Gruibinger Jubiläumsbier

Nicht nur das Reinheitsgebot wurde 2017 runde 500 Jahre alt, sondern auch die Reformation hat ihr Jubiläum gefeiert. Da Luther sicherlich dem Biere nicht abgeneigt war, ist es durchaus verständlich, dass ihm (oder der Reformation?) zu Ehren ein Bier gebraut wird. Die Lammbrauerei aus Gruibingen tat dies als eine von mehreren Brauereien. Heraus kam ein Bier mit 5,1% Alkoholgehalt und Luthers Konterfei auf dem Etikett. Ob es die Bierwelt so verändert, wie Luthers Thesen die Kirche? Wir haben es probiert!

sdr

Duft und Farbe
Der Duft macht einen direkt neugierig. Es erinnert zuerst nicht wirklich an ein Bier, sondern mutet viel mehr wie ein frischer Hefeteig an. Da fühlt man sich eher wie bei Oma in der Küche als am Tresen oder in der Braustube. Im Glas zeigt sich das Jubiläumsbier recht trüb und mit einer Farbe, die an dunklen Bernstein erinnert. Der Schaum wirkt zwar recht fein, ist aber ruckzuck wieder weg – schade!

Einstieg
Da flattern einem ein bisschen die Ohren! Dieses Bier steigt anders ein als man erwarten würde. Kräftig und sehr herb tritt das Bier von Anfang an auf den Plan. Die ersten Geschmackseindrücke gehen fast in die Richtung eines dunklen Bieres. Sehr spannend!

Körper und Geschmack
Mehr und mehr mischen sich auch Nussaromen in das Bier ein, wobei sich der Geschmack hinten raus immer sehr mit herben Anspielungen vermengt. Dennoch wirk das Bier sehr sanft und in keiner Weise bissig oder zu aggressiv. Denkt man sich in die Zeit des Mönchs Luther, dann kann man sich gut vorstellen, dass diese hiermit über die Fastenzeit kamen. Das Bier mutet durch die anfangs hefige Note und die nussigen Aromen sehr nährhaft und vollmundig an.

sdr

Abgang
Im Abgang dominieren herbe Elemente, die das Bier aber nicht abkanten, sondern wie gewünscht abrunden. Es bleibt nichts unangenehmes – nur die Erinnerung an eine wahre Aromenvielfalt.

Kohlensäure
Mit der richtigen Dosis Kohlensäure kommt dieses Bier überall dorthin, wo es hingehört. Gut gemacht!

Süffigkeit
Diesem Bier gehört eine mittlere Süffigkeit attestiert. Zwar ist es angenehm zu trinken, jedoch ist der Geschmack zu eigen, als dass man dieses in Reihe konsumieren würde.

Fazit
Ein Bier, mit dem man sich etwas wie auf Zeitreise fühlt. Vollmundig und mit Aromen, die einem das Gefühl geben, wirklich zu essen und nicht nur zu trinken. Eine interessante Sache zum Luther-Jubiläum!

dav

zur Brauerei
Bei dieser Brauerei kann man mit Fug und Recht sagen, dass es sich um eine fast 300 jährige Familiengeschichte handelt. Seit 1728 ist die Lammbrauerei Hilsenbeck nämlich schon im Besitz der Familie Hilsenbeck, bzw. im Besitz der Vorfahren. Doch natürlich gingen auch an dieser Brauerei die Spuren der Zeit nicht ohne Einflüsse vorüber. Immer wieder wurde umgebaut und erneuert, doch diese Innovationen und Anpassungen haben nur dazu beigetragen, dass die Brauerei noch heute besteht und mit einem breiten Spektrum an klassischen Bieren und einer Craftbeercollection die Kunden im Umkreis erfreut.

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