte, so verschwindet dieses Bier auch wieder aus dem Leben des geneigten Konsumenten. Es hinterlässt wenig, bis auf einen ganz, ganz leichten Nachgeschmack von Getreide.

Kohlensäure
Wohl dosiert, ohne große Anstalten zu machen.

Süffigkeit
In Ermangelung von vielem anderen ist dieses Bier überaus süffig, Wasser insgesamt nicht unähnlich.

Fazit
Ein Bier, über das man kaum etwas schreiben kann. Sehr süffig, weil sonst nicht so viel da ist. Wer geschmacklich eher auf „neutral“ setzt, hat hier sein Bier gefunden.

dav

zur Brauerei
Als im Jahr 1738 Josef Fässler die Meckatzer Brauerei zum Löwen eröffnete, hat er sich wohl nicht träumen lassen, was für eine Tradition er damit begründen würde. Nach einigen Besitzerwechseln im ersten Jahrhundert des Bestehens gehört die Brauerei seit 1853 der Brauereifamilie Weiss, welche die Brauerei heute in bereits 4. Generation führt. Heute ist die Brauerei bei den klassischen Bierarten gut aufgestellt. Aus dem kleinen Dorf im Allgäu erhält man sowohl Pils wie auch Helles, Weizen, Bock und Märzen.

Gruibinger Jubiläumsbier

Nicht nur das Reinheitsgebot wurde 2017 runde 500 Jahre alt, sondern auch die Reformation hat ihr Jubiläum gefeiert. Da Luther sicherlich dem Biere nicht abgeneigt war, ist es durchaus verständlich, dass ihm (oder der Reformation?) zu Ehren ein Bier gebraut wird. Die Lammbrauerei aus Gruibingen tat dies als eine von mehreren Brauereien. Heraus kam ein Bier mit 5,1% Alkoholgehalt und Luthers Konterfei auf dem Etikett. Ob es die Bierwelt so verändert, wie Luthers Thesen die Kirche? Wir haben es probiert!

sdr

Duft und Farbe
Der Duft macht einen direkt neugierig. Es erinnert zuerst nicht wirklich an ein Bier, sondern mutet viel mehr wie ein frischer Hefeteig an. Da fühlt man sich eher wie bei Oma in der Küche als am Tresen oder in der Braustube. Im Glas zeigt sich das Jubiläumsbier recht trüb und mit einer Farbe, die an dunklen Bernstein erinnert. Der Schaum wirkt zwar recht fein, ist aber ruckzuck wieder weg – schade!

Einstieg
Da flattern einem ein bisschen die Ohren! Dieses Bier steigt anders ein als man erwarten würde. Kräftig und sehr herb tritt das Bier von Anfang an auf den Plan. Die ersten Geschmackseindrücke gehen fast in die Richtung eines dunklen Bieres. Sehr spannend!

Körper und Geschmack
Mehr und mehr mischen sich auch Nussaromen in das Bier ein, wobei sich der Geschmack hinten raus immer sehr mit herben Anspielungen vermengt. Dennoch wirk das Bier sehr sanft und in keiner Weise bissig oder zu aggressiv. Denkt man sich in die Zeit des Mönchs Luther, dann kann man sich gut vorstellen, dass diese hiermit über die Fastenzeit kamen. Das Bier mutet durch die anfangs hefige Note und die nussigen Aromen sehr nährhaft und vollmundig an.

sdr

Abgang
Im Abgang dominieren herbe Elemente, die das Bier aber nicht abkanten, sondern wie gewünscht abrunden. Es bleibt nichts unangenehmes – nur die Erinnerung an eine wahre Aromenvielfalt.

Kohlensäure
Mit der richtigen Dosis Kohlensäure kommt dieses Bier überall dorthin, wo es hingehört. Gut gemacht!

Süffigkeit
Diesem Bier gehört eine mittlere Süffigkeit attestiert. Zwar ist es angenehm zu trinken, jedoch ist der Geschmack zu eigen, als dass man dieses in Reihe konsumieren würde.

Fazit
Ein Bier, mit dem man sich etwas wie auf Zeitreise fühlt. Vollmundig und mit Aromen, die einem das Gefühl geben, wirklich zu essen und nicht nur zu trinken. Eine interessante Sache zum Luther-Jubiläum!

dav

zur Brauerei
Bei dieser Brauerei kann man mit Fug und Recht sagen, dass es sich um eine fast 300 jährige Familiengeschichte handelt. Seit 1728 ist die Lammbrauerei Hilsenbeck nämlich schon im Besitz der Familie Hilsenbeck, bzw. im Besitz der Vorfahren. Doch natürlich gingen auch an dieser Brauerei die Spuren der Zeit nicht ohne Einflüsse vorüber. Immer wieder wurde umgebaut und erneuert, doch diese Innovationen und Anpassungen haben nur dazu beigetragen, dass die Brauerei noch heute besteht und mit einem breiten Spektrum an klassischen Bieren und einer Craftbeercollection die Kunden im Umkreis erfreut.

Wolfscraft Frisch-Pils

Ein frisches Pils. Ein Frisch-Pils sozusagen. Knackig und frisch. Ja, so in etwa steht das alles auf dem Etikett. Dazu noch der Hinweis, dass man es mit einem unangepassten Vertreter zu tun hat, der 5,2% Alkoholgehalt auf der Pfanne hat. Steckt da ein waschechtes Bier dahinter oder einfach nur ein großer Haufen Frische mit pilsiger Knackigkeit? Wir kosteten!

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Duft und Farbe
Der klassische fruchtige Duft steigt auch bei dieser Schöpfung aus dem Hause Wolfscraft direkt in den Zinken des Endverbrauchers. Das ist wirklich ungewöhnlich für ein Pilsener, das sonst ja eher durch herbere Noten anstatt fruchtiger Anmutungen glänzt. Im Glas zeigt sich dieses Pils nicht klar, sondern leicht eingetrübt, aber doch mit einer sehr hellen Farbe. Schaum bildet sich kaum und das bisschen ist auch schnell wieder weg – leider.

Einstieg
Potzblitz, das haut einen fast vom Hocker! Diese Mélange aus klassisch herbem Pilsantrunk und haufenweise Fruchtaromen macht einen fast duselig. Sehr angenehm auch der ganz am Anfang kurz auftretende Anflug von Säuerlichkeit, der eine durchaus erfrischende Wirkung hat.

Körper und Geschmack
Ein faszinierendes Bier, das zwar wieder mit einem für Wolfscraft typischen schmalen Körper daherkommt, aber durch eine unglaubliche Geschmacksentwicklung auf sich aufmerksam macht. Fruchtige Noten von Aprikosen und Pfirsichen vereinen sich hier mit einem klassisch herben Pilsgeschmack und das ist einfach phänomenal.

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Abgang
Unauffällig und sanft verabschiedet sich das Bier und hinterlässt einen angenehm herben Nachgeschmack – ganz typisch für diese Gattung.

Kohlensäure
Schön spritzig und mit gutem Schwung macht sich dieses Bier auf zu den Geschmacksnerven. Die Portion Kohlensäure passt gut für dieses Gebräu.

Süffigkeit
Die frische Knackigkeit und die knackige Frische machen hier definitiv Lust auf mehr. Sehr angenehme Süffigkeit!

Fazit
Ein Pils, das neue Maßstäbe setzt. Vielleicht nichts für jeden Tag, aber mit diesem Bier hat Wolfscraft sicherlich ein kleines bisschen zur Weiterentwicklung des Pilsgeschmacks beigetragen!

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zur Brauerei
Eigentlich sollte gerade in Bayern alles immer seinen gewohnten Gang gehen. Doch diese Brauerei hat sich auf die Fahne geschrieben, anders zu sein.  Seit 2016 schleicht Wolfscraft auf den Fährten der traditionellen Braukunst umher und braut mit Bio-Zutaten handwerkliche Biere. Neben dem beachtlichen Bierangebot unterstützt die Brauerei aus Freising Projekte zum Wolfsschutz.

Żywiec Jasne Pełne

Das Jasne Pełne aus dem Hause Żywiec ist, wie es die polnischsprachigen unter uns sofort wissen, ein Helles und noch dazu das Stammbier aus der Erzherzog Brauerei der gleichnamigen Stadt. Heute ist eine ganze Brauereigruppe nach dieser Stadt und dieser Brauerei benannt und dieses Helle firmiert so inzwischen als Aushängeschild eines ganzen Konzerns. Das Vollbier mit einem Stammwürzegehalt von 12,5°P bringt es auf solide 5,6% Alkoholgehalt. Ein Blick aufs Etikett verdeutlicht einen gewissen monarchischen Einschlag durch die Krone. Eine Replik auf die polnische Geschichte oder doch nur eine Rückschau auf die erzherzogliche Brauerei? Den tanzenden Menschen gefällt es offenbar. Und wie es schmeckt? Hier erfahrt ihr es!

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Duft und Farbe
Geradezu frühlingshaft duftet es aus der Flasche empor. Man denkt fast, man würde in eine blumige Bierwiese eintauchen. Leicht herbe Noten harmonieren angenehm mit fruchtigen Einschlägen und wecken so das Interesse an dem polnischen Bier. Im Glas zeigt sich das Bier mit intensiv goldener Farbe und einer recht feinporigen und beständigen Krone. Das gibt gute Haltungsnoten.

Einstieg
Man hat beim ersten Schluck den Eindruck, als würde das Bier den Mund fast stürmen. So hastig sucht es sich seinen Weg und klebt sich an die Wand hinten oben am Gaumen. Faszinierend!

Körper und Geschmack
Ganz so frühlingshaft, wie das Bier eingangs roch, erscheint es beim genaueren Erschmecken dann nicht mehr. Der Geschmack ist zwar sehr prägnant und hat klare Kanten, die das Bier auf eine ganz andere Art und Weise spannend erscheinen lassen. Im Gegensatz zu den erwarteten blumigen Aromen dominieren herbe und sehr vegetative Elemente. Man hat den Eindruck, eine ganze Kornkammer und ein ganzes frisch beacktertes Feld vor sich zu haben. Dazu die markante Bemerkung, dass sich der Geschmack sehr weit hinten im Mund abspielt. Sieht man von der Diskrepanz zwischen Nase und Mund ab, dann erlebt man ein in sich stimmiges Bild und einen klar definierten und einprägsamen Geschmack.

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Abgang
Der Abgang wird von herben Elementen geprägt, die noch lange nachhallen. Hier macht das Bier auch so manchem Pils Konkurrenz. Spannend auch, dass sich beim Abgang der Geschmacksfokus von der Rückwand des Mundes wieder etwas mehr in die Mitte verlagert.

Kohlensäure
Hier könnte es fast eine kleine Prise mehr sein. Obwohl, nein! Das könnte dann dem guten Schaum in die Parade fahren.

Süffigkeit
Ein durchaus süffiger Begleiter an warmen Sommertagen.

Fazit
Sicherlich ein Bier mit Charakter und klarer Kante, dem man absolut nicht anmerkt, dass es zum Bierimperium von Heineken gehört – und das ist auch gut so.

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zur Brauerei
Die Brauereigruppe Żywiec entstand 1998 aus dem Zusammenschluss von mehreren polnischen Brauereien, die jeweils ihre eigenen Traditionen mit in den Konzern brachten. Die älteste Brauerei, die ihre Geschichte einbrachte, war die 1815 gegründete „Sächsische Brauerei“ aus Radom in Masowien. Heute werden unter dem Dach dieser Brauereigruppe eine Vielzahl von Produkten hergestellt – in Lizenz unter anderem auch Heineken und Desperados. Heineken hält einen Anteil von 61% an der Żywiec Brauereigruppe.

Finne Pale Ale

Von der Brauerei wird das Pale Ale als ein Bier bezeichnet, das gegen den Strom schwimmt. Dafür steht sinnbildlich auch der Kran, der den Münsteraner Hafen symbolisieren soll. Im Bier steckt auch einiges gutes drin – und alles ist bio. Insgesamt tummeln sich vier verschiedene Hopfensorten und nochmals vier verschiedene Malzsorten im Pale Ale. Fertig gebraut bringt es das Bier so auf 68 IBU-Bittereinheiten und 6,1% Alkoholgehalt. Wendet man seinen Blick abschließend nochmal auf das liebevoll gestaltete Etikett, dann erblickt man sogar die Schwäne des Münsteraner Aasees. Ein Bier, das viel auf seine Heimatstadt hält. Und der Inhalt der Flasche? Lest dafür hier weiter!

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Duft und Farbe
Eine wahre Fruchtexplosion schlägt einem olfaktorisch entgegen, sobald sich der Kronkorken von der Flasche löst. Es ist wirklich so, als würde man eine Flasche Tropicana öffnen, aber ein vergewissender Blick auf die Flasche bestätigt: es ist ein Pale Ale. Im Glas zeigt sich das Bier leicht trüb und von etwas rötlich angehauchter Farbe. Der Schaum hat eine annehmbare Konsistenz und eine recht gute Haltbarkeit.

Einstieg
Nimmt man den ersten Schluck, legt das Finne Pale Ale gleich auch ordentlich los und entfaltet seinen klarkantigen Geschmack.

Körper und Geschmack
Der Geschmack hält im Vergleich zum Körper eine ziemliche Überraschung bereit. Denn das Pale Ale wirkt lange nicht so fruchtig, wie es im ersten Moment schien. Viel mehr dominieren herbe Aromen die Szenerie. Der Geschmack setzt vor allem im hinteren Mund an und geht ordentlich in die Breite. Das bringt einen gleich auch schon zu Frage des Körpers. Das Bier hat einen recht dominanten Körper, der gerade mit den sich zügig entwickelnden herben Noten an Breite gewinnt. Interessante, wenn auch unverhoffte Entwicklung.

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Abgang
Die herben Noten dominieren auch den Abgang. Hier kommen diese starken Anklänge nochmal so richtig zur Geltung und lassen einen noch lange an das Bier denken.

Kohlensäure
Die Kohlensäure reicht allemal aus, um einen soliden Schaum zu produzieren. Beim Trinken dürfte es durchaus eine Prise mehr sein, aber vielleicht macht dies so auch gerade den Charakter des Pale Ales aus.

Süffigkeit
Die herben Aromen verhindern eine Bestnote im Bereich Süffigkeit, aber gerade an warmen Sommertagen kann man sich schon mehrere Fläschchen hiervon vorstellen.

Fazit
Ein sehr prägnantes Bier mit sehr eigenem Charakter, dem man besonders den Hopfen sehr anmerkt. Ein Pale Ale, dem man locker abnimmt, wirklich handwerklich hergestellt worden zu sein.

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zur Brauerei
Diese Brauerei, die sich selbst das Label „Craft Beer“ aufdrückt, stammt aus dem Kreuzviertel der westfälischen Fahrradmetropole Münster. Alle Biere werden nach Bio-Standard gebraut und die Auswahl kann sich sehen lassen: Helles, Weizen, Pils, Pale Ales und auch einige fruchtige Experimente. Der Name stammt übrigens aus der Münsteraner Lokalsprache „Masematte“ und bedeutet schlicht und ergreifend ‚Flasche‘. Diese werden in der Brauerei auch fleißig gefüllt!

Tuzlanski Pilsener

Das Tuzlanski Pilsener stammt aus dem Nordosten des Balkanstaates Bosnien und Herzegowina, genauer gesagt aus der Industriestadt Tuzla, die viele sicherlich eher mit Geschehnissen während des Bosnienkrieges in den 1990er Jahren verbindet als mit einem schmackhaften Pilsener. Das Pilsener stammt aus einer Brauerei, die schon unter österreich-ungarischer Herrschaft gegründet wurde und alle Turbulenzen der Zeit überstanden hat. Ins Auge sticht das filigrane Wappen der Brauerei, das auch Elemente aus dem Tuzlaer Stadtwappen beinhaltet. Auf dem Papier bringt es das Bier auf 4,7% Alkoholgehalt bei einem Stammwürzegehalt von schmalen 11,2 °P. Ob der Geschmack auch so am unteren Rahmen der Norm kratzt? In der Rezension erfahrt ihr es.

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Duft und Farbe
Herb und getreidig duftet das Pilsener aus seinem flaschigen Verlies. Dazu mischen sich auch ganz leichte süße Anklänge, die allerdings hinter den dominanten Pilsnoten zurücktreten. Im Glas präsentiert sich das Bier intensiv golden, allerdings bleibt die Schaumbildung massiv auf der Strecke. Ganz am Anfang erahnt man einen weißen Schein, dann ist alles schon passé.

Einstieg
Das Tuzlanski steigt direkt mit einem umfassenden Geschmackserlebnis ein. Gleich zeigt es im ganzen Mund Präsenz und macht auf Anhieb einen guten Eindruck – das kann man schonmal so festhalten.

Körper und Geschmack
Dieses bosnische Pils hat einen ausgewogenen, recht präsenten und runden Körper. Gleich wirkt der Geschmack in den ganzen Mund und strömt eine gewisse Grundherbe aus. Fairerweise muss man auch gleich anfügen, dass dieses Pils nicht so herb ist, als dass es sich zwangsläufig um ein Pils handeln müsste. Es könnte genauso auch ein sehr prägnantes Helles sein. Im weiteren Geschmacksverlauf bilden sich gleichzeitig sowohl mild-süße wie auch herbere Noten mit raus. Klingt ein bisschen wie „Ente süß-sauer“, ist aber so.

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Abgang
Der Abgang ist recht unspezifisch und sanft. Ganz zum Abschluss dominieren wieder etwas mehr die Pilsener-typischen Anklänge. Alles aber in einem moderaten Rahmen.

Kohlensäure
Für den Trinkgenuss reicht die Portion Kohlensäure durchaus aus, aber dass es für eine vernünftige Krone offensichtlich nicht reicht, ist leider mehr als offensichtlich.

Süffigkeit
Durchaus eine recht süffige Angelegenheit, sicherlich auch aus der Kombination von geringem Stammwürze- und Alkoholgehalt resultierend.

Fazit
Mit dem Tuzlanski Pilsener macht man nichts falsch – es sei denn, man ist auf der Suche nach einem grundherben Pilsener mit solider Schaumkrone. Möchte man hingegen einfach ein solides Bier, bei dem es egal ist, ob Pils oder Helles, dann ist das Tuzlanski eine solide Wahl.

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zur Brauerei
Die Pivara Tuzla wurde schon zur Zeit der österreich-ungarischen Herrschaft gegründet, genauer im Jahr 1884, und trug damals den Namen „Erste Dampf Brauerei“. Diese Tradition spiegelt sich bei der Namensgebung einiger heutiger Bierkreationen wider. Neben dem Flagschiff, dem Tuzlanski Pilsener, braut die Brauerei auch noch drei andere Sorten Bier in verschiedenen Gebindegrößen.

Atlantik-Ale

Frisch von der Küste packt dieses Ale gleich alles auf den Tisch. Aus der Hansestadt Stralsund zaubert die Störtebeker Braumanufaktur ein Bier hervor, das seinen Namen vom großen Teich, dem Atlantik, erhalten hat. Doch dieses Bier ist nicht nur mit einem großen Namen bedacht. Vier verschiedene Malze, darunter auch Weizenmalz, sowie vier Hopfensorten sollen für ein ausgetüfteltes Geschmackserlebnis sorgen. Bei einem Stammwürzegehalt von 11,4°P kommt das Atlantik-Ale gerade noch mal so um das Prädikat „Schankbier“ drumherum und darf sich noch „Vollbier“ schimpfen. Dabei wird ein Alkoholgehalt von 5,1% erreicht – gar nicht mal so wenig. Ob sich all diese Werte auch im Geschmack widerspiegeln, das haben wir für euch getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und erhaben strömt der Duft des Ales aus der Flasche. Man hat das Gefühl, dass der Duft des Bieres so intensiv ist, dass die Vollmundigkeit schon so richtig in der Luft liegt. Gleichzeitig wirkt das Bier geruchlich gesehen dennoch leicht und weckt Assoziationen zu sanft blühenden Blumenwiesen. Im Glas präsentiert sich das Atlantik-Ale als schwachgelb mit minimaler Eintrübung. Die Brauerei beschreibt das als strohgelb. Der Schaum ist grob, aber den muss man sich eh nicht lange ansehen.

Einstieg
Der erste Schluck überrascht – und das gleichzeitig auf viele Arten und Weisen. Er ist ganz anders als erwartet und dennoch überraschend gut.

Körper und Geschmack
Zunächst wirkt das Bier sehr weit hinten im Mund und bildet kaum fruchtige Noten aus. Hier gibt es zunächst einen krassen Bruch zum Duft, den man vorher wahrgenommen hat. Auch im weiteren Verlauf wollen sich so richtig fruchtige Noten nur sehr zaghaft, quasi auf Nachfrage, einstellen. Das Bier wirkt recht herb und dieser Eindruck verstärkt sich zusehends. Bemerkenswert ist auch, wie sanft sich das Bier im Mund anfühlt. Wirklich cremig, was bei Bieren tatsächlich selten ist. Dabei punktet das Ale massiv in Sachen Vollmundigkeit. Hier kann ihm so schnell keiner was vormachen.

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Abgang
Hinten raus dominieren vor allem herbe Noten, die das Bild jedoch nicht stören, sondern einen runden Abschluss bieten. Und sogar das Bäuerchen macht Freude (hier wirkt das Bier dann sogar fruchtiger als beim Trinken selbst 😉 ).

Kohlensäure
Beim Ale muss man diese Kategorie wohl etwas vernachlässigen. Fakt ist, dass die Kohlensäure, die vorhanden ist, das tut, was sie tun soll.

Süffigkeit
Nicht das süffigste Bier, das je erfunden wurde, aber ein solider Vertreter seiner Art. Teilweise wirkt es so, als sei das Bier etwas schwerfällig beim Trinken, was die Süffigkeit hemmt.

Fazit
Ein spannendes Ale mit vielen Facetten, das sowohl Nase, Mund und Auge etwas bietet. Da sehnt man sich an Deck eines alten Atlantik-Liners, wo nach getaner Arbeit dann verdient die ein oder andere Flasche Ale geöffnet wurde….hach!

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zur Brauerei
Die Störtebeker Braumanufaktur geht auf die Stralsunder Vereinsbrauerei und ihre lange Geschichte zurück, die alles in allem bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Der direkte Vorgängerbetrieb wurde 1827 gegründet, vergrößerte sich stetig, wurde aber schließlich in der ehemaligen DDR zu einem volkseigenen Betrieb umgebaut. Nach der Wende stand die Produktion zunächst noch still, lief aber schließlich 1997 wieder an. Seit 2012 ist der aktuelle Name gebräuchlich. Heute gibt es eine große Vielfalt an Bieren, die unter verschiedenen Markennamen vertrieben werden.

Tyskie Gronie

Dieses polnische Bier ist wohl eines der bekanntesten osteuropäischen Biere in Deutschland. Das untergärige Lagerbier erinnert auch mit dem Design seiner Flasche an große Taten: die Krone dominiert ganz deutlich den Anblick der Flasche. Auf dem Papier ist das Bier hingegen gar nicht so besonders. 11,5°P Stammwürzegehalt bringen diesen polnischen Vertreter auf solide 5,6% Alkoholgehalt. Nicht ganz wenig für ein Bier für Zwischendurch… Wie es geschmeckt hat, wollt ihr wissen? Hier gibt’s Butter bei die Fische!

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Farbe und Duft
Der Duft ist anfangs kräftig, büßt allerdings schnell an Intensität ein – ja er verblasst tatsächlich nach einer sehr kurzen Weile vollends. Eine leicht säuerliche Note schlängelt sich zu Beginn klammheimlich durch die Hopfen- und Malznoten. Ist das vielleicht die auf dem Etikett versprochene „Apfelnote“? Oder doch das Bananenflavour? Wir können es leider nicht beantworten, für eine ordentliche Geruchsprüfung ist das Zeitfenster zu knapp. Das Bier ist sehr klar, glasklar sogar, und besticht durch eine intensive Farbe. Das Auge fühlt sich geschmeichelt. Auch der Schaum überzeugt anfangs durch anständige und lockere Bildung, glänzt aber bereits nach kurzer Zeit durch Abwesenheit.

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„Kommt nicht viel“, war der erste Satz, als wir dieses Bier gemeinsam testeten. Aber was heißt das? Das Bier verendet, bevor sich der Geschmack in allen Ecken des Mundes ausbreiten kann. Lasch und Dumpf kommt das Tyskie daher. Das haptische Erlebnis Bier ist da, Aromen und Fülle fehlen allerdings zum Biererlebnis. Nur ein Anschein im Antrunk oder zieht sich dies auch im Weiteren durch? Zu hoffen wäre jedenfalls, dass sich die auf dem Etikett angepriesenen Geschmackserlebnisse auch im Flascheninhalt wiederfinden würden. Wir hoffen auf die versprochenen Malz- und Getreidenoten, vielleicht sogar auf Nuancen von Apfel und Banane.

Körper und Geschmack
Flach und mickrig fließt dieses Bier in den unteren Mundraum und verharrt dort reglos – ist es tot? Kann man ihm helfen? Eine Reanimation mithilfe gründlicher manueller Verteilung im Mund schlägt fehl. Aromen bleiben trotzdem Mangelware. Nicht sauer, nicht besonders herb, nicht speziell hopfig, kaum mit einer anständigen Malznote. Die Kronen auf der geprägten Flasche haben zur Antizipation eines anderen Geschmackskörpers verleitet, doch der Boden der Realität ist hier so nah wie der Grund des Bierglases. Durch seine Leichtigkeit ist dieses Pils sicherlich ein guter Begleiter für heiße Tage im Sommer, in denen man eine schnelle und leichte Abkühlung braucht. Eine Geschmacksexplosion für Genießer wird freilich nicht geboten.

Abgang
Das Tyskie verschwindet so sang- und klanglos, wie es gekommen ist. Liebhaber eines intensiven Nachgeschmacks, die noch Stunden vom letzten Bier zehren, mag dies negativ aufstoßen. Alle anderen freuen sich derweil vielleicht, weil der Mund für die nächste interaktive Geschmacksstudie geräumt ist.

Kohlensäure
Hier fehlt es an allen Ecken und Enden. War die Kohlensäure-Patrone leer? Hat sich gar ein Produktionsfehler eingeschlichen? Ansonsten können wir nur raten, möglichst schnell die Rezeptur anzupassen. Dass Bier in jeden Mundwinkel gebracht werden muss, ist schließlich keine Binsenweisheit, sondern Recht und Anspruch jedes Bierfanatikers!

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Süffigkeit
Na ja: Ist Bier süffig, das sich im Sprint wieder verabschiedet? Wir glauben nicht. In der Tradition des Oktoberfestes, wo auch besonders kohlensäurearme und dadurch süffigere Biere ausgeschenkt werden, reiht sich das Tyskie zwar ein. Aber zu welchem Preis?

Fazit
Ein Bier, dem es an Power fehlt. Und in zweiter Instanz auch am Geschmack. Im Großen und Ganzen findet man im Tyskie Gronie ein leichtes Pils ohne Echte Ecken und Kanten, das sich der Umgebung anpasst und nicht umgekehrt. Eine formbare Masse in angenehm flüssiger Form mit exzellenter Farbe. Es macht damit eine dritte Kategorie neben den norddeutschen und den böhmischen Pilsenern auf. Ob das eine Lobestat oder unnötig ist, muss die Konsumentenschar beurteilen.

 

zur Brauerei
Die Brauerei blickt auf eine lange Geschichte zurück, die mindestens bis ins Jahr 1629 zurückreicht. Ihren Stammsitz hatte sie schon immer in der polnischen Stadt Tychy und entwickelte sich hier durch mehrere Betriebserneuerungen zu einem markanten Wirtschaftszweig. Seit 1999 gehört Tyskie zur polnischen Brauereigruppe Kompania Piwowarska, die wiederum zum Biergiganten SABMiller gehörte, bevor sie 2017 an die japanische Brauereigruppe Asahi verkauft wurde.