Härle Leichte Weisse

Wenn man einmal keinen Alkohol trinken möchte, dann bieten sich natürlich alkoholfreie Biere an. Die gibt’s inzwischen ja auch von fast jeder Brauerei und für jede Brauart. Neuer und ehrlich gesagt auch etwas spannender sind jedoch die Biere, die einen reduzierten Alkoholgehalt haben, aber dennoch als vollwertige Mitstreiter auftreten wollen. Die Leichte Weisse ist so ein Bier. Mit 3,1% Alkoholgehalt deutlich zurückhaltender als der große Bruder sollte dieses Bier auch der Leber etwas verträglicher gegenüberstehen. Wie die Leichte Weisse schmeckt? Wir haben sie getrunken!

sdr

Duft und Farbe
Leicht brotig bahnt sich der Duft dieses Bieres den Weg aus Flasche. Dabei ist der Geruch sehr zurückhaltend, man wird also nicht von Schwaden übermannt. Im Glas entwickelt das trübe Bier eine intensive Bernsteinfarbe und eine samtige Schaumkrone. Da kriegt man direkt Lust auf den ersten Schluck!

Einstieg
Wenn das Bier zum ersten Mal die Lippen berührt und man den ersten Schluck nimmt, dann ist das Gefühl des fülligen Körpers ähnlich dem eines klassischen Weizenbieres. Im zweiten Moment ist man jedoch etwas enttäuscht, denn es wirkt so, als könnte der Geschmack bei der Fülle des Körpers nicht mithalten.

Körper und Geschmack
Dieser erste Eindruck setzt sich leider auch im weiteren Verlauf fort. Zwar macht das Bier von seiner massigen Konsistenz her und dem Gefühl, dass es im Mund gibt, einiges her, aber es fehlt der korrespondierende weizentypische vollmundige Geschmack dahinter. Stattdessen wirkt das Bier recht wässrig und die auf dem Etikett abgedruckten Attribute wie „fruchtig“ kann man nur mit genügend ausgeprägter Fantasie oder hypersensiblen Geschmacksnerven entdecken.

dav

Abgang
Im Abgang macht sich die etwas zu reichlich dosierte Kohlensäure bemerkbar, die hier ein klein bisschen zu aggressiv in Erscheinung tritt. Ansonsten verabschiedet sich das Bier unproblematisch und ohne Nebeneffekte.

Kohlensäure
Wie bereits erwähnt wurde hier etwas zu viel Blubber eingesetzt. Das hört man bereits beim Eingießen und merkt es dann auch im Abgang. Hier wäre etwas weniger mehr gewesen.

Süffigkeit
Zumindest am Alkoholgehalt sollte es hier nicht scheitern. Ansonsten weist aber auch nicht viel auf eine erhöhte Süffigkeit hin.

Fazit
Bei diesem speziellen Vertreter würde ich entweder direkt zum alkoholfreien Bier oder zum vollwertigen Weizen greifen. Hier stimmt zwar das massige Gefühl im Mund, es fehlt jedoch vollkommen das geschmackliche Erlebnis.

sdr

zur Brauerei
Die Geschichte der Brauerei geht in das Jahr 1897 zurück. Da gründete Clemens Härle, nachdem er selbst bei verschiedenen Brauereien gearbeitet hatte, seine eigene Wirk- und Braustätte. Bis heute wird im gleichen Gebäude gebraut, das 1896 erbaut wurde und auch heute noch wird die Brauerei von Nachkommen des guten Clemens geführt. Heute freilich mit deutlich mehr Sorten und einem starken Fokus auf Nachhaltigkeit, wofür die Brauerei mehrfach ausgezeichnet wurde.

 

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