Schanzenbräu Rotbier

„Schmeckt immer“, sagt Schanzenbräu aus der Frankenmetropole über die eigenen Biere. Besonders gemeint ist da natürlich das rote Flaggschiff. Der ganze Stolz der Brauerei ist ein wahrer Klassiker seiner Zunft. Schon seit Jahrhunderten wird dieses Rotbier auf typische Art und Weise mit untergäriger Hefe gebraut. Die rote Farbe kommt dabei von der besonderen Behandlung des Malzes, das extra lange gedarrt wird und so dem Bier seine intensive Farbe verleiht. Insgesamt machen drei Malze und zwei Hopfensorten das Bier zu dem, was es ist! Die 11,9°P Stammwürze sorgen für 4,9% Alkoholgehalt. Ob das Rotbier wirklich immer schmeckt? Wir haben uns eine Stichprobe erlaubt!

Duft und Farbe
Intensiv, malzig und doch auch etwas fruchtig, so strömt einem der Duft des Bieres aus der Flasche entgegen und weckt die ersten Glücksgefühle des Bierliebhabers. Dieses intensive Bild zeigt sich auch gleich im Glas. Der Name behält recht und ein kräftiges Rot bestimmt die Szenerie. Das Bier ist unfiltriert und damit nochmal etwas urtümlicher. Der Schaum ist nicht ganz fein, aber dafür mit doppelt guter Haltbarkeit.

Einstieg
Es gibt ja Biere, da weiß man beim ersten Schluck nicht, ob es Wasser oder Gerstensaft ist. Hier ist die Sache gleich klar und das ist auch gut so. Mit Macht drängt sich das Bier ins Genussbewusstsein!

Körper und Geschmack
Vom ersten Moment an packt das Rotbier richtig aus. Die Geschmacksaromen entfalten sich explosionsartig. Es dominieren fruchtige Noten, die von malzigen Untertönen gerahmt werden. Die intensiven Geschmacksnoten bilden sich vor allem im hinteren Teil des Mundes und am Gaumen aus. Insgesamt tritt dieses Rotbier recht resolut und kräftig, gleichsam aber auch ausgeglichen und fruchtig auf. Ein wahres Wechselbad des Geschmacks, wobei jedoch die runden Kombinationen und nicht die vermeintlichen Gegensätze im Mittelpunkt stehen.

Abgang
Erst recht spät treten die raueren und herberen Aromen in Erscheinung. Und wenn sie dann schlussendlich noch ihren Auftritt haben, dann auch nur in einer recht harmonischen und angenehmen Art und Weise.

Kohlensäure
Die Kohlensäure ist vielleicht die kleine Schwachstelle dieses Bieres. Man hätte schon noch eine kleine extra Ladung dazugeben können, damit das Bier noch etwas spritziger daherkommt.

Süffigkeit
Eine solide Grundsüffigkeit ist hier auf jeden Fall gegeben. Durch den süßlichen Anteil des Bieres ist dieses aber nicht von uneingeschränkter Süffigkeit beseelt. Dafür ist es dann doch etwas zu schwer…

Fazit
Eine wirklich feine Bierspezialität aus Nürnberg! Bärenstark im Geschmack und präsent ab der ersten Sekunde. Ganz leichte Abzüge gibt es nur für den leichten Mangel an Kohlensäure.

zur Brauerei
Seit 2004 wird in Nürnberg unter dem Label Schanzenbräu Bier gebraut. Der Name geht dabei auf die Straße zurück, an der die Hinterhofwerkstatt lag, in der der erste Sud angesetzt wurde: die Bärenschanzstraße. Seitdem ging die Erfolgskurve steil nach oben. Seit Anfang 2016 wird nun im eigenen Neubau der Brauerei gebraut. Mehrere Mitarbeiter sind in Vollzeit beschäftigt und schaffen die zwei Stammbiere, Helles und Rotes, sowie Spezialitäten je nach Saison.

Schönbuch Amber Ale

Schwaben gelten gemeinhin ja nicht gerade als Spaßkanonen und große Ausprobierer im kulinarischen Bereich. Auch bei siebenmal Spätzle mit Linsen und Saitenwürtschle pro Woche wird es einem nicht zu eintönig. Gleiches gilt auch für das Export-Bier, das der Durchschnittsschwabe mit stoischer Gelassenheit meistens trinkt. Anders sieht es beim Handwerk aus. Hier wird ausprobiert und getüftelt, was das Zeug hält. Vielleicht kommt es auch so, dass bei der Entstehung dieses schwäbischen Bieres vor allem die ingenieurspezifischen Charakteristika interessant waren und weniger die Lust, ein neues Bier zu kreieren. Wie dem auch sei: Herausgekommen ist das obergärige Amber Ale, das unfiltriert und kalt(!)gehopft das Herz der Biergenießer mit Toffee und Erdbeer-Anspielungen überzeugen soll. Die 6% Alkoholgehalt dürften auf jeden Fall einschlagend sein. Wir haben diese Innovation aus dem Ländle mal unter die Zunge genommen!

Duft und Farbe
Wenn man vorher das Etikett gelesen hat, dann hat man nach dem Lupfen des Kronkorkens tatsächlich das Gefühl, dass einem der Duft von Erdbeerbowle entgegenkommt. Im Glas ist die Verwechslungsgefahr dann schon geringer. Eine intensive Farbe mit einem leichten roten Einschlag erstrahlt eingetrübt dem Biergenießer entgegen. Der Schaum ist leider sehr grobporig und von nur sehr geringer Haltbarkeit.

Einstieg
Das Bier legt gleich ordentlich los, spricht aber nur die obere Hälfte des Mundes an. Hier scheint es zumindest im ersten Moment an der Vollmundigkeit zu fehlen.

Körper und Geschmack
Wer hätte das Gedacht? Tatsächlich überwiegen die fruchtigen Aromen bei diesem Bier. Zwar sind nicht direkt Toffee und Erdbeere erschmeckbar, jedoch hat man deutlich das Gefühl, mit dem Mund einmal durch einen Obstkorb zu pflügen. Der erhöhte Alkoholgehalt macht sich jedoch auch bemerkbar. Ihn erkennt man an den bitteren Anteilen, die sich oben in Richtung Gaumen vernehmen lassen.

Abgang
Im Abgang zeigt sich das Amber Ale ausgewogen zwischen den fruchtigen Anklängen und dem Übergang zum eher herben Nachgeschmack. Hier merkt man, dass das Bier sehr fein komponiert ist.

Kohlensäure
Etwas prickelig an Zunge merkt man bald, dass die Kohlensäure nicht ganz richtig abgestimmt ist. Hier prickelt sie zu sehr, da schafft sie es aber nicht, den Geschmack im Mund zu verteilen und einen ordentlichen Schaum zu gewährleisten.

Süffigkeit
Insgesamt schon ein recht süffiges Bier, was wohl daher kommen mag, dass trotz der süßlichen Anklänge der Körper recht schmal geraten ist.

Fazit
Ein interessantes Bier, das aber wohl eher ein Exot bleiben wird. Auf jeden Fall eine spannende Abwechslung zu den Standardproduktionen aus dem schwäbischen Raum.

zur Brauerei
Diese Brauerei aus Böblingen bei Stuttgart ist inzwischen der älteste Betrieb der Stadt und noch dazu seit der Gründung im Jahr 1823 in Familienbesitz. Die Geschichte ist eng verbunden mit der, der Brauerei Dinkelacker aus Stuttgart, entstammt also regelrecht einer Brauerfamilie. Inzwischen bietet Schönbuch, wie auch der angrenzende Naturpark heißt, eine ganze Reihe von Bieren im Dauersortiment an und braut zusätzlich zu besonderen Veranstaltungen noch Spezialbiere.

CARDINALRED Amber Ale

Immer wieder staunt man über die interessante Außengestaltung der Dosen der BrewBoard Brauerei aus Cambridge. Auch diesmal gelingt dies durch eine frei interpretierbare Vogeldarstellung, die mit Pfeil und Bogen ausgestattet vielleicht direkt unser Herz erobern möchte? Dafür legt sich das Bier ordentlich ins Zeug. Wie bei BrewBoard schon typisch, werden mehrere Sorten Malz und Hopfen kombiniert. Eine der drei Malzsorten nennt sich Red-X und dürfte nicht ganz unschuldig an Namens- und Farbgebung des Bieres sein. Vier Hopfensorten tun ihr Übriges. Bei 4,6% Alkoholgehalt bringt es das CARDINALRED auf starke 57 IBU Bittereinheiten. Ob es so gut schmeckt, wie es sich liest? Hier der Bericht!

Duft und Farbe
Schon der Duft, der mit ordentlich Nachdruck die Dose verlässt, löst aufgeregtes Herzrasen aus. Fruchtig und doch herb, intensiv und doch angenehm – so wirkt das Amber Ale auf den ersten Eindruck. Im Glas zeigt sich das Bier dann entsprechend seines Namens intensiv rot und leicht trüb. Der Schaum ist nicht ganz fein aber dafür von solider Haltbarkeit.

Einstieg
Eine Keule von einem Bier! Gleich am Start merkt man, wohin die Reise geht. Hier hat man es mit einem rauen Begleiter mit Charakter zu tun.

Körper und Geschmack
Das CARDINALRED ist ein Bier, das so prägnant auftritt, dass einem Hören und Sehen vergeht. Hier treffen die Welt der Fruchtigkeit und die kompromisslose Bittere ungedrosselt aufeinander und verdrehen einem den Kopf. Während man beim Ansetzen noch den fruchtigen Duft in der Nase spürt, breitet sich schon während des Schluckes die bittere Wahrheit (hier wirklich nicht negativ zu verstehen!) im Mund aus. Dabei wirkt das Bier zu keinem Zeitpunkt abschreckend oder unrund, sondern wartet viel mehr mit einer unerwarteten und höchst komplexen Geschmackskurve auf. Faszinierend!

Abgang
Der Abgang ist rau und bitter – und wunderschön! Nach dem Abebben der Bittere breitet sich wieder ein Hauch von Fruchtigkeit aus. Das ähnelt fast ein bisschen dem ganz zarten Tau auf einer morgendlichen Wiese…hach, man merkt, wie das Bier einen einfängt.

Kohlensäure
Hier hätte man noch eine Schippe drauflegen können. Bisweilen hat man etwas das Gefühl, dass dem Bier die Luft ausgehen würde. Da gibt’s leider ein paar kleinere Abzüge für…

Süffigkeit
Von ausgeprägter Süffigkeit kann man hier nicht sprechen. Dafür ist das Bier zu speziell. Viel mehr ist dies ein echtes Spezialbier, das man sich in Ruhe und mit ganzem Bewusstsein zuführen sollte.

Fazit
Dieses Amber Ale ist ein ganz besonderes Bier, das mit seiner außergewöhnlichen Geschmackskurve zuerst erschreckt und dann überrascht. Leichte Abzüge für den Mangel an Kohlensäure und sonst Daumen hoch!

zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Cambridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.

Baltic Ale

Ein seltenes Bier hat man da vor sich, wie das Etikett direkt verrät. Scharf schaut einen der Greifvogel an, der die Papierverpackung des Bieres dominiert. Eine recht effektive Methode, um erstens die Aufmerksamkeit der Kundschaft zu erhaschen und zweitens das Bier vor dem bösen Licht zu schützen. Nicht schlecht! Und dann ist auf der Rückseite direkt auch noch eine halbe Rezension abgedruckt. Da erfährt man gleich, dass es sich um ein Feierabendbier handelt, ein Pale Strong Ale, das perfekt zu würzigen und scharfen Speisen passt. 7,5% Alkoholgehalt werden dafür mitgebracht und als Trinktemperatur wird 12°C empfohlen. Dazu ist das Bier auch noch in der Flasche gereift. Oha! Aber Moment: Habe ich das richig gesehen, dass Traubenzucker zugesetzt wird? Und auch der zweite Blick bestätigt diese Kuriosität. Sehr bemüht erklärt das Etikett gleich, dass dies ein traditionelles Verfahren sei. Nun denn. Wir haben das Bier getestet – ganz ohne scharfe Speise!

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Duft und Farbe
Öffnet man die Flasche, dann denkt man bei der ersten Nase eher an einen Sekt als an ein Bier. Leichte Noten von Hefe mischen sich mit Süße und doch auch herben Anstrichen. Beim Einschenken verändert sich wenig am Eindruck. Das Bier ähnelt auch beim Schäumen dem Sekt. Allerdings ist hier der Schaum deutlich feinporiger und haltbarer. Von der Farbe her ist das Bier fast hellgelb und leicht eingetrübt.

Einstieg
Der erste Schluck überrascht und schockiert zugleich. Ist das wirklich Bier? Sekt ist es aber auch nicht. Und hui, was passiert da eigentlich in meinem Mund? Ohaaa…..

Körper und Geschmack
Dieses Bier bildet wirklich das gesamte Geschmacksspektrum ab. Sehr beeindruckend! Wirkt es in der ersten Millisekunde noch prickelnd wie Sekt, bahnen sich sehr schnell süße und fruchtigen Noten die Bahn, die eher eine Hefenote tragen und etwas an neuen Wein erinnern. Im weiteren Verlauf kommen dann mehr und mehr biertypische Nuancen zum Tragen, die das Bier schließlich doch noch korrekt einordnen lassen. Der Körper des Bieres ist fischförmig. Es geht spitz und ohne viel Volumen los, bläht sich dann mit der Süße auf und verengt sich schließlich wieder mit herberen Aromen. Insgesamt ein sehr spannendes Trinkerlebnis, das den Geschmacksbogen maximal spannt.

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Abgang
Ganz entspannt macht das Bier die Biege. Da brennt nichts unangenehm oder stößt bitter auf. Vielmehr breiten sich die herben Geschmacksanteile angenehm aus und runden das Bier ab.

Kohlensäure
Zuerst denkt man, dass dieses Bier sicher zu viel davon hat. Das stellt sich aber als Trugschluss heraus. Für den Zweck des Bieres ist der Anteil der Kohlensäure wohl dosiert und passt zum Gesamteindruck.

Süffigkeit
Schon eher etwas zum Genießen. Dies ist definitiv kein Bier, wovon man sich eins nach dem anderen reinstellt.

Fazit
Ein spritziges und abwechslungsreiches Bier, das streckenweise etwas an Sekt erinnert, dann aber doch seinen ganz eigenen Weg geht. Und auch der zugesetzte Traubenzucker trübt das Bild kein bisschen!

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zur Brauerei
Eine Start-Up Brauerei mit viel Craft Beer, aber ganz und gar nicht da, wo man sie vermuten würde. Während sich hopfenlastige Bierexperimente sonst eher in Berlin-Friedrichshain abspielen, hat diese Brauerei ihren Sitz auf der Insel Rügen. Eine echte Insel-Brauerei also! Und das Spektrum der angebotenen Biere ist groß. Als Titelbilder dienen gerne Tiere: Adler, Wale, Eulen, Wölfe, Gänse. Oder Landschaft: Kreidefelsen, Leuchttürme, Sonnenuntergang am Meer. Die Biere sind durchaus kreativ und hochprämiert. So wurde der Brauerei 2016 bestätigt, das beste IPA der Welt zu brauen. Chapeau!

Duvel

Das Duvel ist wohl das bekannteste der belgischen Biere. Erstmals gebraut wurde es 1918 als Siegerbier nach dem Ende des Ersten Weltkriegs. Es ging wohl darum, Stärke zu zeigen. So lässt sich auch erklären, dass ein Starkbier dabei herausgekommen ist. Der Schriftzug ist überaus charakteristisch und prägt das Bild der Steinieflasche, in der dieses Bier traditionell verkauft wird. Der Stammwürzegehalt von 17,6°P heizt dem Bier ordentlich ein und sorgt dank obergäriger Hefe für einen starken Alkoholgehalt von 8,5%. Hiervon leitet sich auch der Name ab: Teufelsbier! Dabei hat dieses Bier wirklich nicht viel Schreckliches an sich. Zwei verschiedene Hopfen sollen den Geschmack angenehm formen, so darf man annehmen. Aber ob das gelingt? Wir haben es mal ausprobiert!

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Duft und Farbe
Die erste Note des Bieres wirkt wie von Hefe geschwängert. Recht schwer und behäbig bahnt sich der Duft des Bieres den Weg durch die Nase und lässt die Vorfreude auf den ersten Schluck steigen. Im Glas ist das Bier minimal trüb und der feinporige Schaum verschwindet leider recht schnell, naja. Man will ja das Bier trinken und nicht nur den Schaum bestaunen.

Einstieg
Ein aufregender erster Schluck ist das, der sich irgendwo zwischen fruchtigen Anklängen und doch leicht klassisch alkoholischen Noten bewegt.

Körper und Geschmack
Spannend an diesem Bier ist sogleich, dass es sich sehr gleichmäßig im Mund verteilt und auch genauso seinen Geschmack einsetzt. Im allerersten Moment erinnert das Bier beim Ansetzen und ersten Lippenkontakt an Fanta. Krass. Dann ein starker Schwenk in Richtung herbe und leicht alkoholisch anmutende Geschmacksaromen. Insgesamt ist keine wirkliche Entwicklung beim Genuss dieses belgischen Spezialbieres festzustellen. Viel mehr wird man konsequent von der Gewalt des Duvels angestupst.

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Abgang
So stark wie es auftrat, so stark ist es auch im Abgang. Eine prägnant herbe und leicht bissige Note setzt den Schlussakkord.

Kohlensäure
Hier ist das Bier sicherlich stark bedacht worden. Ordentlich viel Kohlensäure bringt das Bier in jede Ecke des Mundes und sorgt, wie schon erwähnt, für eine gewisse Schärfe.

Süffigkeit
Also als wirklich süffig kann man das Duvel nicht bezeichnen. Dafür scheint es im Geschmack zu speziell, im Auftreten zu forsch und was den Alkohol angeht zu stark.

Fazit
Ein abenteuerliches Bier mit spannender Geschichte aus Belgien, das mit einem starken Charakter aufwartet. Wer ein einfaches Bier sucht oder ein süffiges Erlebnis haben möchte, sucht besser woanders.

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zur Brauerei
Die Brauerei Moortgat wurde 1871 von Jan-Leonard Moortgat gegründet. Während des Ersten Weltkriegs kam Moortgat in Kontakt mit den Briten und ihren Ales und beschloss anschließend ein ähnliches Bier für den heimischen Markt zu konzipieren. Dieses nannte er in Gedenken an das Ende des Weltkriegs „Victory Ale“. Es entpuppte sich als regelrechter Kassenschlager und wurde schließlich in Duvel umbenannt. Doch dabei blieb es nicht. Der durchschlagende Erfolg veranlasste schließlich die ganze Brauerei zu einem Namenswechsel und so kam es zum heutige Namen der Brauerei: Duvel Moortgat. Weiterhin hält die Familie Moortgat das Steuer in der Hand. Es werden auch weitere Biersorten produziert, überwiegend im Starkbierbereich.

Finne Pale Ale

Von der Brauerei wird das Pale Ale als ein Bier bezeichnet, das gegen den Strom schwimmt. Dafür steht sinnbildlich auch der Kran, der den Münsteraner Hafen symbolisieren soll. Im Bier steckt auch einiges gutes drin – und alles ist bio. Insgesamt tummeln sich vier verschiedene Hopfensorten und nochmals vier verschiedene Malzsorten im Pale Ale. Fertig gebraut bringt es das Bier so auf 68 IBU-Bittereinheiten und 6,1% Alkoholgehalt. Wendet man seinen Blick abschließend nochmal auf das liebevoll gestaltete Etikett, dann erblickt man sogar die Schwäne des Münsteraner Aasees. Ein Bier, das viel auf seine Heimatstadt hält. Und der Inhalt der Flasche? Lest dafür hier weiter!

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Duft und Farbe
Eine wahre Fruchtexplosion schlägt einem olfaktorisch entgegen, sobald sich der Kronkorken von der Flasche löst. Es ist wirklich so, als würde man eine Flasche Tropicana öffnen, aber ein vergewissender Blick auf die Flasche bestätigt: es ist ein Pale Ale. Im Glas zeigt sich das Bier leicht trüb und von etwas rötlich angehauchter Farbe. Der Schaum hat eine annehmbare Konsistenz und eine recht gute Haltbarkeit.

Einstieg
Nimmt man den ersten Schluck, legt das Finne Pale Ale gleich auch ordentlich los und entfaltet seinen klarkantigen Geschmack.

Körper und Geschmack
Der Geschmack hält im Vergleich zum Körper eine ziemliche Überraschung bereit. Denn das Pale Ale wirkt lange nicht so fruchtig, wie es im ersten Moment schien. Viel mehr dominieren herbe Aromen die Szenerie. Der Geschmack setzt vor allem im hinteren Mund an und geht ordentlich in die Breite. Das bringt einen gleich auch schon zu Frage des Körpers. Das Bier hat einen recht dominanten Körper, der gerade mit den sich zügig entwickelnden herben Noten an Breite gewinnt. Interessante, wenn auch unverhoffte Entwicklung.

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Abgang
Die herben Noten dominieren auch den Abgang. Hier kommen diese starken Anklänge nochmal so richtig zur Geltung und lassen einen noch lange an das Bier denken.

Kohlensäure
Die Kohlensäure reicht allemal aus, um einen soliden Schaum zu produzieren. Beim Trinken dürfte es durchaus eine Prise mehr sein, aber vielleicht macht dies so auch gerade den Charakter des Pale Ales aus.

Süffigkeit
Die herben Aromen verhindern eine Bestnote im Bereich Süffigkeit, aber gerade an warmen Sommertagen kann man sich schon mehrere Fläschchen hiervon vorstellen.

Fazit
Ein sehr prägnantes Bier mit sehr eigenem Charakter, dem man besonders den Hopfen sehr anmerkt. Ein Pale Ale, dem man locker abnimmt, wirklich handwerklich hergestellt worden zu sein.

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zur Brauerei
Diese Brauerei, die sich selbst das Label „Craft Beer“ aufdrückt, stammt aus dem Kreuzviertel der westfälischen Fahrradmetropole Münster. Alle Biere werden nach Bio-Standard gebraut und die Auswahl kann sich sehen lassen: Helles, Weizen, Pils, Pale Ales und auch einige fruchtige Experimente. Der Name stammt übrigens aus der Münsteraner Lokalsprache „Masematte“ und bedeutet schlicht und ergreifend ‚Flasche‘. Diese werden in der Brauerei auch fleißig gefüllt!

Atlantik-Ale

Frisch von der Küste packt dieses Ale gleich alles auf den Tisch. Aus der Hansestadt Stralsund zaubert die Störtebeker Braumanufaktur ein Bier hervor, das seinen Namen vom großen Teich, dem Atlantik, erhalten hat. Doch dieses Bier ist nicht nur mit einem großen Namen bedacht. Vier verschiedene Malze, darunter auch Weizenmalz, sowie vier Hopfensorten sollen für ein ausgetüfteltes Geschmackserlebnis sorgen. Bei einem Stammwürzegehalt von 11,4°P kommt das Atlantik-Ale gerade noch mal so um das Prädikat „Schankbier“ drumherum und darf sich noch „Vollbier“ schimpfen. Dabei wird ein Alkoholgehalt von 5,1% erreicht – gar nicht mal so wenig. Ob sich all diese Werte auch im Geschmack widerspiegeln, das haben wir für euch getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und erhaben strömt der Duft des Ales aus der Flasche. Man hat das Gefühl, dass der Duft des Bieres so intensiv ist, dass die Vollmundigkeit schon so richtig in der Luft liegt. Gleichzeitig wirkt das Bier geruchlich gesehen dennoch leicht und weckt Assoziationen zu sanft blühenden Blumenwiesen. Im Glas präsentiert sich das Atlantik-Ale als schwachgelb mit minimaler Eintrübung. Die Brauerei beschreibt das als strohgelb. Der Schaum ist grob, aber den muss man sich eh nicht lange ansehen.

Einstieg
Der erste Schluck überrascht – und das gleichzeitig auf viele Arten und Weisen. Er ist ganz anders als erwartet und dennoch überraschend gut.

Körper und Geschmack
Zunächst wirkt das Bier sehr weit hinten im Mund und bildet kaum fruchtige Noten aus. Hier gibt es zunächst einen krassen Bruch zum Duft, den man vorher wahrgenommen hat. Auch im weiteren Verlauf wollen sich so richtig fruchtige Noten nur sehr zaghaft, quasi auf Nachfrage, einstellen. Das Bier wirkt recht herb und dieser Eindruck verstärkt sich zusehends. Bemerkenswert ist auch, wie sanft sich das Bier im Mund anfühlt. Wirklich cremig, was bei Bieren tatsächlich selten ist. Dabei punktet das Ale massiv in Sachen Vollmundigkeit. Hier kann ihm so schnell keiner was vormachen.

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Abgang
Hinten raus dominieren vor allem herbe Noten, die das Bild jedoch nicht stören, sondern einen runden Abschluss bieten. Und sogar das Bäuerchen macht Freude (hier wirkt das Bier dann sogar fruchtiger als beim Trinken selbst 😉 ).

Kohlensäure
Beim Ale muss man diese Kategorie wohl etwas vernachlässigen. Fakt ist, dass die Kohlensäure, die vorhanden ist, das tut, was sie tun soll.

Süffigkeit
Nicht das süffigste Bier, das je erfunden wurde, aber ein solider Vertreter seiner Art. Teilweise wirkt es so, als sei das Bier etwas schwerfällig beim Trinken, was die Süffigkeit hemmt.

Fazit
Ein spannendes Ale mit vielen Facetten, das sowohl Nase, Mund und Auge etwas bietet. Da sehnt man sich an Deck eines alten Atlantik-Liners, wo nach getaner Arbeit dann verdient die ein oder andere Flasche Ale geöffnet wurde….hach!

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zur Brauerei
Die Störtebeker Braumanufaktur geht auf die Stralsunder Vereinsbrauerei und ihre lange Geschichte zurück, die alles in allem bis ins 13. Jahrhundert zurückreicht. Der direkte Vorgängerbetrieb wurde 1827 gegründet, vergrößerte sich stetig, wurde aber schließlich in der ehemaligen DDR zu einem volkseigenen Betrieb umgebaut. Nach der Wende stand die Produktion zunächst noch still, lief aber schließlich 1997 wieder an. Seit 2012 ist der aktuelle Name gebräuchlich. Heute gibt es eine große Vielfalt an Bieren, die unter verschiedenen Markennamen vertrieben werden.

14er Maroon Bells Guava

Dieses Bier kommt aus Colorado und ist verdammt stolz darauf. Dass in diesem amerikanischen Bundesstaat, der an sich schon sehr hoch gelegen ist, die Berge dominieren, sieht man dem Bier dezent an. Überall sind Berge abgebildet und der Hashtag der Brauerei lautet #howweclimb. Als wäre das nicht schon alles aufregend genug, ist der Strichcode in Form des US-amerikanischen Star-Spangled Banner abgebildet und der Alkoholgehalt wird mit 5,25% auf die zweite Nachkommastelle angegeben. Und noch etwas ganz besonderes: Dieses Bier ist mit frischem Guaven-Püree gebraut, was eine besondere Fruchtigkeit und Frische verleihen soll. Wie sehr es uns erfrischt habt, erfahrt ihr in dieser Rezension!

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Duft und Farbe
Der Duft, der der Dose entweicht, ist zunächst gar nicht so sehr fruchtig, wie man sich das nach den einführenden Worten zum Püree hätte denken können. Dennoch wirkt das Bier auf Anhieb sehr frisch und man hat mächtig Lust gleich loszulegen. Im Glas zeigt sich das Bier leicht eingetrübt mit einer mattgelben Farbe. Der Schaum ist mittelporig und von annehmbarer Haltbarkeit.

Einstieg
Hier kommt die Guave schon ein bisschen mehr heraus. Von Anfang an ist das Bier sehr präsent und bringt seine Aromen zur Geltung.

Körper und Geschmack
Der Geschmack ist höchst markant. Auf der einen Seite nicht wirklich fruchtig-süß, sondern eher auf eine absurde Art erfrischend bitter. Das scheint wohl das Guaven-Püree zu bewirken, das sich hier in gekonnter Weise durchsetzt. Der Geschmack spielt sich vor allem in der oberen Mundhälfte ab, wo sich auch der Geschmacksbogen entwickelt, der auch noch dann nicht abreißt, wenn das Bier schon lange der Schwerkraft nachgegeben hat.

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Abgang
Bis zur letzten Sekunde entwickeln sich immer neue Anklänge dieses Bergbieres. Zum Schluss scheinen die meisten bitteren Noten verschwunden und ein diffuser leicht süßlicher Geschmack lässt einen schon vom nächsten Schluck träumen.

Kohlensäure
Zwar kommt nicht übermäßig viel Kohlensäure zum Einsatz, aber dennoch ist das Bier bestens mit Blubberblasen versorgt. Oder sagen wir mal so: es ist nicht sprudelig aber dem Biere durchaus angemessen.

Süffigkeit
Man hat das Gefühl, dass das Püree dem Bier ein wenig seine Leichtigkeit nimmt und es dadurch nicht ganz so einfach durch den Rachen schwingt. Das gibt leider kleine Abzüge bei der Süffigkeit.

Fazit
Zwar darf man dieses Bier bei Strafe nicht in einem Satz mit dem deutschen Reinheitsgebot nennen, dennoch ist es eine Bereicherung für die Bierwelt und gerade für den amerikanischen Markt, auf dem man ja fast alles ausprobieren darf.

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zur Brauerei
Die 14er Brewing Company ist das Baby von Andrew Kaczmarek und Nato Francescato. Zusammen haben die beiden schon so einiges in der Bierbranche angestellt. Sie arbeiteten schon in Brauereien, als sie selber noch keinen Alkohol trinken durften und führten gemeinsam eine Hopfenfarm. Mit der eigenen Brauerei verwirklichen sie sich nun ihren Traum. Neben abgefahrenen Biersorten legen sie großen Wert auf Nachhaltigkeit und so geht pro verkaufter Dose eine Spende an eine Naturschutzorganisation. Da macht das Bier gleich doppelt Spaß!

LAKOTA American Pale Ale

Bei BrewBoard geht es nie nur um das Bier, sondern es ist immer ein Gesamtkonzept, dass sich darbietet. Beim LAKOTA ist das nicht anders. Die Dose ist geziert von einem Indianer-Häuptling, wahrscheinlich einem Lakota selbst, der mit einem Adler posiert. Die Lakota sind die westlichste Gruppe der Sioux-Indianer in Nordamerika. Gemeinsam mit den Dakota-Stämmen und einigen anderen leisteten sie erbitterten Widerstand gegen die vorrückenden Amerikaner, die die Indianer in Reservate sperren wollten. Das LAKOTA von BrewBoard spielt auf den freien Geist der Indianer an. Hierfür werden vier Malze und vier Hopfen herangezogen, die alle ihre besten Eigenschaften einbringen sollen. Heraus kommen 5,1% Alkoholgehalt und 39 IBU-Bittereinheiten. Ob das Bier eines Häuptlings würdig ist oder an der Marterpfahl gehört? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Fruchtig und prickelnd strömt es einem nur so aus der Öffnung entgegen. Man könnte fast denken, dass man sich im Regal vergriffen und an eine Dose gelangt sei, aber weit gefehlt. Entlässt man das Bier ins Glas, steigt zwar die Gewissheit, dass man es tatsächlich mit einem Hopfenprodukt zu tun hat, jedoch überrascht auch die intensive und recht dunkle Farbe des Bieres, das ganz minimal eingetrübt scheint. Der Schaum ist nicht ganz feinporig, aber relativ haltbar.

Einstieg
Setzt man das Bier ein erstes Mal an, dann ist man zunächst von der Textur erstaunt. Sie lässt das Bier fast schon etwas dickflüssig wirken. Ansonsten ist das Bier von Anfang an – vielleicht auch gerade wegen dieser Textur, sehr präsent.

Körper und Geschmack
Dieses Bier braucht weder An- noch Vorlauf, um sich in ganzer Fülle zu präsentieren. Dabei orientiert es sich immer an der Gratscheide zwischen fruchtig und bitter. Nach jedem Schluck bahnen sich zunächst fruchtige und süße Aromen ihren Weg. Diese sind vor allem im Bereich Beerenobst und tropische Früchte zu verorten. Bald darauf setzen sich aber schon herbe Noten durch, die dem Bier eine markante und sehr bittere Art geben, die sich aus dem Geschmack zum Abgang hin fortsetzt. Auch hier macht sich die besondere Textur bemerkbar, die dem Bier im Mund genug Zeit gibt, das volle Aroma zuu entfalten.

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Abgang
Wie bereits angesprochen, wird der Abgang von bitteren Aromen dominiert, die die fruchtigen Noten ablösen. Am Hopfen wurde hier definitiv nicht gespart und dass Pilsner eine der Sorten ist, unterstreicht nochmals den grundsätzlich herben Charakter dieses britischen Bieres.

Kohlensäure
Zwar ist von der Kohlensäure nicht so unglaublich viel zu merken, aber sie würde auch etwas im Kontrast zur Textur stehen oder noch schlimmer: den Effekt der Textur aufheben. Von daher ist so wie es ist alles gut.

Süffigkeit
Hier handelt es sich doch eher um ein schwereres Bier, von dem man sich nicht so schnell mehrere zuführt.

Fazit
Das LAKOTA ist ein schönes Beispiel dafür, dass tüchtige Brauer nicht nur mit den Aromen, sondern auch mit den Texturen der Biere spielen können. Dieses Bier ist geschmacklich super und bietet auch sonst viel zu entdecken.

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zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.

RIPCHORD Session Pale Ale

Schon beim Anblick der Dose stellt sich die Erwartung ein, dass hier ordentlich Musik drin ist: eine wilde und futuristische Abbildung mit Base und Gitarre geben dem Bier aus Camebridge ein rockiges Image. Für den Geschmack sorgen vier verschiedene Malz- und fünf verschiedene Hopfensorten. Insgesam bringt es das Bier auf 4,3% Alkoholgehalt und verspricht laut Homepage 41 (IBU-)Bittereinheiten. Der Name des Bieres könnte – gerade auch aufgrund des musikalischen Auftritts – als Hommage an die ehemalige britische Rockband gleichen Namens aus Wolverhampton verstanden werden. Ob das Bier auch rockt? Wir haben es getestet!

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Duft und Farbe
Der umwerfende Duft lässt einen schon fast aus den Latschen kippen. Das Bier verzaubert durch sehr fruchtige Noten und eine starke Note von Pfefferminze bis Mandarine. Traumhaft! Im Glas überzeugt das Ripchord mit seiner intensiv gelb-orangenen Farbe und der gleichmäßigen Eintrübung. Der Schaum wirkt recht fein, ist aber eher in homöopathischen Dosen vorhanden und nicht mit der längsten Lebensdauert gesegnet.

Einstieg
Ab dem ersten Moment ist das Session Pale Ale sehr präsent und spendiert einen Haufen Geschmack. Hierbei wirkt es deutlich markanter, als es der süße Duft hätte vermuten lassen. Es wird gleich der gesamte Mund angesprochen.

Körper und Geschmack
Insgesamt wartet das Bier mit einer Fülle von Geschmacksanteilen auf. Es finden sich sowohl die fruchtigen Aromen wieder, die sofort mit dem Duft bemerkt wurden, als herb anmutende Anteile. Insgesamt ist das Bier in seinem Geschmack sehr ausgewogen und mit jedem neuen Schluck wird der Bogen, der von den verschiedenen Aromen gespannt wird, neu vermessen und abgeschritten. Das Bier hat zudem eine sehr weiche und fast schon cremige Struktur, die einfach Spaß macht.

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Abgang
Gerade zum Ende hin setzen sich eher herbe Noten durch, die einen markanten Abschluss für das Session Pale Ale darstellen. Hier kommen die fünf verschiedenen Hopfen, die offenbar mit größter Sorgfalt ausgesucht wurden, voll zur Geltung.

Kohlensäure
Was den Schaum angeht, so könnte man an dieser Stelle nach einer Erhöhung der CO²-Dosis schreien. Allerdings zeigt die cremige Struktur, dass offenbar schon genug Kohlensäure vorhanden ist. Sie wirkt nur an einer anderen Stelle 😉

Süffigkeit
Durchaus ein süffiger Tropfen, bei dem nach einiger Zeit jedoch die süßlichen Anklänge zu dominant erscheinen könnten.

Fazit
Das Ripchord Session Pale Ale ist ein richtiger Knaller! Fruchtig und dennoch markant herb. Schaumarm und trotzdem cremig. Die Gegensätze machen das Bier zu dem, was es ist: ein sehr gelungener Vertreter seiner Art und eine große Bereicherung für die Bierwelt!

Ripchord3

zur Brauerei
BrewBoard ist noch eine recht junge Brauerei, die sehr viel Wert auf ihre Unabhängigkeit legt. Sie präsentieren sich unter dem Slogan: „BrewBoard is a very new, very independent brewer. […] Discerning drinkers assemble, there’s a new player in town …“ Die anspruchsvollen Trinker können sich derzeit an sechs verschiedenen Bieren probieren. Außerdem bietet die Brauerei aus Camebridge viele Events in ihrer Zentrale an, bei denen man zwischen den Braukesseln Kulturelles erleben und gleichzeitig Hopfiges genießen kann.