Schönbuch Doppelbock

„Ich komm aus Böblingen bei Stuttgart – uncool!“…so besangen Kraftlkub die schwäbische Bierstadt in ihrem Lied ‚Ich will nicht nach Berlin‘. Der Schönbucher Doppelbock findet seine Herkunft gar nicht uncool. Vielmehr ist das Bier bockstolz auf sich selbst und seine Brauerei. Stärke demonstrieren zudem die insgesamt vier Stiere auf den Etiketten der Flasche. Oder ist das etwa Red Bull? Fest steht, dass die 8,2% Alkoholgehalt sicher auch schon dem ein oder anderen Biergenießer Flügel verliehen haben dürfte. Was sonst noch hinter diesem schwäbischen Schwergewicht steckt, das 2015 den European Beerstar in Gold gewann, gibt es in dieser Rezension!

Duft und Farbe
Feinaromatisch strömt der Duft des Bieres aus der Flasche. Dabei ist er gar nicht so schwer und aufdringlich, wie man es sich bei solch einem Bier vielleicht vorgestellt hätte. Vielmehr mischt sich eine leicht süßliche Note ein, für sich selbst nicht überraschend, die sich aber vornehm zurückhält. Im Glas macht das Bier eine gute Figur. Es ist nicht glasklar, aber fast! Der Schaum ist recht fein und von ausreichender Haltbarkeit.

Einstieg
Der erste Schluck weckt alle Geister des Körpers zum Leben. Ein angenehmer Mix aus erfrischendem Charakter eines Hellen und der Urkraft eines Bocks strömt in den Körper und rüttelt einen so richtig auf. Puh!

Körper und Geschmack
Dieses Bockbier ist auf jeden Fall eine schwergewichtige und sehr runde Nummer. Das merkt man direkt, sobald man einen Schluck im Mund hat. Es nimmt sich gleich ordentlich Platz, um den vollen Geschmack zu entfalten. Während vorne im Mund vor allem vegetative Aromen ihre Entfaltung finden, breiten sich im hinteren Teil des Mundes etwas süßere und damit noch schwerere Geschmacksteile aus. Eine leicht alkoholische Note kann man allerdings auch nicht negieren. Sie hält sich aber sehr in Grenzen.

Abgang
Eine runde Sache verabschiedet sich auch sehr rund wieder aus dem Mund. Hier tun sich zwar auch etwas bittere Anteile hervor, jedoch ohne das Gesamterlebnis zu torpedieren. Danach gibts nichts Fieses, sondern man ist direkt bereit für den nächsten Schluck.

Kohlensäure
Wohl dosiert tut die Kohlensäure zuverlässig ihren Job. Das Bier kommt in alle Ecken, wo es hingehört. Dabei brennt es nicht und wirkt auch nicht lasch. Alles richtig gemacht!

Süffigkeit
Für ein Bockbier ist dieses schwäbische Produkt erschreckend süffig. Das macht fast schon Angst…

Fazit
Das Bockbier von Schönbuch ist überraschen süffig und wirkt eher wie Mittler zwischen Hellem und Bockbier. Ein guter Start für alle, die neugierig auf Bockbier sind.

zur Brauerei
Diese Brauerei aus Böblingen bei Stuttgart ist inzwischen der älteste Betrieb der Stadt und noch dazu seit der Gründung im Jahr 1823 in Familienbesitz. Die Geschichte ist eng verbunden mit der, der Brauerei Dinkelacker aus Stuttgart, entstammt also regelrecht einer Brauerfamilie. Inzwischen bietet Schönbuch, wie auch der angrenzende Naturpark heißt, eine ganze Reihe von Bieren im Dauersortiment an und braut zusätzlich zu besonderen Veranstaltungen noch Spezialbiere.

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