Schimpf Weizenbock

Manchmal ist es ja schon so, dass die Flasche einem sagt, dass das Bier etwas ganz besonderes sein muss. Hier haben wir eine Bügelflasche im 0,33er Format und in einer abgewandelten Steinieform. Das Antlitz des Etiketts ziehrt ein stilisierter Dickhornschaf-Schädel, was in Kombination mit den eher dunklen Farben schon ein starkes und fast imposantes Auftreten garantiert. Imposant sind auch die Werte, die dieses Bier aufweist: hier schlagen 17,8°P Stammwürze und 7,8% Alkholgehalt zu buche. Zusätzlich zeichnet sich dieses Bockbier dadurch aus, dass es mit Weizen- und Gerstenmalz eingebraut wurde. Ob es sich lohnt, diesen Exoten zu probieren, haben wir versucht herauszufinden!

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Duft und Farbe
Wenn man es hier hat ploppen lassen, tut sich erstmal nichts. Erst allmählich schiebt sich eine zarte Wolke schwer-süßlicher Aromen nach oben. Ansonsten muss man sich aber gedulden, bis man dem Bier etwas Auslauf gewährt. Hier zeigt sich der Weizenbock mit intensiver brauner Farbe und einer markanten Eintrübung. Der Schaum präsentiert sich zunächst üppig und feinporig, verdünnisiert sich dann aber fix.

Einstieg
Es würde einen schon verwundern, wenn dieses Bier nicht von Anfang an mit starker Präsenz, üppigen Aromen und prächtiger Fülle.

Körper und Geschmack
Zwar tritt das Bier von Anfang an sehr markant auf, wirkt jedoch nicht so schwer, wie man es von einem Weizenbock wohl erwartet hätte. Stattdessen wirkt es so, als ob die sanfte Art des Weizens die Schwere des Bocks etwas ablindern würde. Der Geschmacksbogen ist weit gespannt. Anfangs dominieren leicht süße Aromen, die sich zunehmend zu durchaus bitteren Anflügen entwickeln. Insgesamt aber ein sehr rundes Auftreten.

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Abgang
Man muss diesen Abgang schon mögen. Es dominieren sehr bittere Aromen, die einem Freund von Alster oder auch von Hellem durchaus die Schuhe ausziehen könnte.

Kohlensäure
Es ist wenig überraschen, dass dieses Bier eher wenig Kohlensäure aufweist. Einen kleinen Tacken mehr für eine anständige Schaumproduktion wäre schön, aber trübt das Biererlebnis nur marginal ein.

Süffigkeit
Überraschend süffig für einen Weizenbock. Da muss man schon aufpassen, dass einem der Alkohol kein Schnippchen schlägt.

Fazit
Eine durchaus interessante Kreation aus dem Hause Schimpf – von der Flasche bis in den Schlund. Überraschend sanft und süffig, aber mit einem Abgang, den man mögen muss.

sdr

zur Brauerei
Die Kronenbrauerei Schimpf wurde im Jahr 1870 von der Familie Ohngemach gegründet. Acht Jahre nach der Gründung, trat die bis heute brauende Familie Schimpf in Erscheinung und kaufte die Brauerei. Inzwischen befindet sich die der Traditionsbetrieb in der fünften Generation und ist somit zu einem Kulturträger von Remmingsheim geworden. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Brauerei von einem Kleinbetrieb zu einem richtigen Gewerbebetrieb umgebaut. Heute umfasst das Angebot neun reguläre Biere, die um saisonale Extras ergänzt werden. Am besten genießt man diese Spezialitäten direkt in der Brauereigaststätte!

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