Sapporo Premium

Sapporo ist nicht nur der Name einer Millionenstadt auf der nordjapanischen Insel Hokkaido, sondern auch von einem großen Getränkekonzern – nach eigenen Angaben die älteste Biermarke Japans. Unter dem charakteristischen Stern des Unternehmens wird auch ein Pilsner produziert, das mit 4,7% Alkoholgehalt ganz unauffällig unter die deutschen Artgenossen tauchen könnte. Ob es nur ein Pils von der Stange ist oder eine fernöstliche Spezialität – wir haben es getrunken!

dav

Duft und Farbe
Die erste Nase erinnert wenig an den stark hopfigen und intensiven Geruch klassischer Pilsener. Stattdessen ist der Geruch eher gedeckt und hält sich sehr mit hervortretenden Aromen zurück. Im Glas zeigt sich das Bier mit einer intensiven goldgelben Färbung, der pilstypischen Klarheit, aber leider einer desaströsen Schaumbildung.

Einstieg
Im ersten Moment ist man sich nicht sicher, ob man gerade wirklich ein Pils probiert hat. Normalerweise würde sich ein Bier dieser Gattung von Anfang an durch eine klare Kante ausweisen. Das ist hier ganz klar nicht der Fall.

Körper und Geschmack
Dieses Bier lässt sich wirklich schwerlich beschreiben. Auf der einen Seite ist der Geschmackskörper nur sehr begrenzt ausgebildet. Nur eine minimal nussige Note lässt sich beim Sapporo Premium herauslesen. Auf der anderen Seite überzeugt das Bier durch seine angenehmen Trinkeigenschaften, die vornehmlich durch den sanften und recht dichten Körper zustande kommen.

sdrAbgang
Auch im Abgang verhält sich das Bier höchst friedlich. Es gibt keinerlei Störgeschmäcke, sondern es verabschiedet sich weich und angenehm.

Kohlensäure
Keine großen Überraschungen gibt es beim Sapporo bei der Kohlensäure. Sie tut, was sie tun muss und ist für ihre Aufgabe auch genügend ausgestattet.

Süffigkeit
Dieses Bier wartet mit einer sehr großen Süffigkeit auf. Der angenehme Körper, der runde Charakter und das Fehlen sämtlicher Störgeschmäcke begünstigen dies.

Fazit
Nein, das Sapporo ist kein Pils von der Stange, definiert aber auch bei weitem keine neuen Maßstäbe. Stattdessen ist es ein sehr sanftes Bier, das sich gut als Begleiter für entspannte Abendessen jeder Art handeln dürfte, da der Geschmack nirgendwo aneckt.

edf

zur Brauerei
Die Brauerei wurde 1876 zunächst von staatlicher Stelle gegründet, um die Erschließung der Insel Hokkaido zu unterstützen. Der erste Braumeister hatte zudem sein Handwerk in Deutschland gelernt. Nach zehn Jahren wurde die Brauerei privatisiert und ist heute einer der größten Getränkeproduzenten Japans, wobei bereits viele ausländische Brauereien, u.a. in Kanada und den USA, übernommen wurden.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s