Ur-Krostitzer Pilsner

Der schwedische König Gustav Adolf II. schenkt diesem Bier sein Antlitz. Das Pilsner ist das Stammbier und Zugpferd aus dem Hause Ur-Krostitzer. Dieses untergärige Gebräu zieht mit 11,3°P Stammwürze und 4,9% Alkoholgehalt ins Feld. Einst soll das Bier des Königs Durst gestillt haben, bevor diese die Schlacht gegen Tilly gewann. Heute soll sich das Ur-Krostitzer Pils noch immer durch besondere Schaumbeständigkeit ausweisen. Ob das stimmt? Wir haben es getrunken!

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Duft und Farbe
Herb und leichtwürzig bahnt sich der Duft des Ur-Krostitzers den Weg aus der Flasche. Im Glas zeigt sich das Bier mit einer intensiven Farbe und ist klar filtriert. Der Schaum weist tatsächlich eine ganz solide Haltbarkeit auf. Das hebt das Ur-Krostitzer Pils auf jeden Fall von anderen ab.

Einstieg
Der Einstieg bei diesem Bier ist recht mild, aber dennoch würzig. Beeindruckend ist, dass dieses Pils mit dem ersten Schluck dermaßen die Geschmacksnerven anregt, dass man nur so nach dem zweiten Schluck lechzt.

Körper und Geschmack
Das Ur-Krostitzer Pils hat einen angenehm geformten Körper – weder zu massig noch zu schmal. Es dominieren ganz klar würzige Aromen, die ein wenig an Heu und Stroh erinnern. Wenn man genau hinschmeckt, dann kommt eine sehr zarte Nuance hervor, die eine Assoziation an Vanille weckt. Herbe Geschmacksanteile kommen nur sehr zögerlich zur Geltung.

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Abgang
Hinten raus wird das Pils zunehmend herber, was sehr positiv und angenehm zu bewerten ist. So durchläuft man mit dem Bier tatsächlich eine schöne Geschmackskurve.

Kohlensäure
Mit einer gut abgestimmten Portion Kohlensäure kommt dieses Bier genau überall dorthin, wo es hin soll. Das passiert ohne zu scharf oder zu lasch zu sein. À point!

Süffigkeit
Das Ur-Krostitzer hat eine solide Süffigkeit, ist in großen Mengen aber eventuell ein bisschen zu würzig.

 

Fazit
Man kann sich schon gut vorstellen, dass dieses Bier den Durst des schwedischen Königs gut gestillt hat: rund und ausgewogen und mit einer guten Süffigkeit. Aber ob das der einzige Grund für den Sieg des Königs war, das weiß man nicht!

 

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zur Brauerei
Eine Brauerei mit einer wirklich langen Tradition! Sie geht auf das Jahr 1534 zurück, indem erstmals das Braurecht durch den regionalen Herzog verliehen wurde. Highlight ist sicherlich der Besuch des schwedischen Königs im Jahr 1631, der hier vor der Schlacht gegen den Reichsgrafen Tilly seinen Durst stillte. Heute ist die Brauerei aus der Nähe von Leipzig ein Teil der Radeberger Gruppe, legt aber nach wie vor viel Wert auf ihre eigene Geschichte!

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