Wolfscraft Das Helle!

Es kommt selten vor, dass in Biernamen Satzzeichen zur Verwendung kommen. Aber zur Wolfcraft-Philosophie gehört ja gerade eben dazu, nicht der Standard zu sein und sich vom Durchschnitt abzuheben. So zieht auch das Helle vor das Gericht des geneigten Biertrinkers, wirft noch kurz den Untertitel „frisch & exotisch“ in den Ring und stellt sich schließlich mit 4,9% Alkoholgehalt der Jury des Gaumens. Ob es überzeugen konnte, lest ihr hier!

dav

Duft und Farbe
Fast schon typisch für Wolfscraft kommen von Anfang an sehr fruchtige und süße Düfte zum Ausdruck. Wie bereits beim Weizen ist man doch etwas verdutzt: Handelt es sich nicht doch um ein IPA? Hat man sich am Regal vergriffen? Im Glas zeigt sich das Bier mit einer intensiven Farbe. Hierbei ist es trüb, wurde also nicht filtriert, was zum klassischen Bierhandwerk von Wolfscraft passt.

Einstieg
Der erste Schluck fällt dann doch nicht so fruchtig aus, wie man anfangs erwartet hätte. Vielmehr mischt sich ein angenehm herber Ton mit ein, der dem Bier eine wohlige Frische verleiht. Der Geschmack bildet sich vor allem in der oberen Mundhöhle, von wo er sich im ganzen Mund verbreitet.

Körper und Geschmack
Das Bier trinkt sich so, als wenn man sich in einen großen Haufen Heu fallen ließe. Man gibt sich dem Bier hin und es erfrischt einen, man ruht sich aus. Diese Beschreibung korrespondiert auch gut mit dem Geschmackserlebnis, in dem sich tatsächlich leichte Nuancen von Heuaromen ausmachen lassen. Ansonsten ist der Körper recht schmal, was jedoch den erfrischenden Charakter unterstützt.

dav

Abgang
Nach und nach setzen sich etwas herbere Geschmacksanteile durch, die den Abgang zu einem echt-rustikalen Biererlebnis machen. Das macht Spaß!

Kohlensäure
Zwar reicht die Portion Kohlensäure für alles aus, jedoch auch nicht für viel mehr. Eine kleine extra Ladung würde dem Bier noch etwas mehr Schub verleihen und den schmalen Körper noch etwas ausbauen.

Süffigkeit
Frisch und doch mit herbem Abgang –  das ist ein Bier, dass durchaus mit einer soliden Süffigkeit aufwarten kann!

Fazit
Ein sehr unkonventionelles Helles mit fruchtigem Duft und herbem Abgang. Wer eher auf leichte aber unfiltrierte Biere steht, kann hier einen interessanten Outlaw der Bierszene probieren.

dav

zur Brauerei
Eigentlich sollte gerade in Bayern alles immer seinen gewohnten Gang gehen. Doch diese Brauerei hat sich auf die Fahne geschrieben, anders zu sein.  Seit 2016 schleicht Wolfscraft auf den Fährten der traditionellen Braukunst umher und braut mit Bio-Zutaten handwerkliche Biere. Neben dem beachtlichen Bierangebot unterstützt die Brauerei aus Freising Projekte zum Wolfsschutz.

Schimpf Weihnachtsbier

Zu Weihnachten gibt’s was ganz besonderes aus der Kronenbrauerei Schimpf. Nicht nur das Etikett ist hierfür mit dem Weihnachtsmann verziert, sondern auch der Inhalt der Flasche hat seine Besonderheiten. So werden bei diesem Bier sowohl helle als auch dunkelgeröstete Malze verwendet. Insgesamt bringt es das Weihnachtsbier auf einen Alkoholgehalt von 5,2%. Ob es wünschenswert ist, dass der Weihnachtsmann Flaschen vorbeibringt, wie auf dem Etikett abgebildet, haben wir für euch herausgefunden!

dav

Duft und Farbe
Geruchstechnisch ist der Eindruck zunächst sehr mild. Leichte Anspielungen von Malz und Hopfen lassen den geneigten Trinker noch ziemlich im Unklaren darüber, was ihn schlussendlich erwarten wird. Im Glas zeigt sich das Bier – dafür, dass auch dunkleres Malz beim Brauen verwendet wurde – erstaunlich hell. Das klarfiltrierte Bier hat hierbei ein leicht rötliche Farbe. Der Schaum ist von akzeptabler Qualität.

Einstieg
Vollmundig steigt man in den Genuss dieses Bieres ein. Viele Geschmacksnerven werden direkt beim Einstieg angesprochen und machen Lust auf mehr. Man hat den Eindruck, dass das Bier eine leicht süße Note hat, was natürlich exzellent zu Weihnachten passen würde.

Körper und Geschmack
Das runde Geschmackserlebnis setzt sich unumwunden fort. Die Aromen harmonieren wunderbar und decken dabei ein ganzen Spektrum von verschiedenen Anklängen ab. Von süßlich bis herb spannt sich der Genussbogen weit und eröffnet einen umfassenden Genuss. Besonders bemerkenswert ist der hopfenbetonte Geschmack, der sich mehr und mehr einstimmt.

Abgang
Wie schon angeklungen machen sich nach und nach hopfigere Noten breit und das gefällt außerordentlich, denn so wird das Bier zu einem richtigen Bier. Nicht nur das, sondern es wird auch noch wunderbar abgerundet. Insgesamt ein Bier mit einem sehr leichten und angenehmen Abgang.

dav

Kohlensäure
Hier wurde nicht gerade massenweise Kohlensäure verwendet, aber das ist auch ganz wunderbar so. Das Bier wirkt so recht weich und angenehm und ist weit davon entfernt, einen sauren Charakter zu entwickeln.

Süffigkeit
Ein durchaus süffiges Bier, mit dem man so manchen Adventsabend verschönern können dürfte. Sicherlich auch geeignet als Adventskalender oder -kranz.

Fazit
Hier hat die Brauerei Schimpf wirklich ein tolles Weihnachtsgeschenk gemacht. Mit diesem Bier muss man sich nicht schämen, an Heilig Abend anzustoßen. Eine runde Sache mit vielen verschiedenen Geschmackseindrücken.

dav

zur Brauerei
Die Kronenbrauerei Schimpf wurde im Jahr 1870 von der Familie Ohngemach gegründet. Acht Jahre nach der Gründung, trat die bis heute brauende Familie Schimpf in Erscheinung und kaufte die Brauerei. Inzwischen befindet sich die der Traditionsbetrieb in der fünften Generation und ist somit zu einem Kulturträger von Remmingsheim geworden. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Brauerei von einem Kleinbetrieb zu einem richtigen Gewerbebetrieb umgebaut. Heute umfasst das Angebot neun reguläre Biere, die um saisonale Extras ergänzt werden. Am besten genießt man diese Spezialitäten direkt in der Brauereigaststätte!

Gruibinger Winterbier

Auch unter dem Winter darf der Bierkonsum nicht leiden. Damit man stets das richtige Gerstenkaltgetränk zur Hand hat, gibt’s von Gruibinger ein Winterbier. Doch was macht ein Bier zum Winterbier? Man kennt es ja ein bisschen vom Kraftstoff: da gibt es auch Winter-Diesel, der nicht so schnell einfriert. Aber kann das hier gemeint sein? Ist das Bier besonders stark, damit man es auch bei starkem Frost draußen stehenlassen kann? Die 5,3% Alkoholgehalt sind jetzt nicht so erschreckend hoch, sodass man dies erstmal ausschließen kann. Das Etikett auf der Rückseite verrät aber, dass das Bier einen kräftigen Charakter für kalte Winterabende haben soll. Na dann, mal schauen, wie es uns schmeckt!

dav

Duft und Farbe
Ein recht schwerer und süßlicher Malzduft strömt einem aus der Flasche entgegen. Da möchte man sich tatsächlich gleich in eine dicke Decke kuscheln. Überführt man das Bier dann ins Glas, so zeigt sich die dunkle und intensive Farbe, die einem recht dunklen Bernstein ähnelt. Dabei ist das Bier sehr klar und der Schaum von ganz guter Qualität.

Einstieg
Der erste Eindruck setzt sich beim Einstieg fort. Vom Malz getrieben, breitet sich der recht massige Körper sogleich im Mund aus. Es wirkt fast so, als wolle das Bier seinen Anspruch geltend machen, jetzt hier eine wichtige Rolle zu spielen.

Körper und Geschmack
Das Winterbier ist ab dem ersten Moment sehr präsent und verströmt einen recht vollen und vollmundigen Eindruck. Es überwiegen zunächst schwerere Malzaromen, die ein wohliges und fast schon wärmendes Gefühl vermitteln. Mit der Zeit entwickeln sich auch herbere Geschmacksanteile, die jedoch die ganze Zeit über eher im Hintergrund bleiben und dem Malz die Bühne überlassen.

dav

Abgang
Hinten raus gleitet das Bier sanft und fluffig die Kehle hinunter und verabschiedet sich mit einem Doppelklang aus malzig-süß und hopfig-herb. Aber auch hier hat das Malz noch die Oberhand.

Kohlensäure
Manchmal wirkt das Bier ein kleines bisschen scharf, da schon recht viel Kohlensäure dabei ist. Auf der anderen Seite kommt so aber auch ein cremiges Trinkgefühl zustande, das den Wert des Bieres durchaus erhöht.

Süffigkeit
Das Winterbier ist nicht wegen seiner Süffigkeit bekannt. Dafür ist es zu schwer und zu malzig. Vielmehr ein ruhiger Begleiter, der langsam genossen werden will.

Fazit
Bei diesem Bier träumt man sich an einen winterlichen Kamin, wenn dieser nicht gerade da sein sollte. Auch wenn man noch immer nicht so genau weiß, was man von einem Winterbier erwartet, so findet man hier doch einen Vertreter, der durch seinen schweren Geschmack gut zu dunklen Wintertagen und Kaminabenden passt.

dav

zur Brauerei
Bei dieser Brauerei kann man mit Fug und Recht sagen, dass es sich um eine fast 300 jährige Familiengeschichte handelt. Seit 1728 ist die Lammbrauerei Hilsenbeck nämlich schon im Besitz der Familie Hilsenbeck, bzw. im Besitz der Vorfahren. Doch natürlich gingen auch an dieser Brauerei die Spuren der Zeit nicht ohne Einflüsse vorüber. Immer wieder wurde umgebaut und erneuert, doch diese Innovationen und Anpassungen haben nur dazu beigetragen, dass die Brauerei noch heute besteht und mit einem breiten Spektrum an klassischen Bieren und einer Craftbeercollection die Kunden im Umkreis erfreut.

Horst Hell

Ist das eigentlich wirklich Horst, der da auf dem Etikett abgebildet ist? Und ist das dann eigentlich auch Horst, der jeden Kronkorken und das Wappen von Schönbuch Bräu ziert? So ganz genau wissen wir das nicht und wollen uns ja auch dem Bier selbst widmen. Das Lagerbier aus Böblingen bringt 4,8% auf der Alkoholwaage, wobei Angaben zum Stammwürzegehalt leider fehlen. Ob Horst, der alte Förster, mit diesem Bier unseren Geschmack getroffen hat und ob es sich lohnt, ihn kennenzulernen? Wir haben gekostet!

dav

Duft und Farbe
Mild-würzig duftet Horst aus der frisch geöffneten Flasche, ein bisschen nach einer Albwiese im Sommer. Im Glas zeigt sich das helle Lager sehr klar, aber auch etwas blass. Der Schaum ist fein und von annehmbarer Qualität. Dennoch unterscheidet sich die Krone drastisch vom Abdruck auf dem Etikett!

Einstieg
Das Gefühl im Mund ist schon eindrücklich, wenn man den ersten Schluck nimmt. Schwergewichtig legt sich das Bier auf die Zunge und zeigt, wer hier das Sagen hat. Der Geschmack bleibt auch hier im mild-würzigen Bereich.dav

Körper und Geschmack
Dafür, dass es sich um ein helles Lager handelt, klotzt das Horst Hell wirklich stark ran. Der Körper ist wuchtig, gerade zu beeindruckend! An ein schnelles Trinken ist hier gar nicht zu denken. Stattdessen hat man wirklich Freude daran, die unterschiedlichen Würzelemente herauszuschmecken. Diese bewegen sich vor allem im Bereich von getrockneten Gräsern und wecken Assoziationen an frisch gemähte Wiesen. Eine runde Sache!

Abgang
Der Abgang ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Langsam verabschiedet es sich, jedoch nicht ohne einen rundum bierigen und sehr angenehmen Nachgeschmack zu hinterlassen.

Kohlensäure
Gut gemacht, keine Einwände. Schon beim Einschenken sieht man, dass hier der Kohlensäuregehalt auf den Punkt getroffen wurde. Nicht zu sprudelig, aber auch nicht zu lasch.

Süffigkeit
Kein Bier, das man schnell und leicht wegtrinkt. Der Körper will wirken und die Zeit sollte man ihm geben.

Fazit
Ein starkes helles Lager, das vor allem mit dem massigen Körper imponiert. Dieser ist schon für sich ein Erlebnis und wird durch einen fein-würzigen Geschmack sehr gut abgerundet.

dav

zur Brauerei
Diese Brauerei aus Böblingen bei Stuttgart ist inzwischen der älteste Betrieb der Stadt und noch dazu seit der Gründung im Jahr 1823 in Familienbesitz. Die Geschichte ist eng verbunden mit der, der Brauerei Dinkelacker aus Stuttgart, entstammt also regelrecht einer Brauerfamilie. Inzwischen bietet Schönbuch, wie auch der angrenzende Naturpark heißt, eine ganze Reihe von Bieren im Dauersortiment an und braut zusätzlich zu besonderen Veranstaltungen noch Spezialbiere.

Schimpf Spezial

Ein ganz spezieller Klassiker. Das Spezial aus der Kronenbrauerei Schimpf ist das große Hausbier und Aushängeschild. Das Rezept ist so alt wie die Brauerei selbst und das zeichnet auch den Charakter dieses traditionellen Exportbieres aus. Eingebraut wird es mit 12,7°P Stammwürze, die schlussendlich zu 5,2% Alkoholgehalt führen. Ob der Geschmack des Bieres auch etwas speziell oder doch ganz klassisch ist, haben wir getestet!

dav

Duft und Farbe
Mit einer durchaus würzigen Note steigt der Duft des Bieres aus der Flasche. Im Glas präsentiert sich das Bier ganz und gar prächtig. Mit mächtiger Krone und intensiv goldener Farbe glaubt man fast, dass man es bei Stromausfall ohne Taschenlampe finden könnte.

Einstieg
Vollmundig startet man mit dem ersten Schluck in den Biergenuss. Die Geschmacksknospen scheinen im ersten Moment etwas überfordert zu sein bei den ganzen verschiedenen Eindrücken, die da auf einen einprasseln.

Körper und Geschmack
Die Textur des Bieres ist sehr dicht, was ein angenehm dichtes Gefühl im Mund mit sich bringt. Im Geschmack gibt es einen recht hohen Anteil an bitteren Stoffen, was gerade auch beim Einstieg für einige Verwirrung sorgen könnte. Im Trinkverlauf nehmen aber immer mehr die würzigen Anteile zu, sodass man bald zu einem ausgeglichenen Geschmackserlebnis kommt.

dav

Abgang
Im Abgang ist dieses Bier unkomplizierter als im Antrunk. Ohne große Allüren, allerdings auch ohne größere Highlights, verabschiedet sich das helle Lager und hinterlässt einen passend leichten würzigen Nachgeschmack.

Kohlensäure
Die Kohlensäure ist hier gut dem Bier angepasst. Das Bier kommt überall hin und kann seinen Geschmack gut entfalten.

Süffigkeit
Trotz der schwereren Struktur kann man diesem Bier ohne schlechtes Gewissen eine gute Süffigkeit attestieren. Ist es einmal in der Kehle, hält es nichts mehr auf!

Fazit
Ein sehr gelungenes Lagerbier, das seiner langen Tradition alle Ehre macht. Lediglich der Antrunk mit den hohen Bitteranteilen ist etwas gewöhnungsbedürftig.

dav

zur Brauerei
Die Kronenbrauerei Schimpf wurde im Jahr 1870 von der Familie Ohngemach gegründet. Acht Jahre nach der Gründung, trat die bis heute brauende Familie Schimpf in Erscheinung und kaufte die Brauerei. Inzwischen befindet sich die der Traditionsbetrieb in der fünften Generation und ist somit zu einem Kulturträger von Remmingsheim geworden. Nach dem 1. Weltkrieg wurde die Brauerei von einem Kleinbetrieb zu einem richtigen Gewerbebetrieb umgebaut. Heute umfasst das Angebot neun reguläre Biere, die um saisonale Extras ergänzt werden. Am besten genießt man diese Spezialitäten direkt in der Brauereigaststätte!

Gruibinger Saukalt

Hier haben die Grafiker ganz tief in die Trickkiste gegriffen und direkt Eiskristalle auf das Etikett aufgedruckt. Dazu passend natürlich der Name „Saukalt“, der sich auch aus der speziellen Lagerung bei 0°C ergibt. Um einen passenden Konsum zu garantieren, ist im Etikett ein Kältecheck integriert – eine ziemlich coole Idee! Was dieses helle Lager Bier mit seinen 4,8% Alkoholgehalt bei 11,8°P Stammwürze noch so auf dem Kasten hat, haben wir getestet!

sdr

Duft und Farbe
Ein tolles Gadget ist natürlich auch der Bügelverschluss. Nach einem ordentlichen *plopp* bahnt sich eine leicht fruchtige aber auch etwas teigige Geruchsnote den Weg aus der Flasche in die Nase. Im Glas zeigt sich das Bier leicht trüb und vor allem sehr, sehr sprudelig. Es bildet sich viel grobporiger Schaum, der allerdings auch zum größten Teil recht schnell wieder verschwindet.

Einstieg
Ein recht interessanter Einstieg mit leicht säuerlichen Noten. Das Bier wirkt recht dünn vom Körper her und braucht etwas Zeit, um seinen Geschmackskörper zu entwickeln. Leicht hopfige Aromen kommen nur zögerlich durch.

davKörper und Geschmack
Nach und nach gewinnt der Körper des Bieres an Maße, kommt hierbei jedoch nur so zögerlich aus dem Pott, dass man beim Fussball von Zeitspiel gesprochen hätte. Schlussendlich wird aus dem dünnen Gerstensaft aber noch ein richtiges Bier mit guten Geschmacksanteilen von Malz und Hopfen, die sich angenehm die Waage halten. Fruchtige Anteile, die anfänglich im Geruch wahrnehmbar waren, tauchen jedoch so gut wie keine auf.

Abgang
Im Abgang zeigt sich das Saukalt als ein sehr unkomplizierter Zeitgenosse. Es flutscht ganz locker die Kehle runter und hinterlässt einen leicht herben Nachgeschmack. Da gibt’s nichts zu meckern.

Kohlensäure
An Kohlensäure wurde offenbar nicht gegeizt. Bei anderen Bieren würde dies zu einem Problem führen, doch beim Saukalt passt es erstaunlicherweise. Das Bier ist nicht zu sauer und sprudelt auch nicht zu sehr.

Süffigkeit
Dieses Bier ist durchaus süffig. Gerade auch durch das kleine Flaschenformat kann man durchaus die ein oder andere Flasche einplanen.

Fazit
Ein solides Bier mit witzigen Extras. Der Kälte-Check sollte definitiv Pflicht bei allen Bieren geben und auch die extra kalte Lagerung hat dem Bier offenbar nur gut getan. Hier wird die Bierwelt auf jeden Fall um ein paar kleine Ideen erweitert.

dav

zur Brauerei
Bei dieser Brauerei kann man mit Fug und Recht sagen, dass es sich um eine fast 300 jährige Familiengeschichte handelt. Seit 1728 ist die Lammbrauerei Hilsenbeck nämlich schon im Besitz der Familie Hilsenbeck, bzw. im Besitz der Vorfahren. Doch natürlich gingen auch an dieser Brauerei die Spuren der Zeit nicht ohne Einflüsse vorüber. Immer wieder wurde umgebaut und erneuert, doch diese Innovationen und Anpassungen haben nur dazu beigetragen, dass die Brauerei noch heute besteht und mit einem breiten Spektrum an klassischen Bieren und einer Craftbeercollection die Kunden im Umkreis erfreut.

Hirsch Helles

Da röhrt doch der Hirsch! So sehr freut sich der behörnte Etikettschmuck der Flasche, dass man gleich gespannt ist, was wirklich hinter den auch zu sehenden Attributen „mild & süffig“ steckt. Das fast schon retro gestaltete Etikett für dieses untergärige Bier, das mit einer Stammwürze von schmalen 11,4°P und einem Alkoholgehalt von 4,8% daherkommt, steigert zudem den Wunsch, den Geist dieses Hellen näher zu erkunden. Wir haben es gemacht!

dav

Duft und Farbe
Frisch und mild – das sind die ersten beiden Assoziationen, die einem in den Sinn kommen, nachdem man den Kronkorken gelupft hat und den Duft des kühlen Gerstensaftes einatmet. Im Glas zeigt sich die Gestalt des Hellen als glasklar filtriertes Bier mit intensiv gold-gelber Farbe und einer respektablen Schaumkrone, die so cremig aussieht, dass man direkt hineinbeißen möchte.

davEinstieg
Das Bier sucht sich nur so den Weg in den Mund. Ein wirklich explosiver Start, der direkt von starken Aromen begleitet wird, jedoch ohne aufdringlich oder übertrieben daher zukommen. Viel mehr ist der erste Einstieg eine gelungene Mischung aus fruchtigen Noten und feinherbem Biergenuss.

Körper und Geschmack
Dieser Bier ist kein Reh. Das merkt man auch am Körper des Bieres, der sich selbstbewusst seinen Platz sucht und die Geschmackssinne verzaubert. Dieses Bier liefert nicht nur blumig-fruchtige Noten, sondern kombiniert diese auf angenehmste Art und Weise mit einer feinen Nuance von Heu-Aroma, das einen von saftigen Sommerwiesen träumen lässt. Dennoch wirkt das Bier angenehm mild und keineswegs überbordend kräftig.

Abgang
Mild und zärtlich verabschiedet sich der helle Hirsch und hinterlässt feine Aromanoten, die einen noch einige Zeit von diesem Biergenuss träumen lassen – hach!

Kohlensäure
Ziemlich spritzig startet das Bier und bleibt auch dabei. Vielleicht wäre eine Priese weniger Kohlensäure auch schon genug. Dieses Bier ist jedenfalls nichts für Befürworter von stillem Wasser.

Süffigkeit
Prächtig süffig – anders kann man dieses Bier nicht beschreiben. Das milde Arome mit seinen fruchtigen Aspekten macht dieses Bier zu einem herausragenden Partner für mehr als nur eine Runde.

dav

Fazit
Perfekt rundes Bier, dass einerseits durch sein angenehmes Aroma überzeugt, andererseits aber vom Geschmack auch nicht zu dominant ist, um süffig zu bleiben. Insgesamt ein sehr gelungenes Trinkerlebnis im Retro-Design.

edf

zur Brauerei
Seit 1782 gibt es die Hirsch-Brauerei, die ursprünglich lediglich zur Deckung des Bedarfs der örtlichen Gaststätte „Zum Hirschen“ dienen sollte. Nach einem Eigentümerwechsel im Jahr 1861 ist die Familie Honer, die sich heute auch im Namen der Brauerei wiederfindet, die bestimmende Kraft über die Geschicke am Braukessel. Noch heute setzt die Privatbrauerei auf Tradition und hat ihre Philosophie in drei Punkte zusammengefasst: Bier braucht Heimat. Bier braucht Zeit. Bier braucht Charakter.

Falcon Export

Das wachsame Auge des Falken späht einen schon aus dem Regal heraus an. Mit der goldenen Schrift auf dunkelblauem Grund wirkt das Bier edel und erhaben. Das Bild des Falken selbst dominiert das äußere der Dose, aber kann das Export mit seinen 5,2% Alkoholgehalt auch die Sinne des geneigten Biertrinkers beflügeln? Wir haben dieses schwedische Bier getrunken.

dav

Duft und Farbe
Ein Schwall würziger Duft strömt einem direkt aus der Dose entgegen, sobald man diese geöffnet hat. Herrlich frisch und intensiv fliegt der Falkenduft schonmal in die Nase. Das macht einen guten ersten Eindruck. Im Glas zeigt sich das Bier sehr klar und mit schöner goldgelber Farbe. Der Schaum ist cremig und feinporig, sodass man gerne reinbeißen möchte. Yummi!

Einstieg
Allein schon das Gefühl des Schaums auf den Lippen macht schon ein tolles Gefühl. Das Export knüpft dann beim ersten Schluck genau da an, wo vorher die Nase aufgehört hat: bei einem intensiven und würzigen Geschmack.

davKörper und Geschmack
Vom ersten Schluck an bildet das Bier einen intensiven und recht breiten Körper aus, der vor allem von würzigen Aromen dominiert wird. Im Verlauf des Genusses breiten sich mehr und mehr auch bittere Nuancen heraus und die Fülle des Körpers zieht sich zurück. Hinten raus wird der Falke dann fast ein bisschen zu bissig und das Bier wirkt nicht mehr besonders rund.

Abgang
Das Bier selbst verzieht sich recht unauffällig, hinterlässt aber nach einiger Zeit einen interessanten Nachgeschmack, der an sehr hefereiches Brot erinnert. Das ist wirklich mal eine Besonderheit!

Kohlensäure
Hier gibt es einen akuten Mangel! Mehr Sprudeligkeit würde diesem Bier definitiv gut tun. So muss man selber schon ordentlich nachhelfen, um den Geschmack des Bieres vollkommen entwickeln zu können.

Süffigkeit
Die Süffigkeit hält sich bei diesem Bier eher in Grenzen. Zu unrund ist der Gesamteindruck und zu bissig entwickelt sich der Geschmack.

edf

Fazit
Für Schweden wohl ein Klassiker, mehr aber auch nicht. Der Abgang mit seinem Nachgeschmack ist eine Erfahrung wert. Ansonsten macht die Dose von außen mehr her als der Inhalt.

 

zur Brauerei
Seit 1896 besteht die Tradition der Brauerei aus dem schwedischen Falkenberg, einer Stadt an der Westküste des Königreichs irgendwo zwischen Göteborg und Malmö. Der Falke gewinnt schnell die Herzen der Schweden und kann sich innerhalb eines Jahrhunderts kräftig ausbreiten. 1996 wird die Brauerei vom dänischen Bierriesen Carlsberg aufgekauft und ist heute seine stärkste schwedische Marke. Insgesamt werden 10 verschiedene Biertypen gebraut.

Schwarzbräu Exquisit

Bayerische Braukultur in reiner Form. So präsentiert sich das Exportbier „Exquisit“ aus dem Hause Schwarzbräu aus dem schwäbischen Zusmarshausen. Neben den Standardwerten von 5,4% Alkoholgehalt und 12,5°P Stammwürzegehalt, sticht beim Besuch der Homepage besonders der sogenannte Bier-Kompass ins Auge. Demnach ist dieses Vollbier ein wahrlich ausgeglichenes Getränk. Ob das stimmt? Wir haben es probiert!

SchwarzExquisit1

Duft und Farbe
Fruchtig, aber durchaus bereits mit herben Nuancen strömt der Duft des Exports aus der Flasche. Ins Glas ergießt sich sogleich ein fast ganz klares Bier, auf dem sich schließlich eine recht grobporige Krone bildet, die mit durchschnittlicher Haltbarkeit aufwartet.

Einstieg
Der erste Schluck ist sehr prägnant und durchaus würzig. Hier steckt richtig was dahinter und man leckt sich sofort die Lippen nach dem zweiten Schluck. Auch bei diesem wird der vollmundige Charakter des Bieres deutlich. Man hat wirklich das Gefühl, auch etwas im Mund zu haben. Das Bier ist sehr präsent!

Körper und Geschmack
Der Körper des Bieres nimmt sich enorm viel Platz und untermauert dies mit einem sehr würzigen und durchaus herben Geschmack, den man vor allem in den Backen wahrnehmen kann. Beim genaueren Hinschmecken, entdeckt man auch wieder die leicht fruchtigen Einschläge, die man schon mit der ersten Nase erschnüffelt hat. Im Verlauf wird das Bier zunehmend intensiver und bietet so auch noch beim achten und neunten Schluck ein spannend-prägnantes Geschmackserlebnis.

SchwarzExquisit3Abgang
Von Anfang bis Ende bietet das Schwarzbräu Exquisit eine runde Veranstaltung. Vor allem die hopfigen Endrücke gewinnen im Abgang nochmal an Präsenz. Das lässt dieses schwäbische Bier in guter Erinnerung erscheinen.

Kohlensäure
Hier wurde eher gespart, was dem Geschmackserlebnis jedoch in keiner Weise einen Abbruch tut. Mehr Sprudelei hätte bei diesem Bier, das nur so vor verschiedener Geschmacksaspekten strotzt, wohl eher geschadet als genützt.

Süffigkeit
Ein durchaus süffiger Vertreter seiner Zunft – auch begünstigt durch den geringen Kohlensäureanteil! Sicherlich wird sich der Geschmack auch noch mit der zweiten Flasche weiterentwickeln. Also: Her mit dem Kasten!

SchwarzExquisit2

Fazit
Starkes Bier mit würzigem Charakter, von dem man so schnell nicht genug kriegt. Auf den Punkt gebraut, sodass man die Qualität des Handwerks auch erschmecken kann. Das gefällt dem Bierkenner außerordentlich!

 

zur Brauerei
Kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Krieges wurde die Brauerei das erste Mal erwähnt als ausgezehrte schwedische Truppen der Legende nach die Gaststube verwüsteten und alle Fässer leer tranken. Der Fahnenträger, der Bierflaschen und Krüge der Brauerei ziert, geht hierauf zurück. Heute ist Schwarzbräu aktives Mitglied der Initiative „Die Freien Brauer“, einem Zusammenschluss unabhängiger Privatbrauereien.

Kirin Ichiban

Ein feuriger Drache ziert das Etikett dieses japanischen Bieres. Eines japanischen Bieres? Wirklich? Nun ja, die Rückseite der Flasche verrät sogleich, dass ihr Inhalt im bayerischen Freising im Haus Weihenstephan gebraut wurde. Aber das muss ja absolut nichts schlechtes sein! 5,0% bringt das Lagerbier auf der Alkoholwaage. Ob der bayerische Japaner auch schmeckt? Wir haben’s probiert!

KirinIchiban1

Duft und Farbe
Da kommt sogleich ein recht hopfiger Duft aus der Flasche, wenn man den Kronkorken lupft. Zwar nicht besonders fruchtig, aber dennoch mit einer breiten Facette an Geruchsnuancen gewinnt man nochmal einen letzten Schub an Probierlust. Im Glas zeigt sich das Vollbier glasklar und blass gelb. Kohlensäure ist zunächst nur wenig zu sehen. Der Schaum ist recht feinporig und von durchschnittlicher Beständigkeit.

Einstieg
Der erste Schluck ist direkt sehr intensiv und schlägt sich geschmacklich vor allem im Rachenbereich nieder. Hier kommt der Hopfen mit ganzer Macht zum Ausdruck. Intensiv und würzig wird man hier direkt angefüttert.

KirinIchiban2Körper und Geschmack
Insgesamt ist das Kirin Ichiban ein recht ausgewogenes Bier. Im Antrunk ist das Bier, wie oben beschrieben, recht stark. Mit weiteren Schlücken nimmt diese prägnante Art etwas ab, bleibt aber geschmacklich durchaus interessant. Dominant bleiben stets die Hopfenaromen. Es lohnt sich, das Bier im Mund etwas umherzuspülen, damit sich noch weitere Geschmacksteile entwickeln können.

Abgang
Im Abgang ist dieser japanische Vertreter weniger charakteristisch als im Antrunk. Durchschnitt reicht hier aber vollkommen aus. Immerhin besser, als wenn der Abgang den Wunsch auf ein zweites Bier komplett abwegig macht.

Kohlensäure
Hiervon bringt das Bier recht wenig mit. Aber auch wenig kann in diesem Fall genug sein. Schließlich kommt alles dahin, wo es hingehört.

Süffigkeit
Hier kommen viele positive Aspekte für das Bier zusammen. Der recht geringe Anteil an Kohlensäure, der durchschnittliche Abgang und der sich entwickelnde Charakter. Hier kann man gut noch eine zweite Flasche aufmachen!

KirinIchiban3

Fazit
Ein durchschnittliches Bier mit dem Glanz der großen, weiten Welt – zumindest solange, bis man weiß, dass diese Flasche in Bayern abgefüllt wurde. Das Bier schmeckt trotzdem ganz annehmbar.

 

zur Brauerei
Die Brauerei Kirin wurde 1885 von britischen und japanischen Unternehmern gegründet. Der Name Kirin, der sich von einem japanischen Fabelwesen ableitet, das auch die Flaschen ziert, erhielt die Brauerei im Jahr 1888. Heute ist die Brauerei eines der führenden Unternehmen Japans und an der Börse notiert. Neben dem japanischen Biermarkt, ist das Unternehmen durch zahlreiche Joint-Ventures heute auch in anderen Getränkesparten in Japan aktiv.